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Plattformen:
PC
Release:
PC: 1. Quartal 2008
Status:
Released
Publisher:
THQ
Entwickler:
Relic Entertainment
Genre:
Strategiespiel
USK:
Ab 16 Jahren
Offizielle Seite:
keine Angabe
Fanseite:
keine Angabe
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André Linken | 18.04.2008, 13:02 Uhr

Warhammer 40.000: Soulstorm - Test
Intergalaktische Verwüstungsorgie

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Der ewige Kampf in den Weiten des Alls geht weiter: Mit Dawn of War: Soulstorm legen Relic Entertainment und Iron Lore das mittlerweile dritte Addon für die Strategiespiel-Serie nach. Kann es die hohe Erwartungshaltung seitens der Fans erfüllen?
Schon in den ersten Minuten nach dem Start des Addons wird klar, was euch erwartet. Das mithilfe von Ingame-Grafik inszenierte Intro führt in die (recht seichte) Hintergrundgeschichte ein. Sämtliche bekannten Fraktionen des Warhammer 40K-Universums zieht es in ein neu entdecktes Planetensystem, das ein mysteriöses Geheimnis birgt. Das an sich wäre nicht sonderlich erwähnenswert, doch die Fülle an Namen und Fakten, die euch während des Intros um die Ohren gehauen wird, dürfte selbst gestandene Fans ein wenig ins Trudeln bringen.

Die Vertreterinnen der Adepta Sororitas handeln streng nach ihrem Glauben und lassen ihren mächtigen Waffen sprechen.

Das Schlachtfeld bebt
Doch sobald sich diese Anfangsverwirrung wieder gelegt hat, geht es ans Eingemachte. Die wohl wichtigste Neuerung, die Soulstorm mit sich bringt, erblickt man bereits im besagten Intro. Mit den Dark Eldar und den Adepta Sororitas treten zwei neue Fraktionen ins intergalaktische Rampenlicht. Kenner des Warhammer 40K-Tabletops dürften die beiden Völker bereits kennen. Die Dark Eldar sind eine zwielichtig, ja eigentlich schon sehr düster gezeichnete Rasse, die auf dem Schlachtfeld keine Gnade zeigt. Viel schlimmer noch: Sie entziehen gefallenen Kämpfern deren Seele, um sich diese Energie zunutze zu machen. So errichten Sie mithilfe dieser Energien Kraftfelder oder aktivieren Stärkungszauber - keine angenehmen Zeitgenossen, die Dark Eldar. Das sind die Adepta Sororitas - auch als Sisters of Battle bekannt - ebenfalls nicht. Immerhin handelt es sich bei ihnen um fanatische Kriegerinnen im Namen des Glaubens, die fast schon an die nicht minder engstirnigen Kreuzritter erinnern. Die Armee dieser Fraktion besteht ausschließlich aus kriegerischen Frauen, die mit dicken Panzerungen und mindestens ebenso mächtigen Wummen in den Kampf ziehen.

Zu Beginn der neuen "Kampagne" von Soulstorm stehen diese beiden neuen Völker zusammen mit den bereits aus den Vorgängern bekannten Fraktionen zur Auswahl. Jedes Volk erhält einen anderen Startplatz auf den Planeten des eingangs erwähnen Sonnensystems zugewiesen und hat nur ein Ziel vor Augen - die vollständige Eroberung. Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg, denn jeder Planet ist nochmals für sich in mehrere Regionen unterteilt und beherbergt zudem feindliche Parteien. Ähnlich wie in Spielen im Stil von Medieval 2: Total War zieht man rundenweise über die Planetenkarten und arbeitet sich Stück für Stück vor; besser gesagt: Territorium für Territorium. Im Rahmen dieses Rundenmodus verschiebt man seine Truppen, sorgt für Nachschub oder geht zum Angriff über - die bekannten Echtzeitschlachten eben. Gut geplant ist daher halb gewonnen.

Von Rollenspielen und blutigen Schlachten
Des Weiteren kümmert man sich zwischen den Kämpfen um den jeweiligen Helden der eigenen Fraktion. Mit zuvor errungenen Sieg- respektive Erfahrungspunkten schaltet man neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände frei, mit denen man den Heroen ausstatten kann. Da kommt schon mal ein laues Rollenspiel-Lüftchen auf - weiter vertieft wird dieser Aspekt allerdings nicht. Dennoch ist es recht reizvoll, wenn der Held schon alleine optisch immer mächtiger erscheint.

Auf dem Schlachtfeld selbst bietet sich die gewohnte Dawn of War-Schlachtenkost: Man beginnt zunächst mit dem Aufbau der eigenen Basis, erobert Verstärkungspunkte und Relikte, bevor man sich daran macht, den Feind von der Bildfläche zu fegen. Zwar bringen die beiden neuen Fraktionen ein klein wenig frischen Wind ins Geschehen (vor allem im Multiplayer-Modus), doch letztendlich hat sich nicht viel geändert. Nach wie vor hat man es mit extrem rasant und actionreich inszenierten Gefechten zu tun, bei denen es an allen Ecken und Enden kracht, rumst und blitzt. Das ist gleichzeitig Fluch und Segen der neuen "Kampagne": Mit Ausnahme der jeweils finalen Konfrontationen beim Hauptquartier der einzelnen Völker klappert man eine "Vernichte alles und jeden"-Mission nach der anderen ab. Abwechslung gibt es keine und zudem kommt bei der Suche nach den letzten verbliebenen Feindeinheiten nicht selten Frust auf. Warum haben sich die Entwickler nicht endlich mal zu einer vollwertigen Kampagne mit ausgefeiltem Missionsdesign durchgerungen?

Die Dark Eldar sind die zweite neue Fraktion im Addon, die euch auf die dunkle Seite ziehen.

Ok, die bereits angesprochenen Gefechte direkt vor des Gegners Haustür haben etwas mehr zu bieten. Da gilt es unter anderem, die feindliche Panzerproduktion lahm zu legen, um anschließend einen Großangriff auf den Stützpunkt zu starten. Insgesamt ist das jedoch etwas zu wenig, um die Motivationskurve dauerhaft oben zu halten. Da nützt es auch wenig, dass in Dawn of War: Soulstorm erstmals Flugeinheiten über das Schlachtfeld donnern, denn spürbar mehr Tiefgang erhalten die Gefechte dadurch auch nicht. Multiplayer-Fans dürfen sich übrigens über Nachschub in Form neuer Karten freuen - überhaupt ist die Balance in den Netzwerk- und Online-Partien trotz der neuen Fraktionen erfreulich gut geglückt.

Schlachtplatte Deluxe mit bitterem Nachgeschmack
Haben die Teams von Relic Entertainment und Iron Lore wenigstens in Bezug auf die Präsentation alles richtig gemacht? Auf den ersten Blick, wenn sich die Pupillen erst mal auf die rasanten Schlachten eingestellt haben, möchte man zunächst ein euphorisches "Ja" in den Äther schleudern. Kaum ein anderes Strategiespiel fackelt ein derart opulentes Feuerwerk der Effekte ab. Lasersalven, Explosionen und Energiebarrieren wohin das Auge blickt - dazu noch eine gehörige Portion Pixelblut. Kombiniert mit den schicken Animationen sämtlicher Einheiten ergibt sich eine - sorry für die abgedroschene Phrase - "Schlachtplatte Deluxe". Allerdings kriechen einige unschöne Maden über den Salat dieser Platte. Vor allem die teilweise extrem detailarme Präsentation der Schauplätze stößt immer wieder unangenehm auf. Etwas mehr Leben und Liebe für das Detail wären hier wünschenswert gewesen.

Deutlich besser schneidet da die Soundkulisse ab, die mit dynamisch wechselnden Musikstücken sowie einem betont wuchtigen Kampfinferno jede noch so große Lautsprecher-Box zum Wackeln bringt - das geht durch Mark und Bein.

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