Two Worlds - Test
Die neue Genrereferenz?
Dieses Städtchen versprüht mit asiatischen Bauten, vielen Brücken und Blumengärten ein entsprechendes Flair - man kann sich kaum satt sehen, so hübsch wirkt die Szene.
Gerade in einer riesigen Welt wie Antaloor ist es wichtig, dass wenigstens die Kernstory einprägsam, interessant, mit mehr Herzblut und vor allem regelmäßig vorangetrieben wird - eine erzählerische Kunst, an der zuletzt Gothic 3 kläglich scheiterte. Auch die kleinen Auftritte der entschwundenen Schwester sind nicht gerade von Rührseligkeit geprägt. Einzig an Knotenpunkten können die Geschwister in Kontakt treten und über wichtige Storyereignisse sprechen. Dabei bleibt man als Spieler merkwürdig kalt, gelassen, ruhig. Was ist mit verzweifelten Hilferufen, ausweglosen Situationen, drastischen Szenen? Erzählerische Stilmittel, die einen bewegen, rühren, Gift und Galle spucken lassen und daran erinnern, in welch wichtiger Mission man unterwegs ist. Stattdessen versinkt man bis zum Hals in den Weiten Antaloors, dem Charaktersystem, den Tiefen des an Diablo 2 erinnernden Inventars und schweren Felsbrocken. Aber dazu später mehr.
Das Fantasyreich von Two Worlds braucht den Vergleich mit Schwergewichten wie Myrtana, Vaardenfell oder Cyrodiil nicht zu scheuen. Eine über 30 km² große Welt lädt zum Erkunden, Entdecken, Jagen und Sammeln ein. Dabei zeichnet sie hin und wieder Landschaftsgemälde, die man so schnell nicht vergisst. Sie greift zum Pinsel, taucht die Umgebung in ein sattes Grün, versieht die Szenerie mit purpurnen, gelben, roten Tupfern und malt schließlich einen hellblauen Himmel, in dem ein goldener Strahlemann die Lachmuskeln spielen lässt. Fertig sind saftig grüne Auen, bedeckt mit dichten Gräsern, Sträuchern, bunten Blumen und hohen Bäumen. Einige Flecke Antaloors sind unglaublich schön, man möchte fast im Sekundentakt auf die Druck-Taste hämmern, um diese liebevollen Panoramen für die Ewigkeit festzuhalten. Im Norden erstrecken sich hohe, schneebedeckte Berge, denen man die Kälte schon von weitem ansieht. Bewegt man sich in Richtung Süden, setzt man alsbald Fuß in unheimliche Gefilde. Düstere Zitadellen, die bedrohlich in den dunkelroten Himmel ragen, Bäume, in deren Rillen kochende Lavaströme pulsieren und nebelverhangene Felder, die in bösartige Wälder münden, prägen den unteren Teil der Spielwelt. Das Wüstenmeer Drak 'ars präsentiert brennend heiße Dünen, die standhaften Mauern untergegangener Zivilisationen und weite Steppe, deren Ödnis nur vereinzelt von Palmen unterbrochen wird. Erwischt man einen solch atemberaubenden Augenblick, fühlt man sich pudelwohl, hält für einen Moment inne, ergötzt sich an der Aussicht. Leider bekommen Abenteurer auch die optischen Schattenseiten Antaloors zu sehen. Spät aufpoppendes Gras und verwaschene Texturen in der Ferne vermiesen den Gesamteindruck etwas - Geschwüre, von denen schon Oblivion befallen wurde. Zudem wirken einige Gegenden unfertig - Gesteinsbrocken, die lieblos in eine Stadt geklatscht wurden; Wiesen, die aus flachen Tapeten bestehen und eine Wasserdarstellung, die bei hellem Mondschein mit niedrig aufgelösten Reflektionstexturen einfach nur grässlich aussieht, hätten nicht sein müssen. Zurück zum einsamen Recken: Was ist zu tun? Das geforderte Relikt auftreiben? Die Welt auf eigene Faust erkunden? Eine der zahlreichen Städte besuchen? Es liegt voll und ganz beim Spieler. Wie in den Konkurrenzprodukten ist es möglich, seinen eigenen Weg zu beschreiten. Ob man sich nun dazu entschließt, stur der Hauptquest zu folgen, ein paar Nebenjobs an Land zu ziehen, durch die Wälder zu spazieren oder alte Höhlen zu erforschen - es gibt immer etwas zu tun. Die Welt ist vollgestopft mit lukrativen Beschäftigungen, die schon nach kurzer Zeit erste Erfolge bescheren. Die größte Stärke von Two Worlds ist die aus Diablo 2 bekannte Suchtformel: Besseres Schwert + höhere Stärke = mehr Durchschlagskraft. Fast schon mit Leichtigkeit setzt sie sich im Geist des Spielers fest und treibt ihn mit aberwitzigen Versprechungen voran. "Nur noch drei Stufenanstiege, dann kann ich endlich das brachiale Hyperkatana schwingen, noch einen Punkt in Geschicklichkeit investiert und die neue Rüstung ist mein." Das Gameplay ist dermaßen auf das Erbeuten neuer, immer besserer Items ausgelegt, dass man das Gefühl hat, man befände sich in einem 3D-gewordenen Diablo. Moralische Konflikte oder das Hinterfragen ethischer Grundsätze treten in den Hintergrund und machen Platz für Probleme wie: "Uiii, das neue Schwert macht 34 Punkte Schlag-, aber nur 6 Punkte Feuerschaden; das alte macht drei Zähler weniger Damage, dafür bereitet es dem Gegner eisige Schmerzen... Für welche Klinge entscheide ich mich bloß?" - kniffelig, beschäftigend, schwierig und doch so banal und lapidar. Hat man es geschafft und ein fetteres Schwert, eine robustere Rüstung, eine wuchtigere Keule oder einen längeren Speer erbeutet, freut man sich wie ein Schneekönig. Man läuft wie der Kaiser vor dem Spiegel auf und ab, dreht sich, betrachtet sich von allen Seiten und trägt seine neuen Kleider stolz auf dem Marktplatz zur Schau. Mangel an Ausrüstungsgegenständen herrscht niemals vor: Egal ob hammerharte, mit bizarren Schulterteilen verzierte Brustplatten, filigrane Kettenhemden, gehörnte Schutzhelme, fiese Dolche, knochenbrechende Streitkolben, elegante Bögen oder kleine Accessoires wie Ringe - die Auswahl ist gigantisch, jeder Geschmack wird bedient, jeder noch so große Sammeltrieb befriedigt.
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aziraal
22.06.2007, 09:44 Uhr
wenn man alle möglichkeiten des Spiels nutzt gerät man langsam in den god-mode.gruss aziraal
Aluc
18.06.2007, 20:12 Uhr
Ich finde es nur irgendwie seltsam die Wertung wenn ich mir andere Tests zum vergleich heranziehe wie zB. Loki und Oblivion ist die Wertung hier verhältnismäßig viel zu niedrig.
mfg
1332
10.06.2007, 18:23 Uhr
hey
02.06.2007, 23:45 Uhr
oder kann man einfach so mitspielen??
1332
25.05.2007, 16:48 Uhr
Jezt gehts
Mendoras
24.05.2007, 21:35 Uhr
Der Singleplayer ist spassig, es ist sicher kein Megahit, aber es macht Spass und mir auch noch nach ca. 13 Stunden.
Der MP krankt noch an zuvielen Bugs und Designmängeln, egal ob nun nicht geteilte Erfahrung und Questbelohnungen oder dem Friendly Fire. Da wurde einfach großer Mist gebaut. Spass kann er aber trotzdem bissel machen.
Hauptporblem ist das Balancing. Wurde mit dem Patch 1.3 zwar verbessert, das Spiel ist aber immer noch VIEL VIEL zu leicht. Nur dauert es nun länger bis kein Gegner mehr eine Gefahr darstellt.
Was soll mir auch passieren mit 1.000.000 HP ? .. ;)
Da kommt man ganz legal und ohne Cheats hin. Und ich bin erst Stufe 23 *g*
1332
22.05.2007, 18:53 Uhr
Frank
21.05.2007, 20:00 Uhr
1332
21.05.2007, 19:53 Uhr
Ich nähmlich nicht am Anfang nix, am Ende hab zuerst Gandohar umgekloppt dan die Paladine und wieder keine Filmsequenz. Ist das normal ?
John Smith
21.05.2007, 02:02 Uhr