Während ihr vor dem herrlich warmen Kamin die Füße hochlegen konntet, wurden wir an den nördlichen Rand Europas verschlagen. Funcom lud nach Oslo, um Age of Conan zu zeigen. Außerdem konnten wir mehrere Stunden lang ins kommende Barbaren-MMO reinspielen.
Wie uns Gaute Godager
im Gespräch bestätigte, lege man großen Wert darauf, dass die Welt wie aus einem Guss wirkt und landschaftlich einiges zu bieten hat. Die anfänglichen Dschungelabschnitte weichen später auch nordischen Wäldern, prächtigen Wiesen, verschneiten Gipfeln und exotischen Wüstenarealen. Dabei spielen auch Mounts eine große Rolle - schließlich ermöglichen sie euch nicht nur das schnellere Reisen durch die abwechslungsreichen Ländereien. Von Rücken des Reittiers aus könnt ihr sogar die Klinge wirbeln lassen. Und wem das noch nicht reicht, der schaut seinem Schoßtierchen grinsend dabei zu, wie es die Feinde mit knackigen Tritten bei Laune hält. Wobei "Schoßtierchen" beim Anblick eines ausgewachsenen Mammuts sicher einer kleinen Übertreibung gleichkommt. Ja, während der Studiotour, die wir euch übrigens auf
TrailerWelten präsentieren, stellen uns die Entwickler unter anderem dieses brachiale Trampeltier vor, das sich zwar nur behäbig lenken lässt, aber dafür stärker austeilt als die vier Fäuste für Rio.

Selbst von Rücken eines Pferdes aus könnt ihr die Klinge wirbeln lassen.

Nachdem wir den verhassten Sklaventreiber ausgemacht und ins Grab geschickt haben, erreichen wir endlich die Hauptstadt. Verschmitzt blicken ihre hohen Mauern aus dem dichten Dschungel hervor. Hier setzen die Entwickler die Geschichte des Helden fort, die im Rahmen mehrerer
Quests erzählt wird. Auffällig ist an dieser Stelle

die hohe und sehr angenehme Dialogdichte, die euch mit zahlreichen Charakteren konfrontiert. Ob Funcom in diesem Bereich mit den epischen Singleplayerkollegen gleichziehen, ähnlich packende Schicksale und erzählerisch interessante
Quests anbieten kann, muss sich erst noch herausstellen. Immerhin unterscheiden sich die Aufgaben entsprechend der gewählten Klasse. Während unsere Kollegen, die eher den kriegerischen Weg bestreiten, hauptsächlich rabiat zu Werke gehen müssen, bekommen wir eine nette Schleichquest serviert.

Auch Mounts spielen eine große Rolle. Wer mag, schnappt sich sogar ein Mammut und bahnt sich seinen Weg durch die Welt.

Wir sollen ein Dach erklimmen und ein paar dubiose Gestalten belauschen, was sich aufgrund einiger technischer Unstimmigkeiten als nicht gerade sehr leicht herausstellt. Da die benötigte Leiter nicht als interaktives Objekt gekennzeichnet ist, suchen wir mehrere Minuten lang nach einem Weg, in die höheren Gefilde zu gelangen. Überhaupt ist die uns zum Spielen zur Verfügung gestellte Version noch nicht frei von
Bugs: Hier können wir durch geschlossene Tore laufen, da bleiben wir nach einem Sprung an einer Kiste hängen und dort schweben selbst schwere Gesteinsbrocken in der Luft. Berücksichtigt man jetzt noch die Balancing-Problematik, die uns erst im darauf folgenden PvP-Match so richtig bewusst wird, haben die Entwickler noch jede Menge Arbeit vor sich.
Alle angereisten Kollegen splitten sich in zwei Teams messen sich in einem flotten
Capture-the-Flag-Match. Na gut, von "flott" kann für Spieler einer magieverbundenen Klasse nicht wirklich die Rede sein - immerhin kippen diese schon nach zwei Schlägen aus den Latschen, während sich andere locker mehrere Dutzend Mal von der Klinge kitzeln lassen können. Zwar steht hier eindeutig das Teamwork im Vordergrund, aber ein paar Anpassungen wären an dieser Stelle nicht verkehrt, da Klassen, die sich der Magie verschrieben haben, andernfalls kaum noch genutzt werden.
Ersteindruck:
Wasser ist nass, der Himmel blau, Babies sind süß und Betaversionen sehr oft mit sehr vielen
Bugs behaftet - es gibt Regeln, die einfach unumstößlich sind. Auch Age of Conan schafft es momentan noch nicht, sich daran vorbei zu zwängen. Okay, das klingt jetzt nur halb so schlimm wie es eigentlich ist, denn immerhin haben die Entwickler noch ein paar Monate Zeit, aus dem ungeschliffenen Rohdiamanten funkelnde Unterhaltung für Freizeit-Barbaren zu machen. Und unter der noch recht schroffen Oberfläche sind bereits ziemlich viel versprechende Ansätze zu erkennen. Die Welt weckt mit Vegetation, Architektur und Landschaftsgestaltung Vorfreude, das Kampfsystem ist angenehm interaktiv und der Umgangston hebt sich wohltuend von den meisten MMO-Kollegen ab. Ich hoffe inständig, dass Funcom die überlange To-do-Liste schnellstens abarbeitet und bin gespannt, wie sich das Spiel in der Open Beta präsentiert.
21.12.2007 - 11:04 Uhr Waldgeist
http://trailer.onlinewelten.com/videos,id2905,age_conan
_entwicklerbesuch.html
20.12.2007 - 19:36 Uhr Psycracker
19.12.2007 - 14:01 Uhr camaris
das Kotzen :p
19.12.2007 - 08:42 Uhr Andhor
das vielversprechenste MMO, mit den meisten Features,
der besten Grafik.
19.12.2007 - 00:16 Uhr Waldgeist
hätte es auch doppelt so lang sein dürfen, aaber ich
glaub da bin ich nicht repräsentativ.