Warhammer Online - Test
Is WAR still everywhere?
Wir erfinden die Idee des Re-Reviews sicherlich nicht neu, aber es wird hoffentlich dennoch viele von euch freuen, dass wir diesen Service der aktualisierten Bewertung in Zukunft stärker anbieten möchten, damit ihr bei uns einen noch besseren und aktuelleren Überblick über die Welt der MMOs bekommt. Den Anfang macht heute das heftig diskutierte Warhammer Online. Es zeigt gut, wie schnell die Spielerzahlen eines MMOs abstürzen können, sofern das Endgame nicht hält, was sich die Spieler davon versprechen. Jetzt, nachdem mit den Ländern der Toten auch das erste größere Content-Update bereits etwas aus der Distanz betrachtet werden kann, halten wir es für den idealen Zeitpunkt, wieder einen Blick auf WAR zu werfen. Doch bevor wir uns den jüngsten Änderungen zuwenden, möchte ich erst einmal ganz allgemein auf mein persönliches Spielerlebnis eingehen und erläutern, wie sich das Spiel aus meiner Sicht entwickelt hat.
Die Feinde sind verjagt. Um die Belohnung für die erfolgreiche Festungsverteidigung zu erhalten, muss aber gewartet werden, bis die Zeit abläuft.
Auch wenn es heute möglicherweise viele bekehrte Ex-WAR-Jünger bestreiten werden, aber die ersten Stunden im Spiel waren einfach großartig. Vor allem auf der Grünhaut-Seite wurde man sofort von der Atmosphäre gepackt und auch die Quests waren noch mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet. Die Stärke von WAR war freilich zu Beginn, dass man bereits sehr früh ins RvR einsteigen konnte, und dort mit der automatischen Levelanpassung auch wirklich seinen Spaß hatte. Und weil anfänglich noch alles sehr dicht beisammen gedrängt war, konnte man auch die öffentlichen Quests am laufenden Band mit zufällig zusammengewürfelten Gruppen absolvieren. Kurz gesagt: Es war Action und Abwechslung pur und es konnten sowohl PvE- als auch PvP-Inhalte begeistern. Wenn man sich rückblickend die vielen Stimmen dazu ansieht, die heute großteils wohl deutlich kritischer ausfallen würden, dann war die Euphorie tatsächlich recht groß. Eine Ausnahme bildeten nur Jene, die das Spiel schon im Vorhinein wegen seiner doch recht eigenen und nicht besonders detaillierten Grafik ablehnten, aber wie sich schnell herausstellen sollte, war dies das geringste Problem von WAR.
Meinen persönlichen Tiefpunkt hatte ich bereits im dritten Abschnitt. Zur kurzen Erklärung: Es gibt vier Abschnitte (für gewöhnlich „Tiers“ genannt), die aufeinander aufbauen und die durch Levelbereiche voneinander getrennt sind. Abschnitt drei wäre demnach von Level 22 bis 31, bei einer Höchststufe von 40. Ich spielte damals auf dem vergleichsweise dünn besiedelten Server Huss (Rollenspiel) und hatte durch etwas Trödelei den Anschluss an die Masse verloren. Die Folgen waren eklatant und sind auch heute für weniger dicht besiedelte Server noch gültig. Da die meisten Spieler schon weiter fortgeschritten waren, konnte ich RvR völlig vergessen. Es öffneten sich keine Szenarien (das sind kleine Instanz-Kämpfe mit einem vorgegeben Ziel, etwa Domination oder Capture the Flag), und wenn doch, dann fast immer dieselben. Offenes RvR wie Burgeroberungen war damals ohnehin noch ein Fremdwort. Auch öffentliche Quests konnte ich in Ermangelung von Mitspielern vergessen, und so blieb mir nichts anderes übrig, als durch die mittlerweile langweilig gewordenen Quests Erfahrung zu gewinnen. Ein Umstand, der dazu führte, dass ich zwischenzeitlich über drei Monate inaktiv war, ehe ich mich aufraffen konnte, weiterzuspielen.
„Das Endgame“ oder „Das Stiefkind RvR“
Es ist traurig aber wahr, dass das offene RvR, obwohl es das eigentliche Hauptspiel darstellt, von den Spielern anfangs fast völlig ignoriert wurde. Szenarien brachten viel mehr Ruf und Erfahrung und im offenen RvR gab es Anfangs noch viel schlimmere Performanceprobleme als heute. Erst als die Leute den vierten Abschnitt erreichten, ging es mit dem offenen RvR langsam bergauf. Die Gründe dafür sind vielseitig. Zum einen war da sicherlich der Mangel an Alternativen. Wenn der PvE-Handlungsstrang erledigt ist, bleibt außer PvP nicht viel über. Die Handvoll Instanzen, die es in WAR gibt, sind zwar durchaus nett gestaltet, aber sicherlich auch kein Dauerbrenner. Auch Mythic hatte glücklicherweise reagiert und zum einen die Performanceprobleme auf ein einigermaßen erträgliches Niveau reduziert (das ist natürlich Ansichtssache) und zum anderen das offene RvR nach und nach lohnenswerter gemacht, wobei Szenarien auch heute noch die schnellere und bessere Variante sein dürften, um Ruf (eine Art von Erfahrung speziell für PvP) zu sammeln. Als Erweiterungen kamen etwa die Belohnungsgegenstände für gesammelte Einflusspunkte und später dann das Medaillonsystem, bei dem die im RvR gewonnenen Medaillons gegen Behütungssets (Sets, die besonderen Schutz gegen bestimmte Instanzgegner bringen) getauscht werden.
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biofuge
30.07.2009, 13:23 Uhr
Die Zwerge in den Fässern, die sich fragten wie sie dort hineinkamen (später wusste man wie *g*), der Riese bei der ersten PQ, den die Squigs in die Füße bissen... herrlich.
Dann der erste PvP-Ort, wo sich Grünhäute und Zwerge um die Mobs einer PQ kloppten - ich weiß nicht, wie oft ich in den ersten WAR-Tagen vor Spaß laut jubelte. ;)
Der hielt leider nicht lange an. Mit dem Wunsch mein Spiel zu verbessern, wurde mir die grottige Latenz mehr und mehr bewusst. Jede Aktion und Reaktion erlebte man mit etwa einer Sekunde Verzögerung - tödlich, vor allem im PvP. So macht mir ein Onlinespiel keinen Spaß und ich kündigte schon innerhalb des ersten Monats.
Zudem war die tolle Atmosphäre nach dem Startgebiet wie weggeblasen und spaßige open PvP-Begegnungen gab es viel seltener, die meisten hingen wohl in den SCs, oder grindeten die immer gleichen öffentlichen Quests.
Nach einigen Monaten reaktivierte ich meinen Acc nochmal, aber an der Performance hatte sich nichts geändert. Das war es für mich dann endgültig, obwohl mein Char nur 32 wurde und ich von den Problemen im T4 nicht mal etwas mitbekam.
ZorcK
27.07.2009, 11:46 Uhr
leider hats mythic verbockt... dennoch ein recht spaßiges game wo man 2-3 monate mit verbringen kann, wenn man über ein paar bugs hinwegschauen kann.
Menschfeind76
26.07.2009, 18:27 Uhr Bye Bye WAR
Ich war von dem Spiel ein riesiger Fan. Seit der Beta (wer kennt noch den Error 414?^^ ) bin ich dabei und habe mir auch die Collectors Edition gekauft. Selten war ich von einem Spiel so sehr angetan. Mir gefiel auch die WAR-Welt total. Gerade der Squig-Treiber hat riesig Spaß gemacht.
Tja ... irgendwann kam dann der WAR-Alltag. Es gab nur noch Kreis-Raiden und SZs. Oft wusste ich garnicht mehr, warum ich überhaupt das Spiel spiele und saß planlos vor dem Rechner. Man hangelte sich von einem Patch zum nächsten und hoffte, dass es besser wird. Es wurde besser ... aber viel zu langsam.
Der größte Scheiß waren die Länder der Toten. Ich fühlte mich echt ein wenig verarscht. HAAALLLOOO ... DAS IST EIN PVP-GAME!!!
Ich werde jetzt meinen Account kündigen und auf Star Wars The Old Republic warten. Bis dahin versuche ich es mit EVE.
Mal schauen ... ich kann mir schon vorstellen, dass ich später irgenwann mir WAR wieder anschaue ... wenn es WAR dann überhaupt noch gibt. Aber die Chance ist da ... Mark Jacobs wurde gefeuert und es wird evtl. einen Tier 5 - Bereich geben.
Mendoras
26.07.2009, 10:52 Uhr
Viele der Probleme sind entstanden da in der Beta das Konzept auf Grund des Spielerfeedbacks geändert wurde. Ursprünglich war ORvR nie als große Sache gedacht (schaut mal in alte Interviews, Texte - da wird immer nur von Geplänkel geredet. Sogar in der Zonenkontrollanzeige wird der Kampf im ORvR so genannt). Erst als sie gemerkt haben das die Tester 80% Szenarien und 20% ORvR scheiße fanden wurden die Burgen eingebaut und ca. 20 Szenarien gestrichen ;)
Da sind dann einfach Kapazitäten in Burgen usw. geflossen die woanders evtl. dann gefehlt haben - ich hoffe einfach das EA sie weiter machen lässt, denn ich habe immer noch Spaß in WAR und das nach 24 Monaten (war seit Juni/Juli 2007 in der Beta).
Mit den richtigen Leuten ist WAR ein unterhaltsames Spiel und wirklich eher was für Leute die nicht 24/7 zocken, denn es "bestraft" einen nicht so wie andere Spiele dafür das man noch ein RL hat (wobei der Punkt mit "mit der Masse leveln" damals wirklich so war, aber PQs kann man ja nun auch schon alleine oder zu 2 machen).
Ghaleon
24.07.2009, 20:39 Uhr
Ich habe da bis ins T4 andere Erfahrungen gemacht: bis ende T3 war Party ohne Ende (man bekommt übrigens Belohnungen in Form von Ruf fürs Defffen). Die PQ's waren gut besucht, das PVP absolut genial, wir haben auch oft mit Unterzahl gegen Übermächte gewonnen... tolle Std. hatte ich da.
Ab T4 war vorbei mit Party.
Inso
24.07.2009, 19:17 Uhr
zu Aion sag ich nur, spiel die Beta kurz an und du merkst das es sehr durchdacht und sehr fertig ist. Da ist nix mit buggenden Animationen oder so, und man war da auch so schlau das Spiel so spät rauszubringen (Releaseverion ist 1.5, fast 1 Jahr nach Korearelease) das der Endgamecontent vorhanden ist (allein letzter Patch +12 Inis, +100 Quests usw..)
Klar hab ich das bisher noch net bis zum Ende durch (bin erst 24), aber die 1.0 Beta hat mir beiweitem mehr Spass gemacht als WAR bis zu dem level, und ein Ende ist nicht in Sicht. Auch das was ich von Spielern vom chinesischen Server höre lässt gutes erwarten.
Dort find ich auch Verbesserungen die ich eig von WAR erwartet hätte, Beispiel PvPvE, bei denen in Inis ne NPCFraktion durch ihr Verhalten die schwächer besetzte Seite supportet, und die Ini spielst dann auch nur zu ner bestimmten Zeit das sich die Leute dafür sammeln und genug los ist.
Aber is ja hier nen WARartikel, wer Aion-Infos will, da gibts ja ne eigene Seite zu^^
Hyphistos
24.07.2009, 19:14 Uhr
Mad Wolk
24.07.2009, 18:51 Uhr
Für mich, nach 9 monaten, heist es : Es WAR einmal ein Runenpriester...
Beasthole
24.07.2009, 18:50 Uhr
Diese Gebrabbel kann ich nicht mehr hören. Ich kenne das zu genüge aus MMO`s wo in
Foren des aktuellen Spiels Aufrufe gestartet werden das Spiel XY ja so genial ist und alle
wechseln sollen und das aktuelle Spiel ist ja so schlecht.........
Das ist in 99% der Fälle heiße Luft! Denn es ist lediglich die Angst der Leute das sie allein
wechseln und feststellen das das neue Spiel nicht das gelobte Land ist.
Und in den meisten Fällen sieht man sich dann nach 2 Monaten wieder und es heißt ich bin
da und da hin gewechselt aber das is nix für mich drum bin ich wieder da.
Also wenn jemand wirklich das Spiel wechselt dann meistens nicht weil irgend ne Gilde sagt sie wechselt. Das ist zwar durchaus so aber von der ganzen MMO Community eher ein Bruchteil weil sehr viele Leute nun mal Einzelkämpfer bleiben.
Das ist meine Meinung. Wer WAR spielen will der tuts, der Rest wechselt durch die Gegend und sieht das im gelobten Land die Bäume auch krumm wachsen!
Thago
24.07.2009, 18:01 Uhr
Aber allgemein ist Mystic selber daran schuld, schlechte Informationspolitik. Viel zu lange Dauer bis auf Probleme reagiert wird und das Andauerende schön Reden von Spiel selber. Wenn man sich so auf den Servern umhört wird wohl der Monat September einen tiefen Einschnitt bringen.. da vermehrt die Worte fallen von Gilden.. wir wechseln zu Aion.
Abwarten und Tee trinken... leider ist wohl WAR am Ende und das wo diese Welt soviel Potenzial hat.