Assassin's Creed - Autor Beiswenger lässt Klage gegen Ubisoft vorerst fallen

MEHR ZUM SPIEL

Test zum Spiel: Two Worlds Spiel-Test

DETAILS ZUM SPIEL

Two Worlds bei Amazon kaufen

Fan werden Fan werden

Newsletter

RSS

Plattformen:
PC, XBox 360
Release:
PC: 09. Mai 2007
XBox 360: 29. August 2007
Status:
Released
Publisher:
Zuxxez Entertainment AG
Entwickler:
Reality Pump
Genre:
Rollenspiel
USK:
Ab 12 Jahren
Offizielle Seite:
2-worlds.com
Fanseite:
keine Angabe

DISKUSSIONEN zum SPIEL

News
Erste Details zum Nachfolger 2
Neuste: 14.08.2009 19:57
Preview
Der neue Rollenspiel-Stern? 23
Neuste: 10.07.2007 08:35
Test
Die neue Genrereferenz? 41
Neuste: 22.06.2007 09:44
follow us at twitter

Sebastian Thor | 23.09.2007, 02:08 Uhr

Two Worlds - Test
Gelungene Abenteuerkost für die Xbox?

1

Während sich PC-Spieler schon seit Mai in den Weiten Antaloors tummeln, wurden die Xbox-Fans stets vertröstet. Mittlerweile können auch sie zum Abenteuer antreten, lodernde Feuerbälle schmeißen, das Schwert schwingen und Pfeile schießen. Hat sich das Warten gelohnt?
Es war schon ein kleines Trauerspiel: Two Worlds erschien im Mai dieses Jahres nach mehreren Verschiebungen, krankte aber auf technischer und inhaltlicher Seite deutlich. Rollenspieler erhofften sich ein Epos der Extraklasse, das mit der Konkurrenz den Boden aufwischt und eine neue RPG-Ära einläutet. Um ehrlich zu sein, waren auch wir guter Dinge, bis die Testversion für den PC bei uns eintrudelte. Schnell zeichnete sich ein flottes Hack&Slay-Abenteuer ab, das mit einer Vielzahl an Items, Quests und einer riesigen Welt vor allem gestandene Diablo-Fans und Metzelkönige ansprach.

Diese Stadt wird von Kanälen durchzogen und erinnert fast ein wenig an das schöne Amsterdam.

Gleichwohl haben es die Entwickler leider versäumt, die Dramatik eines Baldurs Gate oder die Tiefe eines Elder Scrolls einzufangen. Nebenbei blieb die PC-Fassung nicht vor technischen Problemen verschont: Clippingfehler, KI-Aussetzer und Balancingschnitzer schrien geradewegs heraus, dass Two Worlds noch ein paar Monate Feinschliff hätte vertragen können. In unserem Review würdigten wir diese ordentliche, aber keineswegs herausragende Leistung mit 77%. Heute, nach knapp vier Monaten, erscheint die Fassung für die Xbox 360, die wir ebenfalls ins Testlabor zitierten.

Zunächst sei angemerkt, dass diese Version auf dem etwa ein GByte großen Service Release 1.5 basiert, das die meisten technischen Fehler im ewigen Datennirwana verschwinden ließ. Wer sich für die Änderungen im Detail interessiert, sollte sich auf unserer Netzwerkseite schlau machen. Inhaltlich handelt es sich aber logischerweise um ein- und dasselbe Spiel. Das Meckern über die erzählerischen sowie dramaturgischen Schwächen ersparen wir uns an dieser Stelle und legen euch stattdessen den umfangreichen Test der PC-Version ans Herz. Viel wichtiger: Wie fühlt sich Two Worlds auf der Xbox 360 an? Wie sieht es aus? Und werden Abenteurer mit diesem Paket glücklich?

Optisch hat das Spiel von Reality Pump auch auf der Konsole einiges zu bieten: Bewaldete Berghänge, die in dicht bewachsene Täler münden, vom wabernden Nebel umschlossene Schluchten, schneeweiße Gletschergebirge und knochentrockene Wüsten sind noch immer nett anzusehen, aber bei weitem nicht mehr so beeindruckend wie damals. Abgesehen vom Zahn der Zeit, der auch an der Optik von Two Worlds nagte, machen sich die üblichen technischen Patzer negativ bemerkbar. Gräser, Büsche, Felsen und Sträucher verkommen zu unschönen Popups, die sich ab einer bestimmten Entfernung ins Bild schieben. Zwar könnt ihr kilometerweit schauen und jeden noch so kleinen Baum am Horizont erkennen, sobald ihr jedoch einen Fuß vor den anderen setzt, entrollt sich vor euren Augen langsam ein bunter floraler Teppich. Selbst Gegner erscheinen mitunter erst wenige Meter, bevor ihr in ihre blitzblanken Klauen stolpert.

Das Figurenverhalten ist nicht sehr konsequent. Die Kerle laufen meist einfach nur stumm durch die Gegend. Die Illusion einer lebendigen Spielwelt wird dadurch schon früh zerstört.

Die Schatten wirken auf der Xbox 360 wesentlich grobpixeliger und die Texturen merklich unsauberer. Besonders wenn man in den Gesprächen auf kleine Details wie Gürtelschnallen oder Rüstungsnieten achtet, fällt dieses Manko im Vergleich zur PC-Version auf. Wenn viel Vegetation im Bilde ist, verfällt das Geschehen schnell in ein nerviges Ruckelgelage, das nur von einer der häufigen Nachladesequenzen unterbrochen wird. Mitunter dauert es sogar mehrere Sekunden, bis eine Unterhaltung startet, nachdem man die entsprechende Person bereits angesprochen hat. Ein Patch, der die Ungereimtheiten beseitigt, wurde inzwischen angekündigt, ist bis dato aber noch nicht erschienen.

Die Steuerung mit dem 360-Gamepad stellt euch vor keine größeren Hürden. Mit RT lasst ihr das Schwert tanzen oder Pfeile in Richtung Gegner schnellen. Der linke Analogstick dient dabei als Zielhilfe, sofern das Autoaiming ausgeschaltet ist. Sekundäraktionen wie Zauber oder Schleichen liegen auf LT und können mit dem Steuerkreuz selektiert werden. Aber spätestens im Inventar macht sich bemerkbar, dass Two Worlds auf dem PC zu Hause ist. Gerade beim Stapeln der Objekte werdet ihr die Maus-typische Drag&Drop-Funktion vermissen, mit der ihr in Sekundenschnelle bessere Items herstellt. Aber auch das Navigieren auf der Karte oder im Tagebuch fällt mit dem Gamepad etwas umständlich aus.

Ein großer Kritikpunkt der PC-Version war die Pferdesteuerung, die scheinbar geradewegs aus der Hölle kam. Hier haben die Entwickler kräftig nachgeholfen: Der Hengst bleibt jetzt nicht mehr an jedem kleinen Baumstumpf hängen und lässt sich wenigstens ansatzweise durch die Welt steuern. Zwar reagiert er auf die Bewegungen des Analogsticks sehr träge, aber für einen nachmittaglichen Ausritt ist der Klepper jetzt allemal zu gebrauchen.

1




Gelungene Abenteuerkost für die Xbox? Kommentare (0)

Um Kommentare zu schreiben, musst du dich zuerst anmelden.
Du besitzt noch keinen Account? Dann registriere dich im Forum!

Mehr zu Two Worlds: