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30
Hype it!
Release: PS3: 1. Quartal 2008
XBox 360: 1. Quartal 2008
Status: Released
Plattformen: PS3, XBox 360
Publisher: Sega
Entwickler: Monolith
Genre: Action-Adventure
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Noch einen drauf setzen!

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3
Hype it!
Schon der erste Teil des in Deutschland indizierten Condemned sorgte für schaurige Momente und jede Menge Spannung. Doch so richtig als Top-Titel konnte sich das Werk von Monolith nicht etablieren. Dies lag unter anderem am enormen Zeitdruck, wie Constantine Hantzopoulos bei der E3-Präsentation erklärte. Denn als Release-Titel der Xbox360 hatte man viele Features des Spiels nicht richtig fertigen können. Genau das soll sich mit dem zweiten Teil des Horror-Spektakels ändern. Es wird noch dunkler, noch schauriger, noch skurriler.

Autsch! Zum kann man die angriffslustigen Rottweiler mit ein paar Handgriffen loswerden.

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Als Ethan Thomas, einst ein angesehener Ermittler wenn es um Serienmorde ging, erwacht man rund ein Jahr nach dem Abspann des Vorgängers in einer Gosse. Es ist die neue Welt von Thomas, die dafür verantwortlich ist, dass alles noch actionreicher und düsterer wirkt als noch im ersten Teil. Der Protagonist ist inzwischen ein drogensüchtiger Trinker, hoffnungslos, dreckig und ohne jeden Lebensmut. Doch eines hat er nicht verlernt: Im richtigen Moment die Keule zu schwingen. Denn schon kurz nachdem man von Kumpel Barny durch die engen, dunklen Gassen der Stadt geführt wird, stehen die ersten Kämpfe auf dem Programm. Betrunkene Obdachlose, kaltblütige Killer und tollwutbesessene Rottweiler wollen Ethan an die Gurgel. Doch der hat im Vergleich zu Part 1 ordentlich dazugelernt. Verläuft in der Nähe des Gefechts beispielsweise ein Rohr, wird es kurzerhand abgebrochen und als Schlagwaffe genutzt. Die Möglichkeiten, dem Kontrahenten eins auf die Mütze zu geben, scheinen unendlich. Tritt man ihm mit voller Wucht auf den Fuß und zeigt mit dem ersten Schlag, wie hart ein Stahlrohr sein kann, kann es auch schon mal vorkommen, dass das vorher so aggressive Gegenüber nur noch jammert und um sein Leben winselt. Kaltherzig, wie man ist, schnappt man sich den guten Mann und schleudert ihn in einen ausrangierten Fernseher. In die Röhre schauen mal anders. Für den umweltbewussten Spieler stehen in manchen Gassen stinkende, dreckige Container bereit, die nur darauf warten, gefüllt und geschlossen zu werden. Wer seinen Feind also lieber entsorgen will,
schmeißt ihn einfach in den Container und klappt den Deckel zu  schon sind alle Sorgen beseitigt. Besonders brutal und grausam wird es aber erst, wenn die neuen Kombos den Weg ins Gerangel finden. Hier kann man sich als Knochenspezialist beweisen und mit kurzen, schnellen Handgriffen schmerzhafte Brüche verursachen. Passend dazu wird die Krönung der Brutalität mit einem netten Knack-Geräusch garniert. Dieses ertönt auch, wenn man einem angriffslustigen Rottweiler den Kiefer bricht. Verbeißt sich die vierbeinige Bestie in den Arm, kann man mit einer kleinen Klickorgie befreien und sich den Köter so vom Hals schaffen.

Während man sich im ersten Teil noch an den mehr oder weniger aufgezwungenen Rätseln störte, soll nun mehr Freiheit ins Spiel kommen. Man folgt zwar immer noch einem gewissen Story-Faden, doch hat man bei den Morden nun mehr Möglichkeiten, die Tat aufzulösen. Es reichen bereits 20% aus, um der Hauptstory zu folgen und weiterzuspielen. Pfiffige Hobby-Ermittler gehen jedoch tiefer in die Materie und berichten dem Polizei-Departement noch, ob die Leiche von vorn oder hinten getötet wurde und ob der Fundort auch gleichzeitig der Tatort ist. Als Belohnung für die Extraarbeit bekommt man nicht nur eine höhere Punktzahl am Ende der Mission, sondern sieht auch den Tathergang rückwirkend in einem kleinen Video  CSI lässt grüßen. Ebenfalls kein Muss, aber ein nettes Extra sind die vielen Fernseher im Spiel. Diese dienen nicht immer als Folterwerkzeug im Kampf, sondern können auch mehr Informationen zur Story preisgeben. Wie in einem kleinen Minispiel muss man hierzu die flimmernden Bildschirme richtig einstellen, indem man mit den Sticks die Antenne ausrichtet und statt Schwarz-Weiß-Geflimmer nützliche Informationen erhält.

An vielen Ecken lauern schaurige Kreaturen - hier braten wir dem Biest gleich eins mit dem Rohr über.

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Entgegen des ersten Auftritts von Ethan Thomas sollen diesmal auch die Multiplayer-Freunde befriedigt werden. In der Kampfarena kann man die gewünschten Waffen und Gegnertypen bei Kumpel Barney bestimmen und sich ins Getümmel stürzen. Entwickler Monolith will hier den Spaß am Prügeln vermitteln. Mal kommt ein Kontrahent, mal kommen mehrere. Mal versucht man sich mit bloßen Händen zu wehren, mal greift man lieber zur Rohrstange. Das Ziel? So lange überleben wie es nur geht. So stumpfsinnig dieser Modus auch klingen mag, er bereitet allem Anschein nach eine Menge Spaß. Bis zu zwei Stunden rackerten sich die Macher des Spiels ab, so Hantzopoulos.

Ersteindruck:

Condemned: Criminal Origins war gut. Condemned 2: Bloodshot wird richtig gut! Es ist schon erstaunlich, wie sehr sich die Umsetzungen unterscheiden, wenn die Mannen aus dem Hause Monolith nur genügend Zeit kriegen. Die Atmosphäre, die Gewalt, die Spannung, die actiongeladenen Kämpfe. Im zweiten Teil geht es drunter und drüber. Hier beißt sich ein Hund in einem Arm fest, dort schleudert man einen Widersacher in die Bildschirmröhre eines alten Fernsehgerätes. Ein anderes Mal bricht man sich ein Stück Rohr ab und schlägt gedankenlos auf das Gegenüber ein. Brachial, primitiv und Furcht einflößend. Wenn man die guten Ansätze bis zum Release im Frühling 2008 noch in eine schicke Story verpackt und die grandiose Atmosphäre bis zum Abspann durchzieht, kann nichts schief gehen und es steht ein weiterer Top-Titel für Xbox360 und PS3 ins Haus.
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