Xbox 360 - Special
Frühlings-Gefühle
Den Anfang machte Kudo Tsunoda, der erst im Januar dieses Jahres beim mittlerweile geschlossenen EA-Studio in Chicago aufhörte und nun bei Microsoft für Gears of War 2 zuständig ist. Warum Microsoft den einstigen Executive Producer von Def Jam und der Fight Night-Reihe als neues Bindeglied zu Epic braucht? So richtig wissen wir das auch nicht. Wahrscheinlich wollen die Redmonder einfach nur sicherstellen, dass beim zweiten Teil des Vorzeige-Shooters alles glatt läuft. Genau das flüsterte uns Kudo, der im ohnehin schon dunkleren Ambiente stets seine Sonnenbrille trug, durch die Blume. Er ist der Mann, der für Feedback, Systems-Tests, genügend Ressourcen sorgt und eng mit Epic Games zusammen arbeitet. Eine Art Qualitätssicherung also. Kudo selbst freut sich auf die bevorstehende Arbeit, schon mit sieben Jahren fing er das Zocken an. Im Microsoft-Office in Seattle macht er nun das, was er schon immer wollte: Bei einem "ass-kicking game" mitwirken.
Passend dazu zeigte uns Epics Design Director Cliff Bleszinski, warum Kudo so heiß auf Gears of War 2 ist. In einer halbstündigen Präsentation wurde ein komplettes Level gespielt. Unser Fazit: Größer, schöner, besser - warum wir uns schon jetzt auf eine echte Weiterentwicklung von Gears of War freuen, erfahrt ihr im Eventbericht.
Unsere ersten Hands-on-Erfahrungen konnten wir beim neuesten Werk von Silicon Knights sammeln. Too Human soll auf der einen Seite unterhaltsame Action, auf der anderen Seite aber auch eine gewisse Tiefe für Rollenspieler bieten. Zumindest im Coop-Modus machten die ersten Schlachten schon Lust auf mehr. Dass die Jungs allerdings bis zum Release am 29. August noch eine Menge zu tun haben, konnte die Vorab-Version nicht verheimlichen. Vor allem das Setting wirkt noch zu lieblos. Riesige Areale, die nicht durch Details, sondern durch ihre monotone, graugehüllte Darstellung auf sich aufmerksam machen, sind nicht zeitgemäß. Erst recht nicht, wenn sich die Wege zu sehr gleichen und man immer wieder mit sich hadert, ob das nun der richtige oder falsche ist - hier müssen Präsident Denis Dyack und sein Team unbedingt noch nachbessern! Ansonsten zeigt sich Too Human aber erfrischend anders. Im Skilltree könnt ihr euren Krieger in viele Richtungen weiterentwickeln. Mal erlernt ihr neue Fähigkeiten für den Luftkampf, mal zaubert ihr kleine Spinnen aus dem Nichts, die euch im Kampf unterstützen. Wie ausgereift das Skillsystem ist und ob man dadurch wirklich einem waschechten Rollenspiel das Wasser reichen kann, können wir allerdings noch nicht einschätzen.
Ein fulminantes Spielerlebnis der Extraklasse. Ein Rollenspiel-Highlight, auf das man Jahre lang wartet. Eine fantastische Welt, in der schier nichts unmöglich ist. Dass ein Spiel von seinem Schöpfer in höchsten Tönen gelobt wird, ist der Alltag einer Spiele-Präsentation. Wie aber Altmeister Peter Molyneux sein neuestes Kind Fable 2 vorstellt, ist schon sehr speziell. Da sind Features nicht einfach essenzielle Bestandteile des Spiels, da "dürfen wir als Spieler die Welt erkunden". Vielen Dank dafür! Ob man wirklich so dankbar sein darf, werden wir vielleicht schon Ende des Jahres erfahren. Derzeit werden rund täglich 500 Bugs bearbeitet und bestenfalls ausgemerzt. Das sah man der recht frühen Fassung auch noch an. Langsam baute sich vor unseren Augen Stück für Stück eine lebhafte Fantasiewelt auf. Eine beeindruckende Cutscene auf Filmniveau führte uns in die Welt Albion, die tollen Sequenzen erzählen die Geschichte eines kleinen Kindes. Als männliches oder weibliches Geschöpf macht ihr erste Schritte in einem kleinen Stadtteil voller mystischer Atmosphäre. Molyneux will die deutlich größere Spielwelt des zweiten Teils noch lebhafter machen. Emotionale Bindungen sollen weiterhin eine große Rolle spielen. Ihr könnt mit eurer Frau Kinder zeugen und das Leben genießen. Als ständiger und treuer Begleiter dient ein Hund, der euch zur Seite steht, euch auch hin und wieder hilft. Der Vierbeiner soll sogar auf eure Spielweise reagieren und entsprechend zugänglich sein, wenn ihr lieb zu dem Kleinen seid oder aber eher etwas scheu, wenn ihr euch genervt von ihm abwendet. Klingt auf jeden Fall spannend!
In einem Wald unweit eines Zigeunerlagers zeigte uns Molyneux das Kampfsystem. Aufgeteilt in vier Bereiche ordnet sich jede Kampftechnik nur einem Button zu. Die Art und Weise des Drückens soll bestimmen, was euer Charakter ausführt. Mag auf den ersten Blick erfrischend neu rüberkommen, ist aber vielleicht nicht das Gelbe vom Ei. Lionhead geht hier hohes Risiko ein, könnte doch ein einziger Button auf Dauer sehr monoton wirken. Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend und die Jungs um Peter Molyneux haben noch viel Zeit, um Fable-Freunden auch einen schmucken zweiten Teil zu bieten. Viel schief gehen kann eigentlich nicht.
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karaokefreak
28.05.2008, 18:32 Uhr
Naja, Gears of War wird alles wegrocken.