Uncharted 2: Among Thieves - Preview
Ganz großes Kino
Alles begann mit Marco Polo, der ganz im Geiste seiner Zeit Tagebuch führte und dessen Aufzeichnungen den Weg zum sagenumwobenen Tal Shambhala im Himalaya zu ebnen scheinen. Klar, dass Nathan Drake dem Ruf desAbenteuers nicht widerstehen kann. Der gewaltige, in den Aufzeichnungen erwähnte Diamant hat sicherlich nur am Rande etwas mit seiner Motivation zu tun. Enthusiasmus ist auch gefragt, denn Drake ist nicht als einziger auf der Suche nach dem Tal, ein skrupelloser Kriegsverbrecher hat ebenfalls die Witterung aufgenommen. Die filmreife Inszenierung greift immer wieder auf Stilmittel des modernen Kinos zurück, daher wundert es auch kaum, dass die Charaktere um Drake herum für ein Computerspiel außergewöhnlich tiefgehend gezeichnet sind. Da wäre zum einen natürlich Sully, der alte Haudegen, der seine Feuerkraft immer wieder unter Beweis stellt. Eine Reporterin und Exfreundin von Nathan verkompliziert die Situation zusätzlich, doch ihre Rolle ist wenigstens hilfreich. Zweifelhafter ist da rassige Schönheit, deren Lippen immer wieder an Nathans kleben, die aber andererseits auch eine fragwürdige Beziehung zu dem Handlanger des Konkurrenten pflegt. Der blonde Surferboy kämpft zu Spielbeginn noch an Drakes Seite.
Es gilt, gemeinsam einen Zeremoniendolch aus einem Museum zu entwenden und der Spieler findet sich mitten in dem Gebäude wieder, das architektonisch an einen nepalesischen Tempel erinnert. In dieser Umgebung ist Tarnung alles – kein Wunder, denn Drake hat offensichtlich keinen Eintritt gezahlt. Gerade in solchen Gebieten ist man als Spieler dankbar für das hervorragend funktionierende Deckungssystem. Auf Knopfdruck kuschelt man mit der nächsten Mauer, im Zweifelsfall leitet ein Hechtsprung oder eine Rolle das Versteckspiel ein. Mit flüssigen Bewegungen kann man zum Zielen aus dem Versteck gucken und feuern. Genau dieses System sorgt auch immer wieder für spannende Momente. Gerade, wenn in der Nähe Scharfschützen Position beziehen und rote Laser unsere Umgebung abtasten, stockt der Atem.
Nathan hechtet von Deckung zu Deckung, wartet ab, bis Patrouillen vorbeigegangen sind und schlägt im entscheidenden Augenblick zu. Im Handumdrehen lassen sich Wächter hinterrücks Balkone herabstürzen oder in einen Nahkampf verwickeln. Im Handgemenge ist das richtige Timing zwischen Angriffs- und Ausweichmanövern entscheidend.
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11.10.2009, 00:10 Uhr
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10.10.2009, 13:45 Uhr