Wii Sports Resort - Test
Die spaßigste Tech-Demo der Welt
Das liegt, wie viele wissen, nicht an der grafisch Brillanz oder einer ausgefeilten Spielmechanik, sondern am ungewöhnlichen Umgang mit der Fernbedienung, die beinahe jeden tragbaren Gebrauchsgegenstand simuliert – von der Bowlingkugel über den Tennisschläger bis zum Schwert. Allerdings haben sich seit der Veröffentlichung der Wii einige Schwächen an diesem Konzept herauskristallisiert. So ließ sich die Wiimote nicht um jede Achse drehen und zog zudem spürbar nach. Sämtliche Bewegungen wurden also mit einer kleinen Verzögerung auf den Bildschirm übertragen.
Diesem und anderen Wehwehchen tritt Nintendo nun mit einem kleinen Zusatzgerät für die Wiimote entgegen. Es nennt sich Wii Motion Plus, sieht im Grunde aus wie ein schnödes Stück Plastik in der Größe eines Legosteins, und wird ohne großen Aufwand an das untere Ende der Fernbedienung gesteckt. Und damit auch jeder sofort merkt, wo der Unterschied liegt, machen die zwölf Minispiele aus dem brandneuen Wii Sports Resort ausgiebig Gebrauch von den neuen Funktionen.
Schon beim Einstieg in das Spiel fällt geübten Wii-Fuchtlern auf, wie präzise die Wiimote nun arbeitet. Die träge Übertragung der Bewegung auf den Cursor ist dank des Aufsatzes komplett verschwunden, und sogar die Reichweite zwischen Empfänger und Sender scheint etwas größer auszufallen. Es ist nicht viel, vielleicht ein halber Meter, der sich aber in großen Räumen durchaus bemerkbar machen dürfte. Doch gibt es kurz darauf noch eine viel bessere Gelegenheit, sich an der neuen Präzision zu ergötzen, denn direkt nach Spielbeginn führt Nintendo automatisch das erste Minigame vor: Fallschirmspringen. Kaum raus aus dem Flugzeug, darf man das eigene Mii-Gegenstück im freien Fall zu luftigen Kunststücken oder zur Bildung von Formationen animieren, in dem die Wiimote in jede beliebige Richtung gedreht und gekippt wird. Eine bessere Demonstration der neuen Möglichkeiten kann man sich kaum vorstellen, und so staunt man noch immer nicht schlecht, während das eigene Mii schon längst den Fallschirm geöffnet hat und zur Landung auf der „Wuhu Insel“ ansetzt.
Nach dieser für Wii-Verhältnisse geradezu spektakulären Einleitung kehrt das Wii Sports-Universum jedoch zum Standardprogramm zurück. Ein einfaches, übersichtliches Menü lässt Sportskanonen die Wahl zwischen zwölf sehr unterschiedlichen Betätigungen, von denen lediglich zwei aus dem Vorgänger übernommen wurden, nämlich Golf und Bowling.
Das Flugzeug steuert man, in dem man die Wiimote wie einen Spielzeugflieger in der Hand hält. Da erwacht das Kind im Manne!
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trurl
25.08.2009, 11:10 Uhr
Wii Sports Resort ist natürlich für konservative Videospieler eine Herausforderung, keine wirklichen Ziele sind gesetzt, keine Aufträge. Entweder setzt man sich selbst Ziele oder geniesst einfach die vielen tollen Einfälle und schaltet dutzende von geheimen Extras und Spielemodi frei, wenn man sich auf der Insel Resort-Welt etwas umsieht.