Wir waren zu Gast bei Ubisoft, um mit Altair mehrere Stunden lang durch Jerusalem zu schleichen, rennen und kämpfen. Lest in der Vorschau, wie lecker dieser Assassinen-Kuchen schon jetzt schmeckt.
Es wuselt, es kreucht, es pulsiert. Arbeiter gehen ihrem Tagesgeschäft nach, Bettler scharwenzeln klagend durch die Mittagshitze, Frauen mit schweren Krügen auf dem Kopf spazieren ruhig und gelassen über den Marktplatz. Vögel schwirren zwitschernd in die Luft und lassen sich vom Wind treiben, der die prächtigen Flaggen dieses herrlich belebten Jerusalems peitscht. Die Menschen tuscheln und schwatzen, eine Wache mault uns an - gefolgt von der Aufforderung, das Weite zu suchen. Im Hintergrund ragt eine majestätische Kathedrale gen Himmel, vor der ein abgehalfterter Prediger zur Revolte aufruft.

Rempelt Altair NPCs beiseite, wird er beschimpft und im ungünstigsten Fall sogar von den Wachen angegriffen.

Inmitten dieses regen Treibens bahnt sich ein Mann seinen Weg. Sein Gang ist entschlossen und fest, das Gesicht von einer Kapuze verhüllt. Wie ein Raubtier, das seine Beute verfolgt, pirscht er sich durch verschleierte Gesichter, Säbel rasselnde Schergen und zwielichtige Gestalten. Er schubst einen Passanten unsanft beiseite, biegt in eine kleine Seitengasse und klettert wie ein Wiesel an der Fassade eines abgerissenen Hauses nach oben. Sein Name: Altair, sein Beruf: Assassine, sein Auftrag: während der Kreuzzüge soll er neun Kriegstreiber töten. Das ist die erzählerische Grundlage, der Stoff, aus

dem Assassin's Creed gestrickt ist. Und damit wirft uns Ubisoft mitten ins Geschehen, als wir in Düsseldorf zu Gast sind, um erstmals für mehrere Stunden diese angenehm freie Luft zu schnuppern.
Es sind nicht nur die Stärken in Sachen Figurenverhalten und Lebendigkeit, die uns ein erstes Staunen abringen. Das Zusammenspiel von Bewegungsfinessen und Architektur, kleinen und großen Details erwecken diese mittelalterliche Welt eindrucksvoll zum Leben. Massive Festungstürme, gewaltige Tempelanlagen, enge Gassen mit aufwändig hergerichteten Ständen, sonnenbestrahlte Palmen und vom Krieg gezeichnete Mauern prägen das Stadtbild. In Symbiose mit den Bewohnern ergibt sich daraus eine herrliche, glaubwürdige und sehr beeindruckende Kulisse. Das Schöne: All diese Plätze dienen nicht nur als bloße Staffage. Jede noch so kleine Gasse, jeden gewundenen Straßenzug könnt ihr erkunden, jedes Dach erklimmen - sofern ihr die Augen offen haltet. Es gibt kein Schema F, keine vorgegeben Pfade: "Ihr sucht euren eigenen Weg", kommentiert Creative Director Patrice Désilets die enorme Freiheit, die in Assassin's Creed auf euch wartet. Und die habt ihr während eurer Mission auch bitter nötig.

Die Kulisse ist traumhaft. Jeden Winkel der drei Städte könnt ihr erkunden, selbst die höchsten Gebäude erklimmen.

Doch was ist das? Futuristische Zeichen flackern aus dem Nichts, wabern in der Luft und verschwinden so schnell wie sie kamen. "Ehe ihr fragt: Dazu kann ich noch nichts sagen.", bemerkt Patrice schnell. Was kommt da auf Altair zu? Wofür stehen diese Zeichen? Weiß er davon? Trotz mehrmaligem Nachhaken wollte sich der kreative Kopf der Entwicklung keinen Kommentar aus den Rippen leiern lassen. Ob dieser Stil letztlich mit Welt und Story harmoniert oder aufgesetzt wirkt, lässt sich noch nicht vollends beurteilen. Sicher hingegen: Wer eine bis ins kleinste Detail ausstaffierte Mittelalter-Metropole erwartet, wird auf jeden Fall verdutzt aus der Wäsche gucken, wenn sich Altair über einen mit pochenden Runen gefüllten Ladebildschirm bewegt. Wir wollen eine Antwort, hier und jetzt. Da vor dem Release nichts aus den Entwicklern herauszukriegen ist, setzen wir unseren Weg mürrisch fort.
Als Ausgangspunkt eurer Streifzüge dient das Assassinen-Büro, das euch irgendwo im Herzen Jerusalems mit neuen Missionen versorgt. Bevor ihr die dicken Fische angeln und die Tyrannen auf leisen Sohlen ins feuchte Grab schicken könnt, steht Vorgeplänkel auf der To-do-Liste. Schmierige Handlanger müssen ausgeschaltet, brisante Informationen beschafft oder Kontaktpersonen eliminiert werden - gar nicht einfach in einer überfüllten Metropole, derer es in Assassin's Creed gleich drei gibt. Glücklicherweise steht euch eine Karte zur Verfügung, auf der ihr alle Haupt- und Nebenmissionen sowie wichtige Plätze kennzeichnen oder eigene Markierungen setzen könnt. Anfangs ist ein großer Teil noch durch einen Nebel verschleiert. Je weiter ihr in der Welt voranschreitet, je mehr wichtige Plätze ihr aufdeckt, desto mehr Details werden offenbart.
08.11.2007 - 14:53 Uhr melow
^^Altair soll neun Kriegstreiber töten und schafft es
nicht ganz,kurzgesagt,er wird sterben. In der Sage
hiess es,dass er 1000 Jahre später widerauferstehen
wird,in Form von Gedanken.
So spielt man im Jahre 2012 einen Mann,namens Desmond
Miles der nach und nach versucht,die alten
Erinnerungsstücke von Altair zu bekommen.
Hier ein kleiner Comicausschnitt.
http://s166.photobucket.com/albums/u86/sircuddlesGHII/A
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