Nachdem Virtua Tennis von Sega die Gemüter aller Filzkugel-Fans erheiterte, schickt sich nun der dritte Teil von Topspin an, Simulations-Freuden zu bereiten.
Dass sich in diesen Wintertagen ein Trip nach München nicht nur wegen der tollen Landschaft lohnt, bewies 2kSports mit der Präsentation zu Topspin 3. Stephane Dupas von Entwickler PAM stellte in der Bayrischen Landeshauptstadt die erste Version des dritten Teils vor.

Auch die Nummer Eins der Welt gibt sich die Ehre: Roger Federer.

Zum Einstieg erklärte der PAM-President, dass man für ein gutes Tennisspiel mehr brauche als ein einfaches Pong mit zwei, drei Animationen. Dementsprechend motiviert sind die Herren bei der Entwicklung des Spiels. Viel zu befürchten hat Topspin nicht, ist mit Virtua Tennis von Sega doch nur ein eher acardelastiger Konkurrent auf dem Markt. Ähnlich wie beim Duell zwischen FIFA und Pro Evolution Soccer will man die Rolle der Sportsimulation einnehmen

und so Tennis-Fans begeistern. Genau deswegen wurden etliche Animationen bearbeitet und teilweise neue eingefügt. In kritischen Situationen hechten die Tennisprofis nun dem Ball in bester Boris Becker-Manier hinterher. Statt stumpf immer der Nase nach zu laufen, bringen sich die Spieler mit Sidesteps in eine möglichst günstige Position. Weicht ihr zu früh von der Schlagtaste, trefft ihr den Ball nur halbherzig und könnt keinen Druck auf euren Gegenüber ausüben. Donnert die Filzkugel zu spät gegen die Saiten eures Schlägers, fliegt der Ball auch schon mal gen Himmel. Richtiges Timing ist also gefragt, wenn man zum Punktgewinn ausholt.

Tennis ein sauberer Sport? Die verschmutzte Hose lässt anderes vermuten.

Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Single- und Multiplayermodus soll Tennis-Fans möglichst lang am Schläger halten. Dass man dazu etwas mehr bieten muss, als im guten zweiten Teil der Serie, scheinen die Mannen von PAM begriffen zu haben. Individualisierung wird nun noch größer geschrieben. Durch einen riesigen Spieler-Editor, der euch durch insgesamt drei Ebenen unglaublich viele Gestaltungsfreiheit gewährt, ergeben sich vollkommen neue Möglichkeiten. Im ersten Schritt überlasst ihr dem Zufallsgenerator die Arbeit. Gefällt euch der erstellte Tennisprofi, geht ihr zum zweiten Schritt über. Könnt ihr euch mit dem Alter Ego aber nicht anfreunden, wird einfach nochmal neu generiert. Das ist nicht nur ziemlich praktisch, sondern durch die verschiedensten Gestalten auch recht unterhaltend.

Auf über 40 Plätzen kann man die Filzkugel über den Platz jagen. Hier eine recht überschaubare Halle.

In der zweiten Phase der Charaktererstellung könnt ihr einzelne Gesichtspartien verändern. Große oder kleine Augen? Kantige oder langgezogene Nase? Schmaler oder dicker Mund? Einmal mehr könnt ihr alles ganz nach eurem Geschmack kreieren. Falls euch das noch immer nicht überzeugt, dringt ihr am besten in die dritte Phase vor und spielt ein bisschen Chirurg. Denn hier sind einzelne Gesichtsteile mit dem Analog-Stick punktuell veränderbar. Jede Facette, ja fast schon jeden Knochen könnt ihr vergrößern, verkleinern oder bewegen.