Too Human - Test
Kampf im Namen der Götter
Baldur sieht aus wie eine coole Sau, doch wirklich "warm" wird man mit dem Helden von Too Human nicht.
Lassen wir mal die Story beiseite, denn diese konnte beispielsweise in Diablo & Co. ebenfalls keinen Blumentopf gewinnen; dennoch haben diese Spiele Spaß gemacht. Daher stürzt man sich am besten unbefangen ins Gemetzel und denkt nicht mehr viel über den Mythologie-Wirrwarr nach. Zunächst entscheidet man sich jedoch für eine von insgesamt fünf Spielklassen. Da wäre zum Beispiel der stämmige Verteidiger, der besonders zäh ist und mehr Treffer wegsteckt als seine Kollegen. Wer lieber kräftig austeilen will, zieht mit dem Berserker in den Kampf. Dieser Geselle darf mächtige Zweihandwaffen schwingen und ist ein Spezialist im Metzeln. Wer lieber aus der Distanz agiert, wählt den Kommandosoldaten, der sich bestens auf den Umgang mit Feuerwaffen versteht und darüber hinaus einiges an Know-How im Bereich Sprengstoff mit sich bringt. Die Auswahl der Klassen deckt nahezu jede Vorliebe ab und zudem wählt man nach kurzer Spielzeit eine Art Spezialisierung (Kybernetik oder "Normal").
Das klingt nach viel Abwechslung und in den ersten Minuten freut man sich tatsächlich über die unterschiedliche Spielweise der Klassen. Überhaupt läuft Too Human im ersten Kapitel zur Hochform auf. Die Kämpfe gegen riesige Horden von (leider recht abwechslungsarmen) Monstern sind sehr actionreich in Szene gesetzt, und es fliegen ordentlich die Fetzen. Des Weiteren erhält man Erfahrungspunkte und verbessert mit den hierdurch errungenen Punkten die Fähigkeiten des Charakters.
Die Kämpfe sind teilweise effektreich in Szene gesetzt, was jedoch nicht über die restlichen Probleme hinwegtäuscht.
Mehr vom Selben
Wer jetzt mit dem Satz "ok, aber die Action stimmt doch" kommt, hat im Prinzip recht. Wer auf Dauergemetzel im SF-Gewand steht, hat sicherlich einige Stunden Spaß mit Too Human. Allerdings wird auf Dauer viel zu wenig Abwechslung geboten. Man knüppelt und schießt ständig auf dieselben Gegnertypen ein und verfällt schnell in Angriffs-Schemata. Etwas mehr Pepp bringen da schon die Bosskämpfe am Ende eines jeden Abschnitts ins Spielgeschehen. Doch auch hier patzt Silicon Knights: Weder sind die Obermotze sonderlich anspruchsvoll noch imposant in Szene gesetzt. In Zeiten von God of War & Co. kann man deutlich mehr erwarten. Da reißt am Ende auch der nett gemeinte Koop-Modus für zwei Spieler (nur via Xbox Live) nicht mehr viel raus. Gemeinsam machen die Scharmützel zwar etwas mehr Spaß, doch die oben erwähnten Mankos bleiben.
Apropos Mankos: Auch grafisch bleibt Too Human hinter seinen im Ansatz aufblitzenden Möglichkeiten. Da freut man sich eben noch über schicke Lichteffekte und hübsche Animationen, ärgert sich danach aber wieder über eintöniges Leveldesign, unverständliche Ruckler sowie matschige Texturen. Die Soundkulisse hat etwas mehr zu bieten und kann sogar eine ordentliche (deutsche) Sprachausgabe vorweisen. Allerdings hätten wir uns etwas mehr "Bombast-Musik" gewünscht, um das actionreiche Treiben ansprechend zu untermalen.
Mehr zu Too Human:
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News: Neues Projekt bei Silicon Knights in Arbeit (12 News insgesamt)





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IrealiTY
03.09.2008, 16:25 Uhr
So finde auch ich den Nordischen-Endzeit Aspekt sehr sehr interessant.
(Hatte vor 2 Jahren auch diese Idee bloss für den RPG Maker *lach*)
Belder
03.09.2008, 09:42 Uhr
Wer Spass an Spielen wie Diablo und Co. hat sollte auf jedenfall die Demo mal anzocken und schauen wie sie ihm gefällt. Denn so wie die Demo ist im Prinzip fast das gesamte Spiel.
Senaca
02.09.2008, 19:44 Uhr
kann kaum noch aufhören. muss mein elite set farmen.
das ganze geht schon richtung diablo2 :)