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Test zum Spiel: Too Human Spiel-Test

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Plattformen:
XBox 360
Release:
XBox 360: 29. August 2008
Status:
Released
Publisher:
Microsoft
Entwickler:
Silicon Knights
Genre:
Action-Adventure
USK:
Ab 16 Jahren
Offizielle Seite:
xbox.com
Fanseite:
keine Angabe

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André Linken | 01.09.2008, 19:34 Uhr

Too Human - Test
Kampf im Namen der Götter

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Man nehme eine ordentliche Portion nordischer Mythologie und vermische das Ganze mit einer Prise Hack 'n Slay im modernen Science-Fiction-Gewand. Das Endprodukt hört auf den Namen Too Human, mag aber nicht so recht schmecken.
Ein Action-Rollenspiel aus den Händen des Entwicklers Silicon Knights? Das hört sich schon mal viel versprechend an. Immerhin zeichnen die Kanadier unter anderem für die GameCube-Umsetzung von Metal Gear Solid: Twin Snakes sowie Eternal Darkness verantwortlich. Zudem klingt auch die Story des Xbox 360-Titels nicht gerade schlecht: Man schlüpft in die Rolle des Kriegers Baldur, der als Sohn der nordischen Obergottheit Odin mit übermenschlichen Kräften ausgestattet ist. Doch der Neid lauert überall, und ehe es sich der Heroe versieht, wird er Opfer einer hinterlistigen Machenschaft des durchtriebenen Loki und muss zu allem Überfluss die Ausrottung der Asen - das Göttergeschlecht - verhindern. Das alles verpacken die Entwickler in ein modernes Science-Fiction-Gewand inklusive Holoprojektoren, Lasergewehre und ähnlicher Elemente. Guter Ansatz, so viel ist klar. Leider hapert es ein wenig bei der Ausführung: Ihr werdet ständig mit neuen Namen bombardiert und so mancher Sprung im Handlungsverlauf sorgt für Verwirrung. Zudem lässt die anfängliche Brisanz schnell wieder (stark) nach und entpuppt sich mit zunehmender Spieldauer als ein fades Light-Produkt eines wohl gelangweilten Skript-Autors.

Baldur sieht aus wie eine coole Sau, doch wirklich "warm" wird man mit dem Helden von Too Human nicht.

Immer feste drauf
Lassen wir mal die Story beiseite, denn diese konnte beispielsweise in Diablo & Co. ebenfalls keinen Blumentopf gewinnen; dennoch haben diese Spiele Spaß gemacht. Daher stürzt man sich am besten unbefangen ins Gemetzel und denkt nicht mehr viel über den Mythologie-Wirrwarr nach. Zunächst entscheidet man sich jedoch für eine von insgesamt fünf Spielklassen. Da wäre zum Beispiel der stämmige Verteidiger, der besonders zäh ist und mehr Treffer wegsteckt als seine Kollegen. Wer lieber kräftig austeilen will, zieht mit dem Berserker in den Kampf. Dieser Geselle darf mächtige Zweihandwaffen schwingen und ist ein Spezialist im Metzeln. Wer lieber aus der Distanz agiert, wählt den Kommandosoldaten, der sich bestens auf den Umgang mit Feuerwaffen versteht und darüber hinaus einiges an Know-How im Bereich Sprengstoff mit sich bringt. Die Auswahl der Klassen deckt nahezu jede Vorliebe ab und zudem wählt man nach kurzer Spielzeit eine Art Spezialisierung (Kybernetik oder "Normal").

Das klingt nach viel Abwechslung und in den ersten Minuten freut man sich tatsächlich über die unterschiedliche Spielweise der Klassen. Überhaupt läuft Too Human im ersten Kapitel zur Hochform auf. Die Kämpfe gegen riesige Horden von (leider recht abwechslungsarmen) Monstern sind sehr actionreich in Szene gesetzt, und es fliegen ordentlich die Fetzen. Des Weiteren erhält man Erfahrungspunkte und verbessert mit den hierdurch errungenen Punkten die Fähigkeiten des Charakters.

Die Kämpfe sind teilweise effektreich in Szene gesetzt, was jedoch nicht über die restlichen Probleme hinwegtäuscht.

Doch schon wenig später offenbaren sich die ersten größeren Probleme. Zum einen ist die Steuerung hoffnungslos überladen und zudem etwas merkwürdig belegt. So löst man beispielsweise mithilfe des rechten Analogsticks Attacken aus, was vor allem in hektischen Situationen nicht immer einwandfrei gelingt. Vor allem im Nahkampf hat man zudem oftmals seine liebe Mühe, die Übersicht zu behalten. Das liegt an der störrischen Kamera, die das Spielgeschehen nicht immer optimal in Szene setzt, so dass man eher damit beschäftigt ist, die Attacken zu koordinieren anstatt ausgefeilte Kombo-Manöver auszuführen. Letzte bleiben den Distanzklassen übrigens nahezu gänzlich verwehrt, was einen faden Beigeschmack hinterlässt. Obwohl... aufgrund der Nahkampf-Hektik ist das nicht unbedingt ein Nachteil, wenn auch ein Balancing-Problem. Immerhin macht die Hatz auf bessere Waffen und Ausrüstung etwas Spaß und die Shopping-Touren in die Hauptstadt Asgard offenbart manchmal eine mächtige "Überwaffe".

Mehr vom Selben
Wer jetzt mit dem Satz "ok, aber die Action stimmt doch" kommt, hat im Prinzip recht. Wer auf Dauergemetzel im SF-Gewand steht, hat sicherlich einige Stunden Spaß mit Too Human. Allerdings wird auf Dauer viel zu wenig Abwechslung geboten. Man knüppelt und schießt ständig auf dieselben Gegnertypen ein und verfällt schnell in Angriffs-Schemata. Etwas mehr Pepp bringen da schon die Bosskämpfe am Ende eines jeden Abschnitts ins Spielgeschehen. Doch auch hier patzt Silicon Knights: Weder sind die Obermotze sonderlich anspruchsvoll noch imposant in Szene gesetzt. In Zeiten von God of War & Co. kann man deutlich mehr erwarten. Da reißt am Ende auch der nett gemeinte Koop-Modus für zwei Spieler (nur via Xbox Live) nicht mehr viel raus. Gemeinsam machen die Scharmützel zwar etwas mehr Spaß, doch die oben erwähnten Mankos bleiben.

Apropos Mankos: Auch grafisch bleibt Too Human hinter seinen im Ansatz aufblitzenden Möglichkeiten. Da freut man sich eben noch über schicke Lichteffekte und hübsche Animationen, ärgert sich danach aber wieder über eintöniges Leveldesign, unverständliche Ruckler sowie matschige Texturen. Die Soundkulisse hat etwas mehr zu bieten und kann sogar eine ordentliche (deutsche) Sprachausgabe vorweisen. Allerdings hätten wir uns etwas mehr "Bombast-Musik" gewünscht, um das actionreiche Treiben ansprechend zu untermalen.

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Kampf im Namen der Götter Kommentare (3)

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IrealiTY

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Friendinvite

03.09.2008, 16:25 Uhr

Wie Belder sagte, die Story ist für die,welche sich mit der nordischen Mythologie beschäftigen, kein Problem.
So finde auch ich den Nordischen-Endzeit Aspekt sehr sehr interessant.

(Hatte vor 2 Jahren auch diese Idee bloss für den RPG Maker *lach*)

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Belder

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Friendinvite

03.09.2008, 09:42 Uhr

Meiner Meinung nach, ist der Kritikpunkt mit der verwirrenden Story nur für Leute relevant, die sich mit der Nordischen Mythologie nicht auskennen. Alle anderen sollten mit der Story eigentlich problemlos klarkommen.
Wer Spass an Spielen wie Diablo und Co. hat sollte auf jedenfall die Demo mal anzocken und schauen wie sie ihm gefällt. Denn so wie die Demo ist im Prinzip fast das gesamte Spiel.

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Senaca

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Friendinvite

02.09.2008, 19:44 Uhr

ich find es rockt ungemein.
kann kaum noch aufhören. muss mein elite set farmen.
das ganze geht schon richtung diablo2 :)

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