Turok - Special
Die Dinos sind zurück!
Den schwarzen Vorhang am Eingang der Bar passiert, fällt unser Blick sofort auf einen überdimensionalen Gecko, der an der Wand hängt. Beinahe vier Meter lang, starrt er uns direkt in die Augen. Schnell schweifen unsere Blicke durch den Raum. Sind noch mehr Bedrohungen vor Ort? Ja! Auf der Bar sitzt ein hinterhältiger Raptor, der sicherlich schon Hunger auf Redakteure hat. Wenige Augenblicke später merken wir: Keine Gefahr, denn auch Batman, Indiana Jones und viele weitere Figuren stehen in den Nischen der Bar und sorgen für ein ganz besonderes Zockerfeeling.
Bereits auf der Games Convention ermöglichten die Entwickler von Propaganda Games und Publisher Disney Interactive einen ersten Blick auf die neueste Dinosaurierhatz. Die Vorführung hinterließ einen bleibenden Eindruck. Die Entwickler sorgten für einen frischen Wind auf und fegten damit die düsteren Schwaden des Vorgängers Turok: Evolution aus den Spielerköpfen. Die Veränderungen beginnen dabei schon beim Protagonisten, der von nun an sogar einen Vornamen hat. Wir dürfen vorstellen: Turok. Joseph Turok. Geblieben sind seine indianische Abstammung, seine Lieblingswaffen in Form von Bogen und Messer und seine Lust aufs Töten von Dinosauriern. Neu ist die Ansiedlung der Geschichte. In der Zukunft, mehrere hundert Jahre vor der heutigen Zeit, warten eine spannende Rahmenhandlung und jede Menge Waffen. Von recht realistisch bis zum technischen Wunder erfüllt das Arsenal alle Wünsche.
Riesengroß überragt dieser Gecko die Bar im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld. Das Ambiente hätte für die Präsentation des Dinospektakels Turok kaum besser sein können.
Mittlerweile haben wir uns in Hamburg bestens mit kleinen Snacks und Getränken gestärkt. Bereit für eine knallharte Mehrspielerpartie, suchen wir die Herausforderung. In warmes Licht eingetaucht, stehen gut ein Dutzend Xbox 360-Konsolen in einem separaten Raum der Bar. Zusammen mit einem riesengroßen LCD-Fernseher zur Übertragung des Turniers wird der Zockertraum komplettiert. Als Einführung wird ein Deathmatch-Spiel gewählt, um die Steuerung, die Besonderheiten und vor allem die Waffen kennenzulernen. Unser Charakter hat schon früh schwer zu tragen: Wir haben den Raketenwerfer entdeckt. Ächzend schleppt er die todbringende Waffe durch die Dschungellandschaft. Hinter einer Lichtung entdecken wir eine Art Forschungsstation. Der kalte Beton hebt sich stark von den warmen Farben der Umgebung ab. Flink huscht ein Gegner über eine Balustrade, hat uns aber noch nicht bemerkt. Wir visieren an, zoomen heran und feuern ihm direkt vor die Beine. Mit einem hellen Lichtschein und einer donnernden Explosion segnet er das Zeitliche. Der Einstieg in Turok ist bestens gelungen. Schleunigst brechen wir wieder auf, um den nächsten Kontrahenten aufs Korn zu nehmen. Daraus wird leider nichts, denn ein fieses Reptil will uns zerfleischen. Die Sicht färbt sich rot, als dem Urtier ein Raptor zur Hilfe eilt und uns von hinten kräftig ins Bein beißt. Wir wechseln die Waffe und pulvern mit dem Maschinengewehr eine Ladung blaue Bohnen in die Körper der Fleischfresser. Dinosaurier 0 - Joseph Turok 1!
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