Wii Fit - Special
Hier fliegen die Fet(t)zen
Bevor es allerdings losgehen kann, müsst ihr das Programm mit euren persönlichen Maßen füttern, die dem einen oder anderen wahrscheinlich die Schamesröte ins Gesicht treiben könnten. Da das Balance Board nicht einfach nur ein rund 90 Euro teures Stück Plastik ist, sondern gleich noch die heimische Waage in den Ruhestand schickt, ist es für die japanische Kiste ein Leichtes, unter Angabe eurer Körpergröße den berüchtigten Body-Maß-Index zu errechnen. Ja, seichte Gemüter erleiden schon nach wenigen Sekunden den ersten Schock, wenn ihnen folgende Sätze entweichen "Was? 29,7? Also ich hätte jetzt mit 22 gerechnet. Höchstens. Mit dem Ding kann irgendetwas nicht stimmen ..." Keine Ausflüchte, einfach stark sein. Diesen Tipp sollte man übrigens auch beherzigen, wenn man als 22-jähriger Jungspund nach der anfänglichen "Untersuchung" mitgeteilt bekommt, dass man im momentanen Zustand schon respektable 30 Wii Fit-Jahre auf dem Buckel hat.
Aber das kann sich ja alles noch ändern. Immerhin braucht das Programm diese Eingaben, um euer persönliches Profil einzurichten. Dort könnt ihr dann gezielt auf euer Wunschgewicht hinarbeiten, zu verlierende Pfunde festlegen oder euch einfach nur eine halbe Stunde pro Tag in Wallung bringen. Wer seine Fortschritte vor unerwünschten Zugriffen schützen möchte, kann das Profil auch mit einem Passwort versehen. Natürlich solltet ihr es nicht übertreiben mit dem Abnehmwahn; abgesehen davon, dass der für den Frauen- bzw. Männerherzen verschlingenden Traumkörper notwendige Gewichtsverlust nicht allein mit ein paar Stunden Wii Fit erreicht werden kann, bietet das Programm lediglich Einstellungen an, die auch eurer Gesundheit zuträglich sind.
Ein Beispiel: Ihr entscheidet euch dafür, euch über zwei Wochen hinweg in Form zu bringen. Beim Einrichten des Ganzen müsst ihr eine bestimmte Menge an Kilos angeben, die euren Hüften entflüchten sollen. Wer sich jetzt mit utopischen Vorstellungen der Marke "10kg in vierzehn Tagen" den Motivationsschweiß auf die Stirn treiben will, hat schlechte Karten. Es lassen sich lediglich Einstellungen vornehmen, die gesundheitlich unbedenklich und vor allem realistisch sind. Ja, Wii Fit kann euch HELFEN, in dunkelster Abgeschiedenheit, mit viel Mühe und Fleiß eine knackige Sommerfigur heranzuzüchten. Das oft geforderte, all die kleinen Körpersünden fressende Wundermittel ist aber auch dieses Wohnzimmer-Paket nicht.
Schön ist, dass Nintendo an die Vielfalt der Übungen gedacht hat und euch nicht einfach nur eine in Windeseile zusammengeschusterte Fitness-Mogelpackung mit dämlichen Minispielen zum Fraß vorwirft. So viel können wir nach unserem eineinhalb-stündigen Probetraining schon mal sagen. In den meisten Spielen ist die koordinierte und vorsichtige Gewichtsverlagerung nach links, rechts, vorn oder hinten der Schlüssel zum Erfolg. Beim Skispringen müsst ihr beispielsweise in der Hocke verharren und euer Gewicht so verlagern, dass ihr eine bestimmte Balance haltet. Das wird durch einen Punkt visualisiert, der innerhalb eines Kreises herumtanzt. Nur wer hier wirklich Spannung in seinen Körper presst und die Position hält, nimmt bei der Abfahrt Tempo auf. Jedes Mal, wenn der Punkt den Kreis verlässt, werdet ihr mit Geschwindigkeitsverlust bestraft und müsst euch von einigen Metern verabschieden. Der Absprung erfolgt am Ende der Rampe innerhalb eines rot gekennzeichneten Bereichs, indem ihr euren Körper so lang wie möglich macht und diese Stellung bis zur Landung aufrecht erhaltet. Okay, wie "einige Leute vor mir" hier locker 180 Meter durch die winterliche Luft segeln konnten, ist mir ein Rätsel. Aber mit knapp 100 kann sich mein Einstand durchaus sehen lassen. Finde ich.
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hornedry2k
03.04.2008, 13:59 Uhr
Ghaleon
21.03.2008, 11:02 Uhr
- Eye-Toy
- Die ganze Palette an Dance Dance Revolution Games (wo man auch 9-16 Matten zusammenschalten kann).
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^_^