Vor gut drei Monaten startete mit "Aliengaming" ein ehrgeiziges Clanprojekt, das mittlerweile zu einer festen Größe im internationalen eSport und in vielen Spielen zu einem der Top-Clans geworden ist. Deshalb haben wir uns Daniel Siegrist, einen der Gründer von Aliengaming, und Jens Marhoffer, den Chefredakteur des Clans geschnappt und mit ihnen ein Interview rund um Aliengaming und den eSport allgemein geführt.
OnlineWelten: Stellt euch bitte erstmal vor und beschreibt eure Aufgaben bei Aliengaming.
Daniel Sigrist: Mein Name ist Daniel "SchiZzoO" Siegrist, ich bin im reifen Alter von 26 Jahren und bei Aliengaming fürs Management zuständig. Meine Aufgaben betreffen das Organisieren von Events, die interne Strukturplanung und das gesamte Personalmanagement, wobei mich unser "Sternchen" unterstützt. Daher mache ich mir Gedanken welche Spiele wir aufnehmen, welches Team in Frage kommt etc. Die Verhandlungen mit Partnern kommen auch noch hinzu.
Jens Marhoffer: Mein Name ist Jens "Goose" Marhoffer, ich bin im Gegensatz zu Daniel noch jung, um es genau zu nehmen bin ich zarte 18 Jahre alt. Meine Aufgabe bei Aliengaming ist es, die Redaktion am laufen zu halten, wozu alles zählt was ein Chefredakteur so zu tun hat. Ich sorge in Zusammenarbeit mit Mario "Jahwe" Sydow dafür, dass es zu jedem großen Event eine umfangreiche Berichterstattung gibt und dass sich unsere Besucher jeden Tag über die neusten News freuen können. Außerdem bin ich im Management von Aliengaming für die Public Relations zuständig.
OnlineWelten: Ihr habt demnach recht wichtige Positionen im
Clan inne. Wie seid ihr an diese gekommen und was habt ihr zuvor auf diesem Sektor gemacht?
Daniel Sigrist: Nun, die Begeisterung für eSport und
Clans erfuhr ich 1996, als ich anfing Quake 1 zu spielen (spiele ich auch heute noch). Damals sammelte ich erste Erfahrungen im eSport, der damals noch mehr in den Kinderschuhen steckte als heute. Bis 1999 blieb ich Quake treu und ging danach ein paar Jahre inaktiv.
Im Jahre 2002 wurde Battlefield 1942 veröffentlicht und ich fing wieder an es professionell zu spielen. Ich trat dem damals aus DeltaForce-Zeiten bekannten
Clan 1MobileInfantry bei und baute dort einen BF1942-Squad auf. Wir entwickelten schnell ein großes Potential und konnten gute Spieler für uns gewinnen, sodass wir nach gut 1/2 Jahr mit zu den besten Battlefield-
Clans gehörten.
Mit dem Erfolg kamen die Möglichkeiten uns weiter zu entwickeln. Wir gründeten Socordia und nach einer Weile unter der Firma "Krawall" den K-
Clan Die Leitung und Organisation beim K-
Clan war ein Teil meiner Aufgaben. Nachdem wir mit Unreal Tournament, Call of Duty , Battlefield 1942 und Battlefield: Vietnam große Erfolge feierten wollten wir einen Schritt weiter in die Unabhängigkeit gehen. Wir planten ein halbes Jahr lang ein neues Projekt und tauften es "Aliengaming". Zu unserem Glück konnten wir einige Sponsoren wie "Alienware" und "USR" überzeugen uns zu unterstützen. Die Planung und Umsetzung wurde vom heutigen Management gemacht. Daher befinden wir uns auch in der jetzigen Position.
Jens Marhoffer: Hmm, wie bin ich dazu gekommen? Ich war vorher schon mit Daniel und dem damaligen Manager Sebastian "Fry" Weber im K-
Clan tätig, wo ich ebenfalls Chefredakteur war. Als Gründungsmitglied von Aliengaming wurde ich dann zum Stellvertretenden Chefredakteur ernannt. Etwas später nahm ich dann den Posten als Chefredakteur an und nach dem Ausscheiden von Sebastian wurde ich ins Management berufen. Vor meiner Zeit als Alien war ich für verschiedenste Gaming-Portale und Community´s aktiv, sei es im Bereich "Call of Duty" oder "Medal of Honor". In dieser Zeit konnte ich viel Erfahrung auf Events wie der You, Games Convention, Intel Friday Night Game oder der Cebit sammeln. Aktiv habe ich bislang nur "Medal of Honor" gespielt.
OnlineWelten: Mittlerweile werden viele größere
Clans von namhaften Firmen gesponsert. Für Aliengaming übernimmt das die HighEnd-PC-Firma Alienware. Wie darf man sich solch ein Sponsoring vorstellen und wie kam es dazu?
Daniel Sigrist: Genaue Details werde ich natürlich nicht verraten, aber wir konnten Alienware mit einem guten Konzept und natürlich durch das Namensbranding bzw. die Namensgleichheit "Alien" überzeugen. Wer heute an Aliengaming denkt bringt zwangsläufig im gleichen Atemzug auch Alienware damit in Verbindung. Wir sind froh Alienware als Partner gefunden zu haben und werden versuchen, das in uns gesetzte Vertrauen zu bestätigen. Alienware unterstützt uns auf internationaler Ebene und hat es uns ermöglicht die Spieler Deatz und Moerser, unsere beiden Painkiller-Profis, zur derzeit stattfindenden CPL (Cyberathlete Proffesional League) Dallas 2004 zu entsenden.
Jens Marhoffer: Selbstverständlich werde auch ich keine internen Details über das Sponsoring verraten. Mit Alienware haben wir einen sehr starken Partner an unserer Seite, der uns ideal unterstützt. Wir freuen uns sehr, dass wir Alienware von uns überzeugen konnten.
OnlineWelten: Wie gesagt sind also zwei eurer Spieler bei der CPL Winter in Dallas und spielen dort für Aliengaming Painkiller. Dabei gibt es für den Gewinner 6000$, für den CounterStriker-Sieger sogar 30.000$. Darf der Spieler diese Beträge alleine behalten oder geht
Daniel Sigrist: Dies wird durch unsere Verträge mit den Spielern geregelt. Zumindest bei großen Events wie der CPL oder den WCG (World Cyber Games) sollte es zur Absicherung des Spielers und des
Clans eine Regelung geben.
Jens Marhoffer: Wir haben da mit unseren Spielern eine gute Regelung gefunden. In den Spielerverträgen gibt es einen Punkt der sich genau damit auseinander setzt. Aber auch darüber werdet ihr mir leider nichts entlocken können. Ich hoffe ihr und eure Leser versteht, dass ich über ein solch internes Thema keinen Satz verliere.
OnlineWelten: Bei großen
Clans wie Aliengaming stehen für die
