World of Tanks - Mehr als ein Stück lebloser Stahl

Die MMO-Branche steckt in der kreativen Einbahnstraße?! Irgendwie schon. Umso angenehmer ist es, wenn man als Redakteur mal ein Online-Spiel ohne Zauberer, Elfen und Orks antesten darf. Und auch die Grafik ist überhaupt nicht asiatisch; stattdessen schieben sich Stahlkarossen durch Dörfer und Täler. Natürlich ist die Rede von World of Tanks, denn vor ein paar Tagen entwuchs der Titel der Open Beta und wurde offiziell gestartet. Wir nahmen hinter dem Steuer eins Panzers Platz und verraten euch unseren ersten Eindruck.

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Viele Männer haben den Traum, mal in so einem Teil zu sitzen. Vielleicht liegt es an der unbändigen Kraft, die die Mehrtonner ausstrahlen. Langsam aber sicher rücken sie vor und werden zu einer totbringenden Mauer aus Metall für einfache Infanteristen. Treffen die Kettenfahrzeuge aufeinander, fängt die Luft an zu brennen. Das mag sehr spannend klingen, aber kann das auch in einem MMO funktionieren? Zunächst muss hier erwähnt werden, dass es sich um keine persistente Welt handelt, sondern ihr wie bei Shootern Gefechten beitretet. Ich hoffe jedoch, dass ohnehin niemand erwartet hat, dass er mit seinem Eisenschwein durch Dörfer fährt, bei Königen residiert, Aufgaben annimmt und Monster tötet…

Vorher begeben wir uns aber an den Ort, wo ihr eure Prachtstücke zwischen den Kämpfen unterbringt: die Garage. Dort dürft ihr die Vehikel abstellen, reparieren oder mit Munition beladen. Sie dient quasi als Hauptzentrale für eure Einsätze. Daneben gibt es zum Beispiel noch ein Depot, wo ihr Sachen einlagern dürft, einen Laden zum Erwerb neuer Geschosse und Fahrzeuge oder den Tech Tree mit dem man dank Forschung und Entwicklung die Eigenschaften des Panzers verbessern kann– Charakterentwicklung mal anders. Am Anfang habt ihr übrigens bereits drei verschiedene Tanks bei euch rumstehen: den russischen MS-1, den deutschen Leichttraktor und den amerikanischen T1 Cunningham. Alle drei sind ziemliche Einsteigermodelle und unterscheiden sich in Punkto Schaden, Geschwindigkeit, Aussehen und Hit-Points. Wem das nicht reicht, der kann sich mit der Zeit, erspielter Währung und erfolgreicher Forschung neue und vor allem bessere Kettenfahrzeuge kaufen.


Fast schon malerisch - wäre da nicht dieser stählerne Koloss im Vordergrund.

Um aber auch für genügend Individualität und Abwechslung auf dem Schlachtfeld zu sorgen, splitten die Entwickler den Fuhrpark in unterschiedliche Klassen. Da gibt es etwa die leichten Vehikel, welche sich wunderbar zur Erforschung des Geländes und zur Feindaufklärung eignen – für den Kampf sind sie allerdings nicht gemacht. Im direkten Gefecht eignet sich eher ein vernünftiger „Tank Destroyer“, dessen Name seinen Zweck erahnen lässt.

Bevor es in das eigentliche Spielvergnügen geht, habt ihr also schon unzählige Möglichkeiten, die Werte, Eigenschaften und das Verhalten zu beeinflussen – dabei spielt etwa auch die Crew eine wichtige Rolle, denn jeder Panzer verfügt über ein eigenes Team, welches mit den Bedienelementen vertraut ist und in den Gefechten die Munition nachlädt. Allerdings solltet ihr tunlichst darauf achten, wen ihr ans Steuer lasst, denn z.B. die beiden Oberschützen Loerzer und Obstfelder haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Seid ihr mal total unzufrieden mit einem Mitglied, könnt ihr dieses entlassen oder in das Trainingslager stecken.

Das war jetzt verdammt viel Theorie. Es ist jedoch nötig, die Grundlagen zu kennen, wenn man die Komplexität hinter World of Tanks verstehen möchte. Nicht umsonst gibt es unzählige Tutorials im Internet. Dieses Spiel ist nicht wie viele Shooter, wo man kurz auf einem Server einloggt, einem Spiel beitritt, ein paar Head-Shots verteilt und dann wieder offline geht. Wer hier mithalten möchte, muss erst eine harte Schule durchlaufen. Diese Erfahrung musste ich nicht am eigenen Körper, sondern an der eigenen Panzerung machen.

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KOMMENTARE

  

Zockjochen

18.04.2011, 13:23 Uhr

man kommt auch ohne Gold gut voran, selbst im Endgame ist es nicht wirklich nötig, macht aber alles etwas flotter. Das einzige, was ich wirklich vermisse, ist die Möglichkeit ein Team zu erstellen. Solang man kein Geld investiert, kann man nicht mit seinen Freunden zusammen spielen.

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nizzie

17.04.2011, 15:08 Uhr

Zitat von Warlord68

Warlord68 schrieb:

Du vergisst zu erwähnen das es während der Beta täglich 250 Gold geschenkt gab, diese fallen mit Ende der Beta weg. Und wie schon angesprochen wurde gibt es auch viel zu wenig Inhalt.



Hab ich nicht vergessen. Diese 250 sind bei mir ausschließlich für Prem Accounts (alle 3-7 Tage) und - hin und wieder - für Silbermünzen verwendet worden (aufgrund meines hohen Kauf-Verkauf-Wechsels). Jetzt hab ich nur nen Prem Account und bislang keine Geldprobleme wenns um den Kauf von neuen Tanks geht.

Wenn man natürlich erwartet ein f2p Spiel komplett kostenlos zu spielen darf man sich nicht beschweren wenns etwas zäh abläuft. Wäre ja lächerlich wenn überhaupt kein Anreiz für die Spieler da wäre Gold zu kaufen. Wenn keiner bezahlen würde wäre WoT in einem Jahr nicht mehr auf dem Markt und die Server dicht. Wie schon gesagt, die Golditems und -ammo sind kein Muss, ich schlage mich ganz gut auch ohne. Wie es später in den Clanswars und derzeit in Clanbattles aussieht kann ich natürlich nicht sagen.

Wäre mir ein reines Subscriptionmodell lieber? Nee. Ich denke wenn ich alle Tanks hab die ich will oder langsam die Lust an WoT verliere muss ich nichts mehr bezahlen, und kann alle 2 Wochen mal ein paar Battles spielen.

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Warlord68

17.04.2011, 13:23 Uhr

Zitat von nizzie

nizzie schrieb:


Ich hab mir bis T7 Tanks ohne Goldwährend gekauft. Je höher die Battle-Tiers ausfallen desto höher auch XP und Cashgewinn.



Beweise oder Bullshit. Ich hab in der gesamten Beta einzig mit ... komplettes Zitat anzeigen



Du vergisst zu erwähnen das es während der Beta täglich 250 Gold geschenkt gab, diese fallen mit Ende der Beta weg. Und wie schon angesprochen wurde gibt es auch viel zu wenig Inhalt.

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nizzie

16.04.2011, 14:38 Uhr



Ich hab mir bis T7 Tanks ohne Goldwährend gekauft. Je höher die Battle-Tiers ausfallen desto höher auch XP und Cashgewinn.



Beweise oder Bullshit. Ich hab in der gesamten Beta einzig mit einem Premiumaccount gespielt, und nie den Eindruck gehabt ich bräuchte mehr Gold. Was ich an Überfluss hatte ging größtenteils für Goldtanks raus. Goldammo? Ziemlich teuer auf Dauer. Ich kann mir vorstellen dass in den Highend-Tiers einige permanent damit spielen (1-2 Euro pro Battle?). Wenn du gegen solche Typen nicht antreten willst bleib in den lower Tiers, wo sowas mit Sicherheit seltener ist. Ich hab jedenfalls in meinen bald 2000 Battles noch keinen Spieler getroffen der behauptete er nutze Goldammo. Die Goldconsumables? Kampfentscheidend? In den seltenesten Fällen.

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Grayson2502

15.04.2011, 20:55 Uhr

Naja, bis Stufe 6 braucht man keinen Euro zu investieren und wenn man Fahrzeuge darüber haben möchte geht das auch, man muss nur ein paar Runden in den niedrigeren Fahrzeugen drehen um das gegen zu finanzieren.

Und einen Monat Premium (+50% Xp und +50% Credits pro Gefecht) bekommt man für ca. 10€

Allerdings gibt es auch die möglichkeit, wenn man nur wenig zeit hat, sich eine Woche, 3 Tage oder einen Tag Premium zu kaufen.

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