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Boris Schneider-Johne

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Seit seiner frühesten Kindheit ist Boris Schneider-Johne, der 1966 geboren wurde, mit der Videospielwelt vertraut. Lange Zeit war er als Journalist für zahlreiche Videospielmagazine wie Power Play und PC Player tätig. Im Jahre 1996 stand dann der endgültige Wechsel zur Gegenseite bevor und er wurde bei Microsoft tätig. Dort war er in vielen Bereichen tätig und ist mittlerweile Produktmanager für die Xbox und Xbox 360. Wir durften ihm trotz der Nähe des Launchtermins einige Fragen stellen.

OnlineWelten: Vielen Dank, dass du die Zeit gefunden hast ein Gespräch mit uns zu führen. Du hast den Schaffensprozess der Konsole (Xbox 360) und einiger Spiele bereits in einem frühen Stadium begleitet. Ist dir die XBox 360 dabei ganz besonders ans Herz gewachsen?

Boris Schneider-Johne: Ja, denn Xbox 360 geht deutlich mehr auf die Bedürfnisse von Spielern und Spieleentwicklern ein als jede andere
Konsole zuvor. Man merkt 360 an, dass Microsoft drei Jahre lang weltweit Spieler gefragt hat, was sie wirklich wollen. Details wie spielübergreifende Settings, die "Erfolge" in jedem Spiel für den systemweiten Trophäenschrank, die Wireless Controller, die Integration von Musik zeigen deutlich, dass das Entwicklerteam richtig zugehört hat.

OnlineWelten: Der Xbox fehlte die breite Akzeptanz in den Medien und bei den Spielern, erst spät konnte man befriedigende Verkaufszahlen erreichen. Hat sich diese Akzeptanz deiner Meinung nach mit der Xbox 360 grundlegend geändert?

Boris Schneider-Johne: Xbox fehlte doch nicht die Akzeptanz - ganz im Gegenteil. Microsoft hat sich mit Xbox in kurzer Zeit von Null auf Postition Zwei im Markt geschraubt und hat bei den Kunden enorm hohes Ansehen. Die Verkaufszahlen waren immer so wie erwartet - schließlich waren wir die Neulinge im Markt und haben uns in kurzer Zeit enorm hochgearbeitet.

OnlineWelten: Ob Consumerday, Livingroom, X05 oder im Elektronikmarkt an der Ecke, die Xbox 360 kann schon vor dem Launch an vielen Ecken bereits zur Probe gespielt oder zumindest bestaunt werden. Microsoft setzt auf hautnahe Erlebnisse und nicht auf Render-Videos. Alle Spiele müssen eine Zertifikation durchlaufen und Hardware speziell lizenziert werden. Geht man bei der XBox 360 in Sachen Qualität ein gänzlich neuen Weg?

Boris Schneider-Johne: Zertifikation für Spiele gibt es bei allen Konsolen seit, schätze ich, fünfzehn Jahre. Aber ja, wir setzen ganz klar darauf, den Entwicklern die Werkzeuge für bessere Produktqualität in die Hand zu geben und diese Produktqualität den Spielern ungeschminkt und direkt zu zeigen.

OnlineWelten: Die Grundstruktur der Xbox 360 ist geschaffen, das Line-Up kann sich sehen lassen, doch die Innovationen bleiben beim Launch außen vor. Wann wird man mit diesen rechnen dürfen, denn Systeme wie EyeToy zeigen, dass so Kunden auf lange Zeit gewonnen worden. Wann werden wir bei der Xbox 360 solche Ideen sehen dürfen?

Boris Schneider-Johne: Die Kunden, die gleich am Launch eine Konsole kaufen, haben andere Anforderungen als die Kunden, die im Jahr Zwei oder Drei zugreifen. Hätte Sony Eyetoy zum Launch der PS2 gebracht, wäre es gnadenlos gefloppt. Die richtige Zeit für große Innovationen kommt erst, wenn die Hardware schon eine breite Basis hat. Aber Xbox 360 ist alles andere als innovationsarm:Als einzelnes Beispiel würde ich Xbox Live Arcade rausnehmen, bei dem man kleine aber sehr feine Spiele zu sehr moderaten Preisen online kaufen kann - ein absolutes Novum in der Konsolenwelt.
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