Sebastian Thor Blutig, rau und absolut nichts für Kinder - Age of Conan unterhält das erwachsene MMO-Publikum mit derben Szenen und ansehnlich choreographierten, teils vor Blut triefenden Kämpfen. Obwohl die To-do-Liste der Entwickler momentan noch bis zum Rand gefüllt sein dürfte, machte dieser barbarische Abstecher nach Hyboria Lust auf mehr.
Während ihr vor dem herrlich warmen Kamin die Füße hochlegen konntet, wurden wir an den nördlichen Rand Europas verschlagen. Funcom lud nach Oslo, um Age of Conan zu zeigen. Außerdem konnten wir mehrere Stunden lang ins kommende Barbaren-MMO reinspielen.
Öffnet ihr Büchsenbier mit der Klinge und wollt eine barbarische Sauerei anrichten? Dann dürfte sich die Kombination aus Cimmerier und Krieger als annehmbares Gespann erweisen. Alternativ können die stämmigen Kerle eine Karriere als Priester oder Schurke einschlagen. Zaubernd veranlagte Naturen starten in Form der mystisch anmutenden Stygier eine Laufbahn als Magier. Und die antik angehauchten Aquilonier machen hauptsächlich als Dieb oder Krieger eine gute Figur. Jetzt steht die Individualisierung auf dem Programm: Wollt ihr einen dicken, dünnen, schlanken oder breiten Hünen? Rote oder grüne Haare? Pausbacken oder abstehende Ohren? Mit Hilfe diverser Schieberegler könnt ihr euren Charakter frei nach eigenem Gusto gestalten - sogar Brust füllende Tattoos oder Narben könnt ihr dem Kerl verpassen. Nach einer guten Viertelstunde entscheiden wir uns für einen breitschultrigen Ranger namens "Bobb" mit lilafarbenem Haar und starten das Tutorial.
Keine Angst, ihr kämpft nicht nur gegen winzige Gegner, die bei einem Schlag das Zeitliche segnen - auch größere Exemplare sind dabei.
Es kommt wie es kommen muss: Weder das Schiff noch die Besatzung überlebt den Sturm ohne größere Blessuren. Von Amnesie geplagt und nackt bis auf einen Lendenschurz erwachen wir an einem
sehr idyllisch anmutenden Strand im Herzen der prächtigen Dschungelinsel Tortage. Obwohl die Version des Clients nicht mit hohen Details lief und vor allem Gesichter sowie Gebäude noch recht verwaschen wirkten, konnte uns Age of Conan von der ersten Minute an landschaftlich in seinen Bann ziehen. Mit dem Mausrad wechseln wir in die Ego-Ansicht und lassen den Blick zunächst einmal ausgiebig durchs Dickicht wandern. Feine Lichtstrahlen zwängen sich durch die grünen Baumwipfel, Palmen säumen den leicht bräunlichen Pfad, der immer tiefer in den Urwald führt. Angesichts der zirpenden Grillen und Affengesänge könnte man fast auf die Idee kommen, die Hängematte auszubreiten und einen Kurzurlaub einzulegen. Warum nur fast? Na ja, immerhin erwecken die aufgespießten Totenschädel nicht unbedingt Wohlbehagen.
Ach ja, ehe wir's vergessen: Obwohl die Dame dort hinten nur mit einem traumhaften Hauch von Nichts bekleidet ist, macht sie irgendwie einen recht hilflosen Eindruck - gefesselt zwischen zwei Pfählen. Okay, Bauch einziehen und nichts wie hin, immerhin schreit die Gute geradezu nach unserem heroischen Eingriff. Bis ihr die 20. Stufe der Levelleiter erklommen habt, seid ihr auf dieser relativ "kleinen" Insel unterwegs; euch erwartet Abenteuerkost, wie sie aus einem typischen Singleplayer-RPG stammen könnte. Auf die Frage hin, warum man diesen Einstieg gewählt hat, erzählte uns Game Director Gaute Godager, dass man die Käufer zunächst mit dem spielerischen Hintergrund, dem Universum, den darin agierenden Charakteren und vorherrschenden Sitten vertraut machen möchte. In einem Gasthaus könnt ihr euch aufs Ohr hauen, wodurch zwischen Tag- und Nachtzeit umgeschaltet wird. Während ihr bei lachendem Himmel sogar mit anderen menschlichen Abenteurern interagieren könnt, wird die Welt bei Nacht für jeden Spieler instanziert und man tischt euch die für die Hintergrundgeschichte relevanten Quests auf.
Das Kampfsystem ist sehr raffiniert und lässt sich taktisch nutzen.
Ihr wisst, was das heißt: Banditen in die Pfanne hauen, Items sammeln, mit NPCs reden und jede Menge Laufarbeit. Die Dame hat auch gleich die erste Aufgabe parat: Wir sollen sie aus ihrer unbequemen Lage befreien und die grausamen Menschenschinder für diese Schweinerei bestrafen. Na gut, so schwer kann das ja schließlich nicht sein. Mit den WASD-Tasten laufen wir zurück zum Strand, wobei wir mit gedrückter linker Maustaste die Blickrichtung ändern, und erspähen urplötzlich die genannten "Scavenger".
Jetzt kommt zum ersten Mal das neuartige Kampfsystem zum Tragen: Anstatt die Typen mit schlichten Klicks zu beackern, nutzt ihr die Nummerntasten von eins bis drei, um Schläge von links, oben oder rechts auszuführen. Diese lassen sich ohne Probleme aneinander reihen, woraus schnittige und zunächst recht einfache Komboangriffe entstehen. Da auf diese Weise alle in der Nähe stehenden Feinde etwas abbekommen, fühlt sich dieses interaktive System anfangs noch ziemlich leichtgängig an. Die ersten Gegner stellen uns jedenfalls nicht vor unlösbare Aufgaben und liegen entsprechend schnell mit dem Gesicht im Sandstrand. Einige Zeit später machen wir mit wesentlich fitteren Burschen Bekanntschaft, die unser Charakterlevel noch dezent übersteigen - hier ist Taktik die Mutter der guten Vorbereitung.
21.12.2007 - 11:04 Uhr Waldgeist
http://trailer.onlinewelten.com/videos,id2905,age_conan
_entwicklerbesuch.html
20.12.2007 - 19:36 Uhr Psycracker
19.12.2007 - 14:01 Uhr camaris
das Kotzen :p
19.12.2007 - 08:42 Uhr Andhor
das vielversprechenste MMO, mit den meisten Features,
der besten Grafik.
19.12.2007 - 00:16 Uhr Waldgeist
hätte es auch doppelt so lang sein dürfen, aaber ich
glaub da bin ich nicht repräsentativ.