Schon seit Monaten wird in der "Diskussion um Killerspiele" heiß diskutiert, ob Videospiele mit Gewaltanteil generell verboten werden sollten oder ungefährliche für Kinder und Jugendliche sind. In diesen Tagen erscheint ein Buch mit dem Titel "Schluss mit dem Gewalt-Tabu!", welches von Thomas Hartmann, einem evangelischen Pfarrer und Vater von vier Kindern geschrieben wurde.
In dem im Eichborn Verlag erschienen Werk (ISBN 3821856637, 272 Seiten) stellt sich Hartmann gegen ein generelles Verbot von Gewaltspielen und dem Umgang mit Gewalt bei Kindern und Jugendlichen durch das Ausblenden der Verantwortlichkeit und das Abschieben auf andere Probleme. Dabei unterscheidet er zwischen spielerischer und aggressiver sowie zerstörerischer Gewalt. Als ein Ventil des Abbaus von Aggressionen sieht er Spiele, aber auch Videospiele, durch die Gewalt kanalisiert und kontrolliert werden kann.
Weiterhin fordert Hartmann eine klare Auseinandersetzung mit den Problemen durch die Eltern, die ihre Kinder und Jugendliche nicht alleine lassen dürfen. Vor allem müssten auch die Einstufungen der
USK und
FSK beachtet werden.
So sollten Heranwachsende auch nicht vor dem Bildschirm allein gelassen werden, sondern vielmehr ein Ausgleich zwischen Bildschirmzeit und Bewegung gefunden werden.
Junge Leute, die in ihrer Freizeit weitgehend nur vorm Fernseher oder Computer sitzen - auch wenn sie nur 'gewaltlose' Varianten wie Sims 2 oder Spongebob spielen -, schaden sich selbst durch Bewegungslosigkeit körperlich wie geistig", führt Hartmann aus.