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Hype it!
Release: XBox 360: 1. Quartal 2008
PC: 1. Quartal 2008
Status: keine Angabe
Plattformen: PC, XBox 360
Publisher: Namco Bandai
Entwickler: Namco Bandai
Genre: Strategie
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Da Ork Boyzzz

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8
Hype it!
Blutrünstig, ungebildet, hässlich und stinkend sind nur einige Merkmale, die einen richtigen Ork ausmachen. Ständig haben die lieben und netten grünen Jungs irgendwelche Flausen im Kopf. Immer wollen sie den "Menschis" den Kopf einschlagen und im Blut ihrer Feinde baden. Rauben und Plündern sind dann noch die harmlosesten Wesenszüge der zahlreichen, leicht müffelnden Gestalten mit großen, langen Hauern in der Mundgegend. Die zweite Rasse im Bunde sind die Dunkelelfen, die im Gegensatz zu ihren indirekten Brüdern - den Hochelfen - wenig Sinn für noble Kämpfe oder Heldentum haben. Stattdessen murksen sie ihre Feinde lieber von hinten ab oder mischen Gift in Brunnen, um gleich ganze Städte auszulöschen. Diese ohne Frage sehr sympathischen Wesen teilen sich mit den Orks die neue Kampagne mit insgesamt drei Kapiteln.

Auf der Kampagnenkarte werden die Armeen bewegt, der Weg ist dabei fest vorgegeben.

Ein Brettspiel mit verschiedenen Feldern, die unterschiedliche Ereignisse auslösen - so lässt sich die Kampagnenkarte in Kurzform beschreiben. Weiterhin werden hier Truppen angeheuert und ausgebildet. Sofern ihr gerade ein Dorf besucht, dürft ihr euch mit allerlei magischem Schnickschnack ausrüsten - sei dies nun das flammende Schwert oder ein schnöder Heiltrank.
Das Sahnetortenstück der Warhammer-Spiele bleiben weiterhin die taktischen Kämpfte mit Hunderten von Einheiten. Basenbau ist langweilig und -wierig, darum wird in Battle March auch darauf verzichtet. Es stehen sich nur die nackten - bitte nicht bildlich verstehen - Armeen gegenüber.

Dass es nicht um nettes Blumenpflücken, sondern metallisch riechendes Blut und schweißtreibende Arbeit geht, erkennt ihr an den
schweren Bewaffnungen der Regimenter. Schwertkämpfer, Pikeniere, Bogen-, Armbrustschützen, Kavallerie, Kanonen und viele andere geben sich die Klinke in die Hand und sind gewillt, ihre Kriegswerkzeuge effektiv einzusetzen. Damit die Anwendung ihre tödliche Wirkung auch vollends entfaltet, sollte das Schere-Stein-Papier-Prinzip beachtet werden. Sprich: Die Männer mit langen und spitzen Stangen besiegen die galoppierenden Todesritter, während Reittiere leichtes Spiel mit jeglichem anderen Fußvolk haben.
Viel Neues gibt es hier nicht zu berichten, ausgemachte Fans der Fantasy-Reihe brauchen aber deswegen kein Tränchen zu verdrücken, die Neuerungen finden sich im Detail.

In manchen Missionen ist man nur mit wenigen Einheiten unterwegs. Hier muss mit List und Tücke vorgegangen werden.

Wie sah eine typische Mission in Mark of Chaos aus? Die volle Armee ins Getümmel, mit Leichtigkeit alles platt hauen und das Ganze ohne mit der Wimper zu zucken abschließen. Größter Kritikpunkt war der Schwierigkeitsgrad. Die Lawine ist in der Zwischenzeit ins Tal gerauscht und dort zum Erliegen gekommen. Zeit, den Nebel zu lichten und die Strahlen der Sonne zu betrachten: Keine bloße Augenwischerei versteckt sich hinter meiner Aussage. Die Missionen sind komplexer, die Kampfstärke der Feinde hat zugenommen und die Einzelmissionen mit nur einer Hand voll Einheiten fallen deutlich schwieriger aus. Battle March präsentiert sich erfreulich herausfordernd, ohne dabei unfair zu werden. Bestes Beispiel hierfür ist die erste Mission der Dunkelelfen. Während die Orks eine große Burg belagern und ihr Vormarsch hierdurch ins Stocken gerät, müssen die spitzohrigen Gesellen im Inneren der Festung die Tore öffnen. Nebenher soll dann möglichst die menschliche Armee geschwächt werden, indem das Trinkwasser vergiftet wird. Mit gerade einmal vier Einheiten tretet ihr gegen eine deutliche Übermacht an. Nur mit Timing, List und Tücke kann diese Aufgabe gemeistert werden. Endlich wird Denkschmalz gefordert und nicht nur pure virtuelle Muskelmasse.

"Hauen blöden Menschis die Hammas um die Ohrenz!" - wer möchte einem zwei Meter großen und ein Meter breiten Ork schon widersprechen, besonders wenn der grüne Geselle auch noch einen riesigen Totschläger in der Hand hält? Die Sprachausgabe präsentiert sich wieder herrlich schräg, aber durch und durch professionell. Übertriebene Selbstdarstellungen der Hauptcharaktere - mit einer Prise Sarkasmus und dem Mut, sich selbst auf den Arm zu nehmen - sind einfach die Hauptzutaten für das Rezept, das sich "Warhammer-Universum" nennt.

Ersteindruck:

Aus den Fehlern der Vergangenheit haben die Entwickler ihre Lehren gezogen und präsentieren mit Battle March ein passendes Add-on. Endlich sind die Orks keine Randfiguren mehr, sondern haben eine stilechte Kampagne spendiert bekommen. Teilen müssen sie sich die Kapitel mit den Dunkelelfen, die einen mysteriösen Part einnehmen und ihre eigenen Ziele verfolgen. Ich bin gespannt auf die Vollversion, die noch im ersten Quartal dieses Jahres erscheinen soll. Endlich kann ich den "Menschis" die Köpfe einschlagen, nachdem ich sie in Warhammer 40k, dem Bruder im Geiste, immer nur erschießen durfte.
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