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Bluttat von Tessin: Urteil im Prozess gefallen

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Autor: Torsten Kägler | 12.07.2007 | 20:41 Uhr
Ganz Deutschland blickte in das beschauliche mecklenburgische Tessin, als Mitte Januar zwei Schüler (17 Jahre) eine schreckliche Bluttat anrichteten. Am 13. Januar hatten die nun Verurteilten ein Ehepaar "mit einer Vielzahl von Messerstichen in Rumpf und Kopf", so die Staatsanwaltschaft, regelrecht niedergemetzelt.

Bereits früh kam auch die Diskussion um Killerspiele auf, denn die Schüler sollen vor der Tat den Animationsfilm zur Videospielreihe Final Fantasy gesehen haben. Während die Verteidigung stets anführte, dass Videospiele und burtale Spielfilme durchaus einen starken Einfluss gehabt hätten und im Urteil berücksichtigt werden müssten, wies die Anklage diese Annahme zurück.

Die Staatsanwaltschaft stellte im Verlauf des Prozesses mehrfach deutlich heraus, dass der Medienkonsum keinen Einfluss auf die Tat gehabt habe. Die Täter könnten durchaus zwischen Realität und Fiktion unterschieden, was auch durch ein psychatisches Gutachten bekräftigt wurde. Damit seien beide 17-jährigen im vollen Umfang schuldfähig.

Der Vater von Felix, einem der Täter sagte gegenüber den Medien hingegen, dass sich sein Sohn in den vergangenen Jahren zusehens in die virtuellen Welten geflüchtet hätte. So seien die Charaktere in Gewaltspielen und -filmen gar zu einer Art Vorbildfunktion geworden. Unterstützt wird dies durch Tagebuchaufzeichnungen, die Tötungsfantasien beinhalten sollen.

Das Landgericht Schwerin fällte nun das Urteil. Beide Täter werden zu jeweils neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Damit wurden sie für zweifachen Mord, Raub mit Todesfolge und Geiselnahme für schuldig gesprochen. Am Ende stellt sich allerdings auch weiterhin die Frage, wie es zu dieser Tat kommen konnte. Die Umstände sind nicht endgültig geklärt und werden es wohl auch nie werden.
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Kommentare

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Seiten: 1 2 >>
  • 14.07.2007 - 17:42 Uhr Wasabi

    "Der Vater von Felix, einem der Täter sagte gegenüber
    den Medien hingegen, dass sich sein Sohn in den
    vergangenen Jahren zusehens in die virtuellen Welten
    geflüchtet hätte."

    Und als fuersorglicher Vater, macht mir das natuerlich
    gar keine Sorgen, dass der Sohn sich zunehmend
    abkapselt... Lass uns doch lieber die Symptome
    bekaempfen als ueber die Ursachen nachzudenken!

  • 13.07.2007 - 12:34 Uhr Marshall

    Die hätten lieber ein bessere Verteidigung nehmen, ist
    ja echt mehr als armselig, die Täter mit Final Fantasy
    zu verteidigen...

  • 13.07.2007 - 12:18 Uhr ghi

    in keinem land gibt es solche kranken einschränkungen
    langsam, reichts das sind nur spiele gewalt gabs schon
    immer. nur hat sie abgenommen, siehe mittel alter. wenn
    mütter ihre babys und kinder töten ist schlimm, das
    passiert fast nur bei uns, da sollte mal nach ursachen
    geforscht werden. macht jagt auf die politiker bis zum
    ende

  • 13.07.2007 - 12:13 Uhr Lucky79

    Tja... hätten die Verteidiger mal lieber was brutaleres
    als Final Fantasy ausgesucht...

    Ist schon arm dass jetzt die Spiele herhalten müssen
    für Dinge die die Eltern und die Politik verbockt
    haben. Ich hab schon mit 12 Jahren Wolfenstein 3D
    (1992) gespielt, was nun schon 15 Jahre her ist, und
    hab seitdem wohl so ziemlich jeden (guten) Egoshooter
    zumindest angespielt, und käme nie auf die Idee nem
    andern Menschen Schmerzen zuzufügen oder gar jemanden
    umzubringen. Ich kann sehr wohl zwischen der Realität
    und Computerspielen unterscheiden...

    Ich finde dass die Strafe von 9 Jahren noch viel zu
    mild ist, immerhin haben die auf brutalste Weise das
    Leben von 2 Menschen beendet. In andern Ländern kriegt
    man wenn man viel Glück hat die Todesstrafe für solche
    Verbrechen.

  • 13.07.2007 - 09:54 Uhr Killerspieler

    www.killerspieler.info

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