12.12.2009
ArchLord MMORPG für angehende Diktatoren
Nachdem das vom koreanischen Studio NHN Games Corporation entwickelte Archlord von Codemasters zunächst mit einem monatlichen Abonnement in Europa released wurde stieg man bereits vor einiger Zeit auf eine Finanzierung per Item-Mall um. Dementsprechend ist das Spiel ohne Einschränkungen kostenlos spielbar.
Im Mittelpunkt steht hier ein innovativer Ansatz: Jeweils ein Spieler kann sich die Position des namensgebenden Archlords, des Herrschers über den gesamten Sever und die komplette Spielwelt, den Kontinent Chantra, erspielen. Als solcher wird er mit einer riesigen Machtfülle ausgestattet sein, daher ist es nachvollziehbar dass dieses ultimative Ziel alles andere als einfach zu erreichen ist. Ohne eine grosse Gruppe oder Gilde äusserst spielstarker Mitstreiter ist daran gar nicht zu denken. Belohnt wird der Archlord mit einer NPC-Leibgarde, einem Drachen als Reittier und vielen interessanten Optionen wie der Kontrolle über Steuern, Monster und sogar das Wetter. Doch fangen wir am besten am Anfang an...
Zu Beginn darf man sich, wie sollte es auch anders sein, erst einmal der Charaktererstellung widmen, für die mit Menschen, Orks und Mondelfen drei verschiedene Fraktionen bzw. Rassen zur Auswahl stehen. Weiter gilt es die Klasse zu wählen, Menschen wie Orks verfügen über jeweils drei, Mondelfen sind lediglich zwei verschiedene vergönnt. Bedauerlicherweise bleibt die Wahl eines Geschlechts verwehrt, dieses ist nämlich klassengebunden. Überhaupt wird enttäuscht, wer auf ein individuelles Erscheinungsbild wert legt: Weder die Charaktererstellung (es bleibt bei einer Handvoll Gesichter und Frisuren, nicht einmal die Haarfarbe ist wählbar) noch der weitere Spielverlauf (die Auswahl an Kleidungs- bzw. Rüstungssets ist ziemlich dürftig) bieten grossartig Möglichkeiten zur Individualisierung. Nur wenig Linderung kann da der Stylisten-NPC verschaffen, mit dessen Hilfe dann Gesicht und Haare doch noch etwas weiter ausdifferenziert werden können.
Ohne Einleitung beginnt das Spiel recht abrupt... doch erfahrene Abenteurer stellt das vor keinerlei Schwierigkeiten, schließlich fallen sofort die Symbole über den Köpfen questgebender NPCs ins Auge - weitaus mehr Kopfzerbrechen bereitet die Steuerung. WASD wie Point&Click sind zwar ein alter Hut und dürften wirklich jedem selbst im Schlaf leicht von der Hand gehen, doch hier können die ungenaue WASD-Steuerung und eine schlechte Kollisionsabfrage desöfteren ein Ärgernis darstellen.
Zu den bereits erwähnten Quests sei gesagt, dass es von denen zumindest im frühen Spielstadium richtig viele gibt - hinsichtlich der Questfülle braucht sich Archlord also selbst vor Genregrössen nicht zu verstecken. Betrachtet man den Abwechslungsreichtum der Quests herrscht jedoch wieder Mittelmaß: Eine Anzahl bestimmter Monster zur Strecke bringen, von A nach B laufen, ein bestimmtes Item als Loot erbeuten, die übliche Palette altbekannter Aufgaben erwartet aufstrebende Archlord-Aspiranten. Aber auch damit reiht man sich ja im Grunde nur unter seine namhafte MMORPG-Konkurrenz ein.
Wesentlich spannender scheint der PvP-Aspekt des Spiels zu sein. Mit Erreichen des 30. Levels wird man durch seine Mitspieler angreifbar. Vermutlich zum Schutz von Neulingen vor der Willkür stärkerer Spieler wird dabei mit einem Punktesystem gearbeitet: Greift man einen schwächeren Spieler an und tötet ihn erhält man eine bestimmte Anzahl von "Schurkenpunkten", häufen diese sich an gilt man für einige Zeit als Schurke und muss eine Reihe von Nachteilen in Kauf nehmen, wird von NPC-Stadtwachen angegriffen oder verliert die Fähigkeit andere Spieler anzugreifen. Das Ausleben seines PvP-Triebs ohne die Gefahr eines künftigen Schurkendaseins ist in speziellen Arenen möglich in denen selbst komplette Gilden gegeneinander in die Schlacht ziehen können.
Kleinere Features wie ein auf mehreren Handwerksfähigkeiten basierendes Craftingsystem, die Möglichkeit vom Rücken eines Mounts zu kämpfen oder Items über ein Auktionshaus zu handeln runden das Spielerlebnis ab.
Die optische Präsentation, sprich Charakterdesign, Animationen und Effekte sind durchweg ansprechend gelungen, die akustische ist einfach phantastisch. Der Soundtrack wurde vom eigens zu diesem Zweck engagierten London Symphony Orchestra eingespielt und sorgt für eine beeindruckende musikalische Untermalung, während Effekte wie zum Beispiel Kampfgeräusche bis auf wenige Ausnahmen ebenfalls nicht zu bemängeln sind.
User-Bewertung
3,14 von 5
lohnt sich
Zu Beginn darf man sich, wie sollte es auch anders sein, erst einmal der Charaktererstellung widmen, für die mit Menschen, Orks und Mondelfen drei verschiedene Fraktionen bzw. Rassen zur Auswahl stehen. Weiter gilt es die Klasse zu wählen, Menschen wie Orks verfügen über jeweils drei, Mondelfen sind lediglich zwei verschiedene vergönnt. Bedauerlicherweise bleibt die Wahl eines Geschlechts verwehrt, dieses ist nämlich klassengebunden. Überhaupt wird enttäuscht, wer auf ein individuelles Erscheinungsbild wert legt: Weder die Charaktererstellung (es bleibt bei einer Handvoll Gesichter und Frisuren, nicht einmal die Haarfarbe ist wählbar) noch der weitere Spielverlauf (die Auswahl an Kleidungs- bzw. Rüstungssets ist ziemlich dürftig) bieten grossartig Möglichkeiten zur Individualisierung. Nur wenig Linderung kann da der Stylisten-NPC verschaffen, mit dessen Hilfe dann Gesicht und Haare doch noch etwas weiter ausdifferenziert werden können.
Ohne Einleitung beginnt das Spiel recht abrupt... doch erfahrene Abenteurer stellt das vor keinerlei Schwierigkeiten, schließlich fallen sofort die Symbole über den Köpfen questgebender NPCs ins Auge - weitaus mehr Kopfzerbrechen bereitet die Steuerung. WASD wie Point&Click sind zwar ein alter Hut und dürften wirklich jedem selbst im Schlaf leicht von der Hand gehen, doch hier können die ungenaue WASD-Steuerung und eine schlechte Kollisionsabfrage desöfteren ein Ärgernis darstellen.
Zu den bereits erwähnten Quests sei gesagt, dass es von denen zumindest im frühen Spielstadium richtig viele gibt - hinsichtlich der Questfülle braucht sich Archlord also selbst vor Genregrössen nicht zu verstecken. Betrachtet man den Abwechslungsreichtum der Quests herrscht jedoch wieder Mittelmaß: Eine Anzahl bestimmter Monster zur Strecke bringen, von A nach B laufen, ein bestimmtes Item als Loot erbeuten, die übliche Palette altbekannter Aufgaben erwartet aufstrebende Archlord-Aspiranten. Aber auch damit reiht man sich ja im Grunde nur unter seine namhafte MMORPG-Konkurrenz ein.
Wesentlich spannender scheint der PvP-Aspekt des Spiels zu sein. Mit Erreichen des 30. Levels wird man durch seine Mitspieler angreifbar. Vermutlich zum Schutz von Neulingen vor der Willkür stärkerer Spieler wird dabei mit einem Punktesystem gearbeitet: Greift man einen schwächeren Spieler an und tötet ihn erhält man eine bestimmte Anzahl von "Schurkenpunkten", häufen diese sich an gilt man für einige Zeit als Schurke und muss eine Reihe von Nachteilen in Kauf nehmen, wird von NPC-Stadtwachen angegriffen oder verliert die Fähigkeit andere Spieler anzugreifen. Das Ausleben seines PvP-Triebs ohne die Gefahr eines künftigen Schurkendaseins ist in speziellen Arenen möglich in denen selbst komplette Gilden gegeneinander in die Schlacht ziehen können.
Kleinere Features wie ein auf mehreren Handwerksfähigkeiten basierendes Craftingsystem, die Möglichkeit vom Rücken eines Mounts zu kämpfen oder Items über ein Auktionshaus zu handeln runden das Spielerlebnis ab.
Die optische Präsentation, sprich Charakterdesign, Animationen und Effekte sind durchweg ansprechend gelungen, die akustische ist einfach phantastisch. Der Soundtrack wurde vom eigens zu diesem Zweck engagierten London Symphony Orchestra eingespielt und sorgt für eine beeindruckende musikalische Untermalung, während Effekte wie zum Beispiel Kampfgeräusche bis auf wenige Ausnahmen ebenfalls nicht zu bemängeln sind.












Strykee
13.10.2010, 10:07 Uhr ab in den Müll
Nie wieder...
Sp1ke09
06.07.2010, 22:06 Uhr
wär alles beim alten geblieben würde ich das heute immer noch spielen
Shariko
25.04.2010, 13:49 Uhr
Ansonsten scheint der Rest recht gut zu sein und auch die Möglichkeit der Archlord zu werden kling interessant. Leider versagt es schon in den einfachsten Grunddiziplinen für mich, aber wer Spaß daran findet, dem soll er gegönnt sein.
caponez
08.04.2010, 14:26 Uhr
Hoher Irokese
06.12.2009, 22:28 Uhr
gucky4linux
06.12.2009, 20:11 Uhr Beitrag total veraltet.
Arkitan
18.11.2009, 10:24 Uhr
Driman
16.11.2009, 16:33 Uhr
infinitylord1
16.11.2009, 16:28 Uhr
aber ich find die Gesprächsoption mit dem npc hässlich*die Schriften.
Wenns noch auf Deutsch wäre ist alles gut^^.
ZorcK
29.07.2009, 17:57 Uhr