Die Erfolgsstory des ersten Teils war groß, insgesamt sage und schreibe sieben Add-Ons bekamen die Sims aus dem Hause Maxis spendiert. Immer wieder erklimmten diese die Spitzen der Charts – weltweit. Doch nun will Maxis das Genre mit Die Sims 2 revolutionieren.
Schon in den ersten Wochen nach dem Release des ersten Teils war klar: Will Wright und sein Team hatten mit Die Sims eine Lebenssimulation entworfen, wie sie lebendiger nicht hätte sein können. Das Spielprinzip war denkbar einfach, baue ein Haus, richte es ein, lasse deinen vorher erstellten Sim einziehen und steuere sein simuliertes Leben.
Hört sich doch relativ simpel an oder? , genau dieses simple Spielprinzip sorgt heute bei Jung und Alt für Faszination.
Mit insgesamt 200 Objekten durfte man seine virtuelle Bleibe ausstatten, hier trumpft der Nachfolger erheblich auf. Weit mehr als die Hälfte, nämlich mehr als 500 Objekte welche nachträglich sogar noch editiert werden können, stehen nun zur Verfügung. Ebenso vielfältiger gestaltet sich das Design des Alter Egos, mit dem neuen Editor Create-a-Sim kurz Cas(ie), welcher übrigens schon im Dezember, also zwei Monate vor dem eigentlichen Spiel veröffentlicht wird, kann man eine Vielzahl von Dingen an den Figuren verändern. Dies reicht von der Kleidung über die Haarfarbe und die Kopf- oder die Nasenform bis hin zu Lippenstift oder sogar verschiedenen Brillenmodellen. Somit wird jeder Sim ein Unikat sein. Nicht so wie im ersten Teil, in dem so gut wie alles bereits vorgefertigt war und man nur noch nach seinen eigenen Wünschen kombinieren und nicht wirklich selbst Hand

anlegen konnte. Die Sims werden nun auch einen kompletten Lebenszyklus durchmachen, nicht etwa wie im Vorgänger, denn dort wurden Kinder nie erwachsen und Erwachsene konnten nie durch Altersschwäche das Zeitliche segnen. Jetzt werden Babys zu nörgelnden Kindergarten-Kindern, diese zu Teenagern, welche den ersten Kuss kaum erwarten können und später als Berufstätige auf ihr Rentnerdasein warten diese wiederum zu Berufstätigen und diese schließlich zu klapprigen Greisen.
Auch am Häuserbau wurde gearbeitet. In Die Sims 2 wurde die
Stockwerksanzahl, auf vielfachen Wunsch der Fans, von zwei auf drei Stockwerke vergrößert. Somit steht einer tollen Villa also nichts mehr im Wege. Es wird nun auch möglich sein in diagonale Wände Türen und Fenster einzubauen. Auch das ist eine sinnvolle Erweiterung zum Vorgänger, bei dem dieses Feature einfach fehlte.
Doch die eigentliche große Neuerung liegt ganz klar bei der neuen Grafik-Engine des Spiels. Denn diese ist im dreidimensionalen Raum angesiedelt und birgt so völlig neue Möglichkeiten, um in die Welt der Sims einzutauchen. Die Kamera wird komplett frei dreh- schwenk- und zoombar sein, im ersten Teil hatte man gerade mal vier jeweils um 90° drehbare Sicht-Perspektiven und drei voreingestellte Zoom-Stufen. So kann man den Sims nun beim Kochen sprichwörtlich über die Schulter gucken, daneben stehen, wenn sie die Zeitung hereinholen oder fast schon mit auf der Couch sitzen, wenn sie sich von einem harten Arbeitstag entspannen. Dies wird das Intensivitätsgefühl des ersten Teils um Vielfaches steigern.
Natürlich wurde die Grafik auch um einige neue Features verbessert: animierte Haare und Kleidungsstücke, sowie butterweiche Animationen machen die Sims 2 zu einem wahren Augenschmaus. Am Menü wurde fast überhaupt nicht gewerkelt – warum auch? – war es doch im ersten Teil fast schon perfekt, lediglich Buttons zur Steuerung der Kamera wurden hinzugefügt, hier zählt also „Never change a working system“.
Ersteindruck:
Die Sims 2 wird den ersten Teil auf jeden Fall um Längen schlagen, hierzu trägt der Wechsel zur Dreidimensionalen wesentlich bei, welcher das „Mittendrin-Feeling“ des Spiels erheblich steigert. Auch das neue Create-a-Sim Tool kann überzeugen und so wird ein Sim nie wie der Andere aussehen. Alles in Allem steht uns mit Die Sims 2 auf jeden Fall die neue Referenz in Sachen Lebenssimulation ins Haus. Ein Titel, der die alten Fans von Grund auf überzeugen wird und auch viele Neue anlocken wird.