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Olaf Wolters im Gespräch

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Vor knapp einem Jahr im Dezember 2004 hatte die Mitgliederversammlung beschlossen, dass der langjährig erfolgreiche Verband der Unterhaltungssoftware Deutschlande e.V. (VUD), aufgelöst werden soll. Der VUD zeichnete zum Beispiel Spiele aus die über 100.000-mal verkauft wurden oder war Mitinitiator der Games Convention in Leipzig. Es musste also ein neuer Verband her.

Im April diesen Jahres gründete sich dann der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), dort schließen sich elf Branchengrößen wie Electronic Arts, Ubi Soft und Koch Media zusammen. Mit dem neu gegründeten BIU tritt ein Verband auf die institutionelle Bühne, der als Gremium die Interessen der Branche zu vertreten möchte. Dabei soll eine möglichst breite Zielgruppe angesprochen werden. Als grundlegende Ziele nennt der BIU die Kommunikation über Computer- und Videospiele mit der Öffentlichkeit, die Maßnahmenentwicklung zur Förderung von Medienkompetenz sowie des Kinder- und Jugendschutzes und den Kampf gegen Softwarepiraterie.

Im Juli diesen Jahres wurde der Medienanwalt Olaf Wolters zum Geschäftsführer berufen. Da der Spieler bisher noch nicht viel über den BIU erfahren konnte haben wir uns mit Olaf Wolters unterhalten und ihm ein paar Fragen gestellt.

OnlineWelten: Was war Ihrer Meinung nach der größte Verdienst des VUD?
Olaf Wolters: Ein Beispiel ist die Games Convention. Von dieser Veranstaltung profitiert sicherlich die gesamte Branche.

OnlineWelten: Vor kurzem wurde nun der Interessenverband "Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware" (BIU) gegründet, Sie sind der Geschäftsführer. Inwiefern will der BIU an die Arbeit des VUD anknüpfen?

Olaf Wolters: Der BIU ist zentrales Sprachrohr der Branche. Entsprechend wird der Verband den Dialog über Themen rund um Computer- und Videospiele mit öffentlichen Einrichtungen anregen und gestalten. Der BIU wird mit allen Organisationen und Institutionen, die für unsere Branche von Relevanz sind, kooperativ zusammenzuarbeiten und einen offenen Dialog pflegen.

OnlineWelten: Ist der BIU einfach nur ein Nachfolgeverband des VUD oder nimmt der BIU auch noch vielfältigere Aufgaben in Angriff?

Olaf Wolters: Der BIU ist ein ganz neuer Verband. Er wird die allgemeinen Brancheninteressen und die Interessen der Publisher von Unterhaltungssoftware in Deutschland im Besonderen vertreten.

OnlineWelten: In der offiziellen Pressemitteilung zur Gründung des BIU heißt es unter anderem: "Als grundlegende Ziele nennt der BIU die Kommunikation über Computer- und Videospiele mit der Öffentlichkeit(...)". Ist damit auch gemeint, der Negativberichterstattung von ZDF und Co. entgegenzutreten oder besser gesagt aufzuklären?

Olaf Wolters: Die Kommunikation ist eine zentrale Aufgabe des Verbandes. Hierzu gehört sicher auch die Richtigstellung von einseitiger Berichterstattung und jede Menge Aufklärungsarbeit.

OnlineWelten: Im Ausland gibt es ebenfalls ähnliche Verbände, zum Beispiel die elspa in Großbritannien, die dort großartige Arbeit leistet, sind wir in Deutschland in dem Punkt noch etwas Rückständig?

Olaf Wolters: Nein. Deutschland hat eine gute und zeitgemäße Verbandslandslandschaft.

OnlineWelten: Der BIU ist ein reiner Publisherverband, inwiefern soll mit deutschen Entwicklerstudios, wie zum Beispiel Piranha Bytes, Crytek und Synetic, zusammengearbeitet werden und will der BIU auch die deutsche Entwicklerszene fördern. Wenn ja, wie?

Olaf Wolters: Der BIU strebt eine Kooperation mit der einheimischen Entwicklerlandschaft an. Wir werden mit dem GAME Bundesverband zusammenarbeiten, unterstützen z.B. die Entwicklerkongresse und fördern den Erfahrungsaustausch zwischen deutschen Entwicklern und unseren Mitgliedern. Einige der von Ihnen genannten Entwicklungsstudios arbeiten oder kooperieren ja auch mit Mitgliedsunternehmen.

OnlineWelten: Viel hat der "Otto-Normal"-Verbraucher nicht von dem BIU mitbekommen, will sich der BIU in Zukunft mehr in das Licht der Öffentlichkeit wagen?

Olaf Wolters: Selbstverständlich. Der BIU ist noch jung und scheut nicht das Licht der Öffentlichkeit. Im Lauf der Zeit wird der Verband von"Branchenfremden" zunehmend wahrgenommen werden.
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