Autor: Dennis "Leschni" Leschnikowski | 12.06.2008 | 11:03 Uhr
Wer die Xbox 360 bereits seit dem offiziellen Verkaufsstart Ende 2005 sein Eigen nennt, dürfte definitiv schon einmal oder vielleicht auch mehrfach Bekanntschaft mit dem so genannten "Ring of Death" gemacht haben, der die Konsolen seinerzeit in hohen Massen dahinraffte. In der Zwischenzeit hat man dieses Problem zwar weitestgehend behoben, zu den Gründen für die hohe Ausfallrate wollte man sich bisher allerdings nach wie vor nicht äußern.
Geht es nach Bryan Lewis, seines Zeichens Analyst des Marktforschungsinstituts für Technologie Gartner, dann handelt es sich bei der hohen Ausfallrate um ein hausgemachtes Problem, das in erster Linie auf den Wunsch nach Kostenreduzierung zurückzuführen sei. Denn anstatt den Grafikchip der Konsolen bei entsprechenden Herstellern wie ATI oder nVidia fertigen zu lassen, entschied man sich aus Kostengründen dazu, das Unterfangen selbst in die Hand zu nehmen. Das Ergebnis kennen die Spieler. Die Chipsätze heizten die Konsole zu sehr auf, was bei vielen Besitzern der Konsole zu den drei roten Leuchten und somit zum Tod der Konsole führte.
Zieht man nun noch die Tatsache hinzu, dass man im vergangenen Jahr dazu gezwungen war, rund eine Milliarde US-Dollar für Xbox 360-Reparaturen abzuschreiben, dann haben die geplagten Besitzer einer Xbox 360 wohl zumindest Gewissheit, dass sich dieses Debakel nicht wiederholen wird.
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