The Agency war auf der GC07 eine echte Überraschung - eine Vielzahl neuer Ideen und Konzepte überraschten das OnlineWelten Team. Erfahrt mehr zu diesem hoffnungsvollen Titel auf den folgenden Seiten.
Sony Online Entertainment wagt sich mit The Agency auf ein vollkommen neues Gebiet innerhalb der
MMOG-Szene. Weder Elfen, noch Zwerge noch Weltraum- oder Cyber Punk Schlachten sind es, welche die Spieler in diesem
MMOG begegnen. Vielmehr geht es um schnelle Action im Sinne eines James Bonds, Triple X in Kombination mit einem Hauch von Stirb Langsam 4.0. Als Geheimagent im Auftrag von SOE rast man mit schnellen Autos durch die virtuelle Realisierung verschiedener Städte. Wir konnten bei der Präsentation Prag bewundern - mit Motorsportboten durch Grachten rasen und Freunde und Mitspieler mit hübschen Frauen beeindrucken.
The Agency ist ein MMOG, welches nach Angabe von Matt Wilson sich eher auf den Massenmarkt konzentriert. Als Schwerpunkte obliegt rasante Action, die Nutzung von Feuerwaffen, atemberaubende Explosionen und hochkomplexe Intrigen. Spieler haben zunächst die Auswahl zwischen zwei verschiedenen Spielertypen. Der Agententyp "Uniti" ist in der männlichen Variante elegant, trinkt gerne einen Martini und trägt schwarze Anzüge. Die Damen sind zumeist sexy gekleidet und sind dank der langen Beine trotz High Heels geschwind zu Fuß. Als "Paragon" ist man grobschlächtig, hat einen österreichischen

Akzent und übt eine Nebentätigkeit als Gouverneur in den USA aus. Scherz beiseite - die Paragons sind wahrlich echte Muskelpakete, benutzen gewaltige Feuerwaffen und kämen niemals auf die Idee, eine Türklinke zu benutzen, solange sie diese auch eintreten können.

Agenten-MMOG zwischen Martini, schnellen Autos und heißen Colts

Sehr interessant ist die Entwicklung, die der Charakter im Spiel nehmen soll. Die spröde Suche nach neuen Ausrüstungsgegenständen wird bei The Agency geschickt umgangen. Anstatt Helm, Feuerwaffe oder kugelsichere Weste knüpft man hier Kontakt zu anderen NPCs, die es einem ermöglichen, weitet Kontakte auf- und Netzwerke auszubauen, an neue Missionen zu gelangen und in neue Gebiete vorzudringen. Dennoch bleibt die Kleidung im Spiel ein wesentliches Spielelement. "Kleider machen Leute" und so ist es wenig verwunderlich, dass man in Jeans und weißem T-Shirt nicht einfach in eine High Society Bar spazieren kann, ebenso unpassend wird es sein, im Anzug undercover in den Gossen der Städte umherzuziehen. Besonders amüsant und von den Entwicklern mit einem Augenzwinkern präsentiert - die Schutzweste der Damenwelt ist bauchfrei und verdeckt nur recht spärlich die Konturen. Aber wer will auch schon auf eine sexy Lade schießen?
Charakterklassen, wie man sie oftmals aus anderen MMOGs kennt, wird es im Spiel nicht geben. Die Möglichkeiten und Fähigkeiten der Spieler variieren je nach gewählter Kleidung und Bewaffnung. Ein Agent im Hawaiihemd wird daher nahezu ungeschützt vor feindlichen Angriffen sein, während die Agentin in der kugelsicheren Weste einen deutlich besseren Schutz geniest.
Auch beim Crafting geht Sony einen anderen Weg. Matt Wilson nennt dabei ein sehr interessantes Beispiel: Ein Spieler möchte einen neuen Wagen fahren und beauftragt daher eine Werkstatt seines Vertrauens, sein Fahrzeug entsprechend herzurichten. Dass der Wagen eines Geheimagenten mehr zu bieten hat, als vier Reifen, ABS und eine automatische Wegfahrsperre, wissen wir ja bereits seit James Bond. So kann man sein Fahrzeug mit verschiedenen Feuerwaffen, Raketenwerfern, einem Rammbock und verschiedenen anderen Elementen bestücken lassen. Die Produktion des Fahrzeugs läuft dann auch offline weiter und kann sich durchaus über mehrere Tage oder sogar Wochen erstrecken.