Will Wright will wieder mal Videospielgeschichte schreiben. Nachdem sich der Kopf von Maxis mit Sims bereits unsterblich machte, will er die Spielerschaft nun mit Spore beglücken.
Reißt die Mauer nieder, die eurer Kreativität in den Computerspielen dieser Welt Einhalt gebietet. Sprengt die lästigen Ketten, die euch an eine feste Story binden. Legt Black&White getrost in die Ecke und verdrängt alles, was ihr im Biologie-Unterricht jemals gelernt habt. Hier kommt Spore!
Im Bayerischen Hof in München konnten wir einen ersten Blick auf das neueste Maxis-Werk werfen. Executive Producer Lucy Bradshaw präsentierte das Evolutions-Spiel, das Rekorde brechen und eine Ära einleiten will. Ein persönliches Universum sollt ihr kreieren und wachsen lassen, unbekannte DNAs, Rassen und neue Planeten entdecken. Bevor wir uns jedoch vom Einzeller zum eigens erschaffenen Monstrum hochschlagen, werfen wir einen Blick auf Sporepedia. Ganz nach dem Prinzip "Was das Web kann, können Spiele schon lang" kann man Sporepedia getrost als Gaming-Feature 2.0 beschreiben. Hier könnt ihr nicht nur eigene Inhalte uploaden und anderen Spielern zur Verfügung stellen, sondern auch an Events teilnehmen und Feedback für eure Inhalte abgreifen. Schon die rund 700 Kreaturen, die die fleißigen Maxis-Entwickler im Laufe der Entwicklung erschufen, zeigen, wohin der Weg gehen soll. Das Sporepedia ist ein Sammelsurium der Kreativität, ein richtungweisendes Auffangbecken für all die tollen Phantasien, die in den Köpfen der Spieler herumschwirren.

Der Ursprung eurer Rasse: Die Zellphase.

Ein Klick genügt, und der schlangenförmige Vierbeiner weicht einem dornenbespickten Koloss. Direkt daneben richtet sich ein gepunkteter Schlacks auf, der durch seine breiten Flügel und spitzen Klauen für Aufsehen sorgt. Kaum haben wir die ersten Geschöpfe bestaunt, wechseln wir die Kategorie und erblicken bunte, abstrakte

Raumschiffe. Auch hier gleicht kein Fluggerät dem anderen. Doch damit nicht genug: Als Schöpfer der Welt bestimmt ihr auch die Architektur eures Volkes. Ob einfache Holzhütten, moderne, von Technologie geprägte Bauten oder pompöse Festungen mit Wachtürmen - ihr habt freie Hand. Einmal alles erschaffen, könnt ihr das Zusammenspiel von Rasse, Verhalten, Architektur und Bauten als Theme speichern und im Sporepedia zur Verfügung stellen. Spielen andere Hobby-Götter mit eurem Inhalt, können sie ihn bewerten. Als Belohnung für die kreativsten, einfallsreichsten und meistgespielten Themes winkt der erste Platz in der Rangliste. Wer sich mit einem Teil des Themes nicht anfreunden kann, hat die Möglichkeit, einzelne Parts auszutauschen. Gefallen euch zum Beispiel die Raumschiffe nicht, könnt ihr kurzerhand nach neuen Suchen. Sehr nützlich dabei dürfte die Tag-Suche sein, da jeder Schöpfer seinen Erschaffungen nicht nur Namen, sondern auch Stichwörter geben kann. Die Funktionen gehen sogar so weit, dass ihr per Knopfdruck ein Video eures Geschöpfs aufnehmen und bei YouTube uploaden könnt. Sofern Account-Daten hinterlegt sind, springt das Spiel kurz ins Betriebssystem zurück, beginnt den Upload und wechselt wieder zurück.

Im Spore-Universum gibt es nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen - hier wird auch um Territorien gekämpft.

Ein neues Spiel begonnen, legt ihr das Aussehen einer einzelnen Zelle fest, bevor ihr euch ins farbenfrohe Getümmel werft. In der ersten von insgesamt fünf Stufen der Evolution klickt ihr eure Zelle durch einen lebhaften Mikrokosmos, der mit grünen, nahrhaften Kügelchen und anderen Zellen vollgestopft ist. Da das Prinzip des Stärkeren gilt, solltet ihr euch zunächst die kleinen Wesen vorknöpfen und beispielsweise mit einem Stachel zerstören. Wenige Minuten später hat eure Zelle nicht nur etwas mehr Proteine auf der Brust, sondern findet auch neue Körperteile, die ihr jederzeit an- und abnehmen könnt. Wie viele Teile ihr genau anbringen könnt, wird über eine DNA-Zahl definiert, die unter anderem durch einen Evolutionsaufstieg erhöht werden kann. Euren Erfahrungswert in der aktuellen Evolutionsstufe seht ihr jederzeit im unteren Bildschirmrand.

Ein stumpfer Kreaturen-Editor ist doch langweilig. In Spore könnt ihr auch die Architektur vollkommen frei definieren.

Genügend Erfahrung vorausgesetzt, könnt ihr nach knapp 30 Minuten schon raus aus dem Wasser und in die nächste Evolutionsstufe auftauchen. Diese heißt natürlich nicht umsonst "Kreatur", denn hier habt ihr erstmals die Möglichkeit, eurem Wesen einen richtigen Körperbau samt Wirbelsäule oder auch Treter zum Wandern zu verpassen. Die Gestaltung ist hierbei nicht etwa auf ein einfaches Auswählen verschiedener Körperteile beschränkt, sondern voll und ganz frei. Verseht ihr euer virtuelles Etwas mit ein paar Beinen, könnt ihr Breite, Größe, Stelle und Winkel bestimmen. Soll es ein kleiner 1000-Füßler werden, der sich über das Eiland schleicht oder doch lieber ein stämmiger Riese, der schon durch seine Gangart beeindruckt?
14.02.2008 - 15:21 Uhr Gnoos
besiedeln...aber das ganze universum ist schlichweg
unmöglich, weil es soooooo viele planeten, kreaturen,
rassen, baustellen gibt ,)
14.02.2008 - 14:19 Uhr Ghaleon
verwechselt; "Genewars" meinte ich. ^^
(Von Creatures könnte es auch mal eine Will Wright
Neuauflage geben)
14.02.2008 - 14:12 Uhr Ghaleon
Bullfrog :-)
Aber wie ist es bei diesem Spiel mit der
Langzeitmotivation... und wieso kann man keine
kompletten Welten erobern =?