Wings of Prey - Ten German Bombers

Die Fußball-WM nähert sich unaufhaltsam, und das runde Leder bestimmt bereits seit Wochen die Gespräche in unseren Redaktionsräumen - egal ob man mit dem Sport etwas anfangen kann oder nicht. Aber bei den Ten German Bombers geht es gerade nicht um den Schmähgesang britischer Fankolonnen, sondern um die Bedrohung durch die Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.

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Die Luftschlacht um England im Jahr 1940 hat in Großbritannien die Selbstwahrnehmung und das Ideal einer ganzen Generation geprägt. Stoisch und unbeugsam kämpfte das Fighter Command gegen anfliegende Nazi-Horden, die durch Bomben versuchten, das Empire in die Knie zu zwingen.

Diese nach Winston Churchill „finest hour“ der Royal Air Force könnt ihr in Wings of Prey miterleben. Schon wieder. Ganz neu ist die Idee, in Propellermaschinen dieser Ära einzusteigen, um auf der einen oder anderen Seite feindliche Flugzeuge vom Himmel zu holen, nämlich nicht. So handelt es sich bei Wings of Prey um das PC-Pendant von Birds of Prey, das seinerseits ein Konsolenableger der bekannten IL2-Sturmovik-Reihe ist.


Die nötige Hardware vorausgesetzt, bietet Wings of Prey ordentlich was fürs Auge.

Mit den ausführlichen Verwandtschaftsgraden müssen wir uns aber gar nicht lange aufhalten, denn viele Ähnlichkeiten zu seinen IL2-Vorgängern weist Wings of Prey eigentlich nicht auf. Das hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Auf den ersten Blick sichtbar ist die generalüberholte Optik, die durch hochauflösende Texturen und detaillierte Modelle anerkennende Blicke auf sich zieht. Die notwendige Hardware vorausgesetzt, zieht ihr über als solche erkennbare Äcker und Felder, Städte und Wälder, sowie Flüsse und Küsten eure Kreise. Dabei stößt man durch Wolkendecken, deren feuchte Luft sich als Tropfen auf der Scheibe niederschlagen, verfolgt angeschossene Gegner, deren brennende Motoren eine Ölspur im Sichtfeld hinterlassen oder starrt ungläubig auf den sich rasant nähernden Boden, der das Ende des orientierungslosen Trudelns markiert. Höhenrelief, Bebauung und Vegetation sind als solche auszumachen und auch im Tiefflug noch ansehnlich, auch wenn die Schärfe deutlich abnimmt.


Selbst der Boden macht im Spiel eine gute Figur.

Feuert ihr mit den MGs und Bordkanonen auf ein Ziel, sind sogar die Einschläge in der Hülle erkennbar, während Kollisionen in der Luft in brennenden Trümmern resultieren, die sich weit verstreut in der Pampa verteilen und lodernd am Boden vor sich hin qualmen. In Sachen Grafik macht Wings of Prey so schnell keiner etwas vor, allerdings beschreitet Entwickler Gaijin Entertainment bezüglich Gameplay einen inkonsistenten Zwitterweg. So habt ihr die Möglichkeit, zwischen drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden zu wählen. Arcade ist der voreingestellte Standard, während Realistisch und Simulation freigespielt werden, indem ihr unter Gefechtsbedingungen beweist, das Flugzeug in der Luft halten zu können. Zieht man als Neuling noch endlose Schleifen und bekommt Zielhilfen eingeblendet, muss man in Realistisch schon mit einem deutlich schwierigeren Flugverhalten klarkommen. In den Simulationseinstellungen scheint für ungeübte Hobbypiloten nicht mehr der Luftkampf, sondern das Fliegen im Vordergrund zu stehen. Das klingt grundsätzlich nicht verkehrt, scheitert aber daran, dass weder Casual-Spieler noch Hardcore-Simulationsfreunde so richtig auf ihre Kosten kommen.

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KOMMENTARE

  

cobra79

08.06.2010, 10:32 Uhr

Wie genau meinst du das? Also falls du die relativen Größen zwischen Häusern, Schiffen und Flugzeugen ansprichst, so schien mir das in Ordnung zu gehen. Man ist aber sowieso meist in größerer Höhe unterwegs.

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Driman
  

Driman

07.06.2010, 18:28 Uhr

Ist das wieder so ein spiel wo die Häuser usw. für Menschen gebaut sind die mini klein sind?

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