Tom Clancy's EndWar - Test
Mit Stimmgewalt zum Erfolg
Die Entwickler haben ein System entwickelt, das schnell zu erlernen ist. "Einheit 1 - Angreifen - Feind 2" schallt es durch den Raum, und eine Panzergruppe macht sich auf den Weg, um gegen die Infanterie vorzugehen, die sich hinter einem Berg verschanzt hat. Wenige Augenblicke später springt die Kamera mit einem deutlichen "Anzeigen - Einheit 2" zur Helikopter-Staffel, die sich knatternd in Richtung der gegnerischen Stellungen bewegt. Nur was machen unsere Panzer eigentlich? Schnell ein neues Kommando in das Mikrofon gesprochen und die Kamera zeigt, dass die Infanterie erfolgreich geschlagen wurde. Aber was soll die Einheit 1 nun machen? Am besten erst einmal vorrücken, was sich auch in Richtung der markanten Punkte per Sprachbefehl regeln lässt: "Einheit 1 - Vorrücken zu - Einheit 3". Fix sind die eigenen Einheiten beieinander, der nächste Angriff steht schon bevor. Wer befürchtet, vom Spiel nicht verstanden zu werden, sei entwarnt: Das Kauderwelsch der unterschiedlichsten Dialekte vom Sächsischen bis hin zum Bayerischen gleicht das Spiel ziemlich gut aus. Sogar ein verlegenes "Äh" zwischen den Befehlsketten verwirrt die Technik nicht. Sprecht ihr danach normal weiter und lasst die Taste zum Sprechen nicht los, zweifelt niemand an euren Kommandofähigkeiten. Die Einschränkungen und Vorgaben der Sprachbefehle können schnell den Eindruck erwecken, dass die Stimmen-Erkennung nur ein Schmankerl für Technik-Freaks ist. Glücklicherweise können wir das verneinen. Die Steuerung mit Maus und Tastatur wurde gut durch die Sprach-Befehle erweitert und verkürzt nicht selten den Kommunikationsweg zwischen euch und euren Truppen. Vorteilhaft für die Übersichtlichkeit ist, dass das System euch immer auf dem Bildschirm zeigt, was ihr gerade sprecht oder was die Spracherkennung gehört haben will. Zusätzlich könnt ihr so auch neue Befehle entdecken und habt immer eine Übersicht über die feindlichen Einheiten. Denn das System zeigt euch im Sprachmenü immer die Feindgruppierungen an, die angegriffen werden können. Das tröstet aber nicht darüber hinweg, dass nur bestimmte Aktionen mit der Stimme befohlen werden können. Sollen die Truppen nur zu einer bestimmten Lichtung vorrücken, müsst ihr das per Standard-Steuerung selbst in die Hand nehmen. Trotz der Grenzen macht es Spaß, mit einem Headset in den Kampf zu ziehen. Noch nicht mal mit anderen Sprachprogramm wie beispielsweise Teamspeak könnt ihr das System verwirren. Ihr kontrolliert stets, wie ihr sprechen wollt, indem ihr den Befehlsknopf nur dann drückt, wenn ihr es auch wollt.
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Rochenkoenig
19.03.2009, 10:53 Uhr