Mit WorldShift versucht RTL Games erstmals die echten Zocker zu bedienen. Warum der Titel ein Geheimtipp für 2008 ist, erfahrt ihr im Preview.
Zum Schutz dienen bei den Menschen kleine Abwehrgeschütztürme, die beim Probespielen leider etwas zu stark waren. Um die eigene Basis mit diversen Extras, etwa besonders effektiven Schüssen, auszustatten, bedarf es natürlich einer Menge Kohle. Selbst das Abfeuern vieler Sonderschüsse kostet Asche. Um sich den Geldspeicher möglichst voll zu packen, lohnt sich die Suche nach den so genannten Xeno-Lights, die mal hier, mal dort verstreut liegen. Um die glitzernden Kristalle zu "aktivieren", müssen natürlich die Bauherren vor Ort sein. Bei den Menschen übernimmt der Lord Commander die Aufgabe des Anführers, der mit seiner Kraft und Macht ein neues Haupthaus herbeizaubern kann. Nachdem die prachtvolle Baute aus dem Boden gestampft ist, klingeln auch schon die Kassen und weitere Einheiten können produziert werden.
Um Übersicht zu gewähren und noch mehr taktische Tiefe ins Spiel zu bringen, könnt ihr nicht einfach auf plump auf Pump produzieren, sondern solltet eure Streitkräfte bewusst auswählen. Nicht nur, dass es zwischen heilenden und schlagkräftigen Einheiten eine Menge Unterschiede gibt; jedes Kampfmitglied belegt auch unterschiedlich viele Slots. Ob ihr übrigens mit mehreren kleinen Einheiten - Rusher werden sich freuen - startet oder doch lieber mehr auf Qualität statt Quantität setzt, bestimmt ihr vor jedem Duell. Wer sich noch an Paraworld erinnern kann, wird Parallelen entdecken.

Einfach mal ein bisschen die Karte zu erkunden und durch die schicken Level zu spazieren, lohnt sich nicht nur wegen der tollen Optik, sondern auch wegen der Items, die jeder Anführer anziehen und verwenden kann. Wer jetzt mangelnde Tiefe erwartet, wird durch die Anzahl von über 500 eines Besseren belehrt. Noch dazu lassen sich später die Skills der eigenen Reihen upgraden. Klingt unfair? Ist es auch. Zumindest, wenn man gegen erfahrene Strategen antritt. Um aber auch hier eine Lösung zu finden und per Match-Making nur Spieler gegeneinander antreten zu lassen, deren Können und Voraussetzungen in etwa gleich sind, nutzen die Entwickler den Dienst von Gamespy.

Das Dschungel-Szenario entzückt durch seine einzigartige Bepflanzung.

Optisch erstrahlt Worldshift nicht nur äußerst detail- und texturenreich, sondern besticht vor allem durch sein außergewöhnliches und abwechslungsreiches Leveldesign. Ob dichter Dschungelwald, dunkle Gebirgsoberfläche oder mysteriöse Fantasielandschaft - man fühlt sich pudelwohl im effektreichen Glanz der einzelnen Karten. Zu verdanken habt ihr den netten Look übrigens der Gamebryo-Engine, die schon unter anderem in Oblivion entzückte.
Ersteindruck:
Oha, da wäre mir doch glatt ein Wunschtitel für 2008 durch die Lappen gegangen. Als Strategie-Fan wurde man dieses Jahr zwar mit Supreme Commander und Command & Conquer 3 bedient, doch so erfrischend wie die drei Stunden WorldShift in Köln war schon lang kein Titel mehr. Die Black Sea Studios nutzen eine äußerst prachtvolle Engine, um den Rassen, Klassen und Maps einen traumhaften Look zu verpassen. Dazu gesellt sich ein innovatives Gameplay, das vor allem durch schnelles, aber einfaches Micro-Management besticht. Nachdem die hitzigen PvP-Duelle schon eine Menge Spaß brachten, bin ich umso mehr auf die PvE-Instanzen und den Singleplayermodus gespannt.