Sebastian Thor Blutig, rau und absolut nichts für Kinder - Age of Conan unterhält das erwachsene MMO-Publikum mit derben Szenen und ansehnlich choreographierten, teils vor Blut triefenden Kämpfen. Obwohl die To-do-Liste der Entwickler momentan noch bis zum Rand gefüllt sein dürfte, machte dieser barbarische Abstecher nach Hyboria Lust auf mehr.
Während ihr vor dem herrlich warmen Kamin die Füße hochlegen konntet, wurden wir an den nördlichen Rand Europas verschlagen. Funcom lud nach Oslo, um Age of Conan zu zeigen. Außerdem konnten wir mehrere Stunden lang ins kommende Barbaren-MMO reinspielen.
Auf Wunsch könnt ihr ein dreigeteiltes Schildsystem einblenden lassen, das symbolisiert, wo der zu besiegende Halunke besonders geschützt ist. Gleichzeitig tut ihr damit Schwachstellen auf, die ihr möglichst schnell attackieren solltet. Wer flott reagiert, hat somit später einen enormen Vorteil gegenüber Spielern, die munter drauflos prügeln. Ab einem bestimmten Zeitpunkt stehen euch zudem mächtigere Kombos zur Verfügung, die ihr den Feinden mit den entsprechenden Tasten auf den Körper bratet. Dadurch unterscheidet sich das Kampfsystem hauptsächlich im Hinblick auf die angenehme Interaktivität, die ihr stets wahren solltet. Zum einen spielt sich das Ganze unheimlich flott, zum anderen zieht der Schwierigkeitsgrad ab einem bestimmten Zeitpunkt merklich an. Wer hier nicht wenigstens ansatzweise taktische Muster an den Tag legt, sollte schon mal einen nagelneuen Barbarensarg ordern. Die Entwickler sollten indes ein paar Überstunden in Sachen Balancing schieben.
Auch exotische Plätze durchquert ihr während des Abenteuers.
Okay, die üblen Kerle vom Strand lassen schließlich eine rote Kappe und den Schlüssel fallen, der die Holde aus ihrer Misere befreien soll. Nachdem wir dem lieben Bobb einen hübschen Kopfschmuck
spendiert und das Weibsbild von unseren heroischen Qualitäten überzeugt haben, nehmen wir erstmal das Inventar unter die Lupe. Das ist sehr zugänglich aufgebaut und listet alle gefundenen Items übersichtlich und nach Qualität sortiert auf. Bessere Ausrüstungsgegenstände ziehen wir einfach in den vorgesehenen Slot und rüsten unseren Bobb dadurch mit immer besserem Krempel aus, den wir nach und nach finden. Vom Gürtel bis zum Helm ist alles sofort nach dem Anlegen sichtbar.
Auch die restlichen Menüs, die ihr über eine am oberen Bildrand eingeblendete Leiste öffnet, sind selbst für Anfänger leicht zu verstehen und quasi selbsterklärend. Ein Blick ins Questlog verrät, dass wir die Stadt Tortage aufsuchen sollen und dass sich irgendwo auf dem Weg dorthin dieser miese Sklaventreiber von der Galeere verstecken soll. Obendrein klebt uns auch noch die just befreite Schickse an den Hacken, die nicht von unserer Seite weichen will, bis wir sie in die Stadt eskortiert haben. Wenn's denn sein muss - ein kurzer Blick auf die zoombare Minimap weist uns den rechten Weg, den wir ohne zu zögern fortsetzen. Dort seht ihr übrigens auch sämtliche Questmarkierungen, die euch nie vom korrekten Pfad abkommen lassen. Besser kann man Neueinsteigern die Orientierung nicht erleichtern.
Sobald ihr Level 20 erreicht und in die "große" Welt entlassen werdet, gibt es einen fließenden Tag-Nacht-Wechsel. Zuvor müsst ihr euch aufs Ohr hauen.
Bis wir das beschauliche Städtchen erreichen, machen wir mit etlichen Angreifern Bekanntschaft, die wir mit den erworbenen Kniffen ohne zu zögern über die Klinge springen lassen. Hier fallen jedoch noch kleine Inkonsequenzen auf. Beispielsweise ist die Entfernung, ab der die KI auf euch reagiert, starr festgelegt. Der alte Trick "Einzelnen Gegner anlocken, zurückziehen, niederschlagen, nächsten anlocken usw." funktioniert also noch immer. Und es ist beileibe keine Seltenheit, dass sich die Kerle von der einen auf die andere Sekunde vermehren. Während ihr euch einem einzeln im Dickicht vor sich hin lümmelnden Gegner nähert, kann es durchaus passieren, dass plötzlich zwei bis drei Kollegen aus heiterem Himmel aufpoppen und ihn im Kampf unterstützen. Das ist besonders angesichts der recht hohen Respawn-Rate ärgerlich, die uns beim Sammeln einiger Steine fast in den Wahnsinn trieb. Hier sollten die Entwickler nochmal Hand anlegen und mit etwas Feintuning für faire Verhältnisse sorgen - auch wenn regelmäßig in der Wildnis verteilte, bläulich schimmernde Respawnpunkte das Schlimmste verhindern.
Die in drei riesige Länder gegliederte Welt von Age of Conan ist übrigens in kleinere Zonen unterteilt, die durch Ladebildschirme miteinander verbunden sind. Dadurch haben die Entwickler gerade zum Anfang die Möglichkeit, euch an die Hand zu nehmen. Das Tor zur Hauptstadt von Tortage ist verschlossen, dort hinten schlängelt sich ein kleiner Weg tiefer in den Dschungel, alles klar? Hier wird deutlich, dass auch Age of Conan nicht gänzlich vor Fantasyklischees verschont bleibt. Der Weg führt in eine Sackgasse, die in der Konfrontation mit einem Bossmonster gipfelt. Das Viech bewacht - natürlich - eine Kiste, die - ihr sagt es - den gesuchten Schlüssel beinhaltet. Ja ja, Fantasy kann manchmal so vorhersehbar sein...
21.12.2007 - 11:04 Uhr Waldgeist
http://trailer.onlinewelten.com/videos,id2905,age_conan
_entwicklerbesuch.html
20.12.2007 - 19:36 Uhr Psycracker
19.12.2007 - 14:01 Uhr camaris
das Kotzen :p
19.12.2007 - 08:42 Uhr Andhor
das vielversprechenste MMO, mit den meisten Features,
der besten Grafik.
19.12.2007 - 00:16 Uhr Waldgeist
hätte es auch doppelt so lang sein dürfen, aaber ich
glaub da bin ich nicht repräsentativ.