Zoo Tycoon 2 DS - Test
Zoo im Taschenformat
Im Tiermenü erfahrt ihr alles Wissenswerte, um eure Geschöpfe bei bester Gesundheit und Laune zu halten.
Alles für die Tiere
Das Grundprinzip des Spiels klingt banal, bietet jedoch durchaus Tiefgang. Man baut aus einer Vielzahl an Objekten ein artgerechtes Gehege für seine Tiere, kümmert sich um deren Wohlergehen und sorgt nebenbei dafür, dass reichlich Geld in die Kasse kommt. Zu diesem Zweck kann man verschiedene Getränke- und Imbissbuden aufstellen, Zuchttiere an andere Zoos verkaufen oder Verträge mit Sponsoren abschließen. Insgesamt stehen über 35 Tiere (sogar Fabelwesen wie Einhörner sind dabei) zur Auswahl, die vom Flamingo bis hin zum Elefanten reicht - da bleibt kaum ein Wunsch offen. Allerdings sollte man genau darauf achten, welche Bedürfnisse die Tiere haben; ein an Steppen gewohnter Elefant fühlt sich auf steinigem Boden garantiert nicht wohl. Zum Glück gibt es für jedes Tier einen Informationsbildschirm mit den wichtigsten Details - ein einfacher Stups mit dem Stylus reicht dabei aus. Sind die Tiere alle glücklich, sind es die Besucher auch.
Da zielloses Bauen zwar anfangs seinen Reiz hat, aber auf Dauer etwas eintönig wäre, gibt es spezielle Missionen, die den Spieler vor mehr oder weniger knifflige Aufgaben stellen. So gilt es beispielsweise die Parkwertung auf einen bestimmten Wert zu bringen, eine vorgegebene Anzahl an Gehegen zu errichten oder möglichst viele Besucher in den Park zu locken. Das klingt jedoch alles komplizierter als es sich in der Praxis darstellt. Mit etwas Übung meistert man sowohl die Kampagne, als auch die Einzelmissionen recht schnell. Vor allem Profi-Manager werden sich etwas unterfordert fühlen.
Spiel mit ihnen
Zudem macht sich bei Kennern des Vorgängers etwas Enttäuschung breit - es gibt wenige nennenswerte Neuerungen. Da wäre beispielsweise der auf den ersten Blick interessante Tierpfleger-Modus. Klickt man auf den entsprechenden Punkt im Menü eines Tieres, zoomt die Ansicht nah an die Kreatur heran und man kann eines von fünf Minispielen starten. Diese drehen sich allesamt um die Fütterung, Versorgung oder gar Heilung der Tiere und machen beim ersten Mal durchaus Spaß. Doch spätestens bei der zweiten Wiederholung wird klar, wie unnötig diese Minigames eigentlich sind, da sie nicht wirklich etwas zum Spielgeschehen beitragen. Irgendwie wirkt es aufgesetzt und gezwungen.
Schade auch, dass an der Handhabung respektive der Steuerung nicht viel geändert wurde. Gerade aufgrund der geringen Größe der beiden NDS-Bildschirme wäre eine höhere Zoomstufe wünschenswert gewesen. Oftmals gerät das Tippen mit dem Stylus zu einem kleinen Geschicklichkeitstest - das ist unnötig. Unnötig ist es auch fast schon, über die kaum verbesserte Grafik zu reden. Zwar sind die Tiere an sich recht glaubhaft animiert und wirken aus der Nähe recht passabel. Insgesamt wirkt das Geschehen auf dem Bildschirm jedoch recht pixelig und hässlich. Die Soundkulisse präsentiert sich glücklicherweise auf einem etwas höheren Niveau und kreiert von der ersten Minute an eine wohlige Tierparkatmosphäre. Lediglich die Musik ist auf Dauer etwas nervig, was aber noch zu verkraften ist.
Etwas vergessen? Ach ja, einen Multiplayer-Modus für zwei Spieler gibt es in Zoo Tycoon DS 2 auch noch. Die beiden Teilnehmer treten direkt gegeneinander an und buhlen um die Gunst der Besucher. Da das Spielgeschehen jedoch auf eher längere Sitzungen ausgelegt ist, bietet sich dieser Modus nicht gerade für eine kurze Partie in der U-Bahn an. Macht insgesamt dennoch Spaß.





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