Wer kennt nicht das Gefühl aus Rainbow Six: Ravenshield auf leisen Sohlen nähert man sich, mit der Waffe im Anschlag und den Teamkollegen, eurem Zielgebäude; ein gezielter Kopfschuss aus der gedämpften Wumme und der Gegner sackt langsam in die Knie. Das war nur eine Szene aus Rainbow Six: Ravenshield die dem Taktik Shooter aus dem Hause Ubi Soft einen überaus guten Spielspaß verlieh und zu einem preisgekrönten Game machten. Nun spendiert uns der Publisher ein neues Add-On: Rainbow Six: Athena Sword.
Kaum sind alle Bösewichter hinter Gittern und alle Massen- vernichtungswaffen gesichert, stehen schon die nächsten Verbrecher auf dem Plan, die es zu überwältigen gilt. In den acht neuen Singleplayermission tritt der Spieler gegen die verbleibenden Mitglieder des Gospic’ Terrornetzwerks an. Hauptziel ist wieder die Sicherstellung von chemischen Waffen. Diesmal ist aber „nur“ Europa das Ziel der Terroristen. Schauplätze sind Milan, Palermo, Monaco, Kroatien und im namensgebenden Athen.
Mal kämpft man auf einem Marktplatz und müsst hinter Obstkisten in Deckung gehen, mal kämpft man in den engen Gassen von Dubrovnik. Die Maps sind allesamt sehr detailliert und realistisch gestaltet.
Alt bewehrtes gibt es auch noch. Vom
Gameplay her unterscheidet sich das
Add-On kaum zum Vorgänger. Geiseln befreien und Bomben entschärfen ist immer noch die Hauptaufgabe; klingt langweilig? Ist es aber nicht!
Wechselnde Schauplätze wie zum Beispiel Universitäten, Schlösser oder riesige Schiffe halten die Spannung oben. Der Missionsablauf ist aber immer noch der alte: zuerst muss man, wie schon im Hauptprogramm und dessen Vorgängern, damit beginnen drei Teams, aus vielen Spezialisten wie zum Beispiel Scharfschützen, zusammen zu stellen. Diese rüstet der Spieler dann mit verschiedenen Waffen, Spezialgegenständen, wie dem Herzschlagsensor oder einem Nachsichtgerät aus; auch die Stärke der Panzerung kann man festlegen. Nun müsst ihr die Wegpunkte der Teams festlegen. Dazu könnt ihr vorgefertigte laden oder ihr setzt

komplett neue Wegpunkte. Dies ist jedoch leider nicht vereinfacht worden; das bedeutet das ihr dazu immer noch sehr viel Zeit opfern müsst bevor ihr auf geheime Mission begebt.
In Sachen Grafik wird euch nichts Neues erwarten die Engine wurde kaum verbessert, welches aber wenig ausmacht da die Maps wie oben schon beschrieben ein Festmahl für die Augen sind. Die Entwickler setzten auch bei dem
Add-On auf die alt bewehrte Unreal Engine aus der, wie auch im Hauptprogramm, alles herrausgeholt wurde. Verbessert wurde lediglich das Design der Missionen, auch
die Texturen weisen nun viel mehr vielfalt auf.
Das vorher schon überwältigende Waffenarsenal von Rainbow Six: Ravenshield wurde noch mal auf insgesamt 64 Waffen aufgestockt. Neu sind zum Beispiel das G3KA4, welches nur eine Variante des G3A3 ist das im Vorgänger schon zum Einsatz kam. Gänzlich neu hingegen ist die Groza, ein russisches Maschinengewehr, das durch sein schlichtes Design ins Auge sticht; des weiteren gibt es ein neues Scharfschützengewehr, dass SL8-2, eine Pumpgun mit der Bezeichnung „M4 Super 90“ und eine Pistole, die 93R. Allesamt haben einen bombastischen Sound.
Neu sind auch die Spielmodi für Multi- und Singleplayer die da heißen Adversarial Terrorist Hunt, Adversarial Scattered Hunt, Capture the Enemy, Kamikaze und Countdown; bei letzterem müsst ihr eine Singleplayermission in einem vorgegebenen Zeitrahmen lösen.
Auch der Multiplayer wurde mehr oder weniger kräftig verbessert. Austoben dürft man sich auf insgesamt acht neuen Maps, als kleinen „Bonus“ gibt es noch drei klassische Missionen (Single- und Multiplayer) aus Rainbow Six, Rogue Spear „ Opsupgedated. Alle Maps kann man mit den oben schon genannten Spielmodis spielen. Ein besonderst innovativer Modus ist jedoch der „Capture the Enemy“: wenn ihr einen Gegner anschießt stirbt der Gegner nicht sondern bleibt auf der Stelle stehen. Er kann sich erst wieder bewegen wenn einer der Mitspieler ihn berührt. Gewonnen hat das Team,welches den Gegner zuerst komplett gestoppt hat.
„Kamikaze“ ist ein weiterer Modus. Dort gibt es ein Team, das die Bombe trägt und eins das diese auslösen muss. Wenn die Bombe hochgeht hat das erste Team verloren wenn dieser Fall nicht eintritt das zweite Team.
Ersteindruck:
Alles in allem ist Athena Sword ein ordentliches und vor allem würdiges
Addon für den dritten Teil der Rainbow Six Reihe. Es gibt auch nicht viel zu bemängeln, jedoch ist es schade, dass die Kampagne mit nur acht Missionen etwas kurz geraten ist und nur für kurzen Singleplayer-Spielspaß sorgt. Auch die sieben neuen Waffen sind für mich ganz bestimmt kein Kaufgrund. Anders sieht es im Multiplayer aus: Die vielen innovativen neuen Spielmodis für die unter anderem sehr schön gestalteten Maps sprechen, versprechen auf alle Fälle viel Spaß am heimischen PC. Alles in allem liefert UBI SOFT ein gutes
Add-On ab, welches - für jeden der Rainbow Six: Ravenshield mochte - eine optimale Freizeitbeschäftigung sein wird.