Dieses Jahr soll Granado Espada nun auch den Westen erobern. Ist das Spiel lediglich ein weiterer Asia-Grinder oder bietet es auch Inhalte, welche die westlichen Spieler begeistern können? Wir haben uns in der englischen Betaversion umgeschaut.
Publisher K2 Network verkündete im Januar 2007, dass Granado Espada im Sommer dieses Jahres Nordamerika und Europa unter dem Namen "Sword of the New World" erobern soll. Momentan findet ein Pre-Open Betatest einer englischen Version statt.
Granado Espada findet in einer Fantasywelt statt, die das 17. Jahrhundert widerspiegeln soll, als europäische Kolonisten die Neue Welt eroberten. Der Unterschied zu anderen MMOGs macht sich gleich zu Beginn bemerkbar. Zuerst muss eine Familie (nennt sich Barracks System) angelegt werden, bevor es an die Charaktererstellung geht. Es stehen fünf verschiedene Charakterklassen zur Auswahl: Fighter (Nahkämpfer), Wizard (Supporter), Musketeer (Fernkämpfer), Scout (Supporter) und Elementalist (Fernkämpfer). In der japanischen Version gibt es noch einen Warlock. Ob dieser eventuell auch einmal in der West-Version, Sword of the New World, kommen wird, ist bis dato nicht bekannt.
Das Aussehen und die barocken Kostüme der Charaktere unterscheiden sich je nach Klasse und Geschlecht, aber weitere Optionen gibt es in dieser Version leider noch keine (diese sollen mit der Open Beta-Clientversion kommen). Es ist am Anfang möglich, innerhalb dieser Familie vier Charaktere anzulegen, wovon drei für ein Team ausgewählt und gleichzeitig gespielt werden können. Durch
Quests können später im Spiel sogar NPCs (z.B. ein Rebouldeux Soldat) rekrutiert werden, die der Familie beitreten und die ebenfalls als Spielercharakter spielbar sind. Ebenfalls wird es möglich sein, die
NPC-Rekruten zu kaufen und sogar an andere Spieler zu verkaufen. Mit genügend Family-Points ist es im Verlauf des Spiels möglich, weitere vier Slots zu öffnen. Die Family-Points können durch einige
Quests oder gewonnene Duelle erworben werden.

Die Charaktererstellung: Hier ein weiblicher Wizard.

Das Spiel beginnt mit einem Tutorial auf einem Einwandererschiff. Dort werden die wichtigsten Spielinhalte wie der Kampf, die Teamzusammenstellung oder der Handel mit NPCs beigebracht. Das Tutorial sollte gespielt werden, denn dadurch können statt zwei dann drei Charaktere gleichzeitig im Familien-Team gespielt werden.
Nach dem Tutorial landen die Kolonisten in der Stadt Rebouldeux. In der Stadt erhält man erste Instruktionen, an welche NPCs man sich wenden sollte, um Aufgaben zu erhalten. Eine Welten- bzw. Stadtkarte gibt Aufschluss, wo man welchen
Quest-NPC, Händler, Wachen und mehr antreffen kann. Rebouldeux ist relativ realistisch dargestellt und wirkt sehr lebhaft. Wenn man genauer hinschaut, kann man hier und da auch viele kleine Details entdecken wie z.B. Markisen vor einigen Häusern, verschnörkelte Straßenlaternen, Waren mit Preisschildern an den Verkaufsständen, schön verzierte Türknaufe und mehr. Generell ist die Grafik von Granado Espada realistisch gehalten und

insgesamt gut gelungen. Alles fügt sich angenehm in die barocke Atmosphäre. Lediglich die großen und etwas Comic ähnlich gehaltenen Icons im User-Interface stechen hier etwas zu sehr heraus.
In der Stadt stehen viele unterschiedliche NPCs, die alle ein Zeichen über dem Kopf tragen und auch ansprechbar sind. Die meisten vergeben
Quests oder handeln mit Waren. Andere erzählen eine kurze Geschichte. Die West-Version ist übrigens mit mehr
Quests gespickt als die asiatische Version. Für einige Aufgaben muss die Familie allerdings einen bestimmten Level vorweisen, um diese zu erhalten. Ist der Level für die
Quest noch zu niedrig, dann trägt der entsprechende
NPC ein rotes Ausrufezeichen über dem Kopf. Bei vielen Aufgaben kann man mehr zur Hintergrundgeschichte erfahren und sie fügen sich glaubwürdig in das Spiel ein.
Bei den
Quests handelt es sich meistens um die typischen Zustell-, Kill- oder Sammelquests. Einige NPCs entsenden die Familien auch auf spezielle Missionen und teleportieren die Gruppe auch gleich in eine Instanz. Dort muss man dann z.B. eine hilflose Person oder Soldaten beschützen, einen bestimmten Punkt einnehmen oder die Stellung halten. Es gibt also neben dem Monstermetzeln auf jeden Fall immer etwas zu tun, wofür es auch eine Belohnung gibt.
Die
Quests geben als Belohnung XP-Karten, ein Stance-/Skillbuch, Zugang zu einem
NPC (wie oben erwähnt), Family-Points oder auch Geld. Die XP-Karten können für die Spielcharaktere nach eigener Wahl eingesetzt werden. Um diese anzuwenden, klickt man den Charakter, der die Erfahrungspunkte erhalten soll einfach an und macht einen Doppelklick auf die XP-Karte im Inventar - schon hat der entsprechende Charakter die Erfahrungspunkte gut geschrieben. Angesicht der Tatsache, dass die Stance-/Skillbücher zumindest für Spielanfänger bei den NPCs sehr teuer sind, sind diese natürlich ebenfalls eine tolle Belohnung.
Die Charakterentwicklung baut auf ein Levelsystem auf. Durch die XP-Karten und das Töten von Monstern erhalten die Charaktere Erfahrungspunkte. Der maximale Level in Granado Espada ist 100. Die Charaktere verfügen darüber hinaus über Stances (Haltungen) und die dazugehörigen Skills, die jederzeit einfach im Spiel gewechselt werden können. Jede Klasse kann je nach Level bestimmte Waffen und Ausrüstungsgegenstände nutzen. Um einige Gegenstände oder Waffen nutzen zu können, benötigt der Charakter die entsprechenden Fähigkeit bzw. Haltung (Stance). Jede Stance bringt eine gewisse Anzahl an unterschiedlichen Skills mit sich - offensive und defensive. Je höher die Stance ist, desto mehr Skills werden frei geschaltet. Die einzelnen Skills können mit Skill-Punkten, bis zum Skill-Level-Cap von 25, erhöht werden. Zu Beginn hat man bereits einige Basishaltungen und Skills zur Verfügung. Das Stances-Skill-System macht die Charakterentwicklung sehr abwechslungsreich und tiefgründig. Die Klassen sind durch diese Spezialisierungsmöglichkeiten sehr vielseitig. So kann der Scout von einem Meuchelmörder/Dieb zum Beispiel durch eine Heiler-Haltung und den dazugehörigen Skills zu einem Heiler mutieren oder der Nahkämpfer kann als defensiver oder offensiver Tank agieren. Per Mausklick können die verschiedenen Stances während dem Spielen nach Belieben sofort gewechselt werden.

Das Stances-Skill-System ist sehr vielseitig. Die Fähigkeiten der Charaktere können nach Belieben spezialisiert werden.

Granado Espada wirkt im ersten Moment wie ein typisches asiatisches Point- & Click-
MMOG. Das User-Interface ist selbsterklärend und lässt keine Fragen offen. Dank des MCC-Systems (Multiple Character Control) können bis zu drei eigene Charaktere gleichzeitig gespielt werden und jederzeit auf einen beliebigen direkt zugegriffen werden - egal ob zum Ausrüstungsmenü oder zu den Skills. Unten links auf dem Bildschirm befinden sich die drei Spielercharakter. Darunter sind die Schnellzugriff-Menüs für die Skills. Ebenfalls gibt es ein spezielles Menü, über das man Befehle (z.B. Attack, Assault, Patrol, Defend, Harvest) an das ganze Team geben kann. So muss nicht jedem Charakter einzelne Befehle gegeben werden. Ein beliebiger Charakter bleibt der Anführer der Truppe und die anderen beiden folgen diesem. Die beiden Begleiter führen ihre Specials selbständig aus und agieren nach dem vom Spieler gewählten Modus, lediglich dem Leader müssen direkte Befehle gegeben werden. Welche Charaktere man mit in die Spielsession mitnehmen möchte, kann man im Barracks System bestimmen. Natürlich ist es auch möglich, statt drei Charaktere nur einen mit ins Spiel zu nehmen. Allerdings erhält dann nur dieser in der Spielzeit Erfahrungspunkte.
03.06.2007 - 12:16 Uhr Shia
Versionen geht es shcon über 100, die so genannten
"Veteranen"
Also freut euch schonmal auf neue Gebiete, Stances, und
mega geile Waffen *_* (Der lvl100 Zweihänder is einfach
nur wow~)
03.06.2007 - 12:12 Uhr Shia
POBT(auf English) und bin einfach nur entzückt von dem
Spiel.
Wie erwähnt, gibt es einen Warlock in den asiatischen
Versionen, das ist allerdings nur ein anderer Begriff
für Elementalist. Soll heißen: Ele ist Warlock, nur in
grün.
Außerdem hat man dort schon zu Anfang 9 Char Slots in
der Barracke :P und Squads gibts on mass O_o
Ich glaube, ich werde auch dort bleiben, mal schauen,
was Deishi dazu sagt~
29.03.2007 - 13:48 Uhr Henning
20.03.2007 - 16:49 Uhr lucas
ich bin sehr überzeugt, da das gameplay wirklich
innovativ und herrausragend ist! das system mit den 3
charaktären funktioniert einwandfrei.
zudem ist die grafik wirklich ein augenschmaus, sofern
man sich mit dem 17.jahrhundert stil anfreunden kann.
leider geht das (mmo)rpg ein wenig unter, da wenig
parties zusammen kommen und man sich blitzschnell von a
nach b porten kann
ich freu mich auf die vollversion, sofern ein
monatliches payment eingeführt wird, nicht ein stumpfen
itemkaufen über die offizielle homepage