Toki Tori - Test
Ach du dickes Ei!
Zuletzt auf dem iPhone und der Wii zu Hause, steht Toki Tori zum kundenfreundlichen Preis von knapp fünf Euro ab sofort auch auf Steam bereit und wartet auf Zeitgenossen, die ihre grauen Zellen gehörig auf Trab bringen möchten. Erstaunlich ist, dass die vergangenen zehn Jahre scheinbar spurlos an dem Klassiker vorüberzogen. Sicherlich, optisch machte man einen nicht zu unterschätzenden Schritt nach vorne und auch die akustische Untermalung hat nichts mehr mit dem Getute der GameBoy-Color-Version zu tun, die tragenden Säulen der Spielmechanik blieben jedoch nahezu unverändert erhalten. In der Rolle des namensgebenden und frisch geschlüpften Kükens Toki Tori bahnt man sich einen Weg durch mehr als 80 abwechslungsreiche 2D-Areale und begibt sich auf die Suche nach den kleinen Geschwistern des unfreiwilligen Helden. Das Problem an der ganzen Sache: Diese sind noch nicht geschlüpft und warten seelenruhig in ihren Eiern auf den großen Bruder, an dem also wieder einmal die ganze Arbeit hängen bleibt. Für einen Titel dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich: Sämtliche Eingabeeinheiten werden unterstützt. Somit ist euch selbst überlassen, ob ihr die bevorstehenden Aufgaben mit der Maus, dem Xbox 360-Controller oder ganz klassisch mit der Tastatur angeht. Da sich am eigentlichen Spielprinzip auch nach zehn Jahren nichts weiter verändert hat, lässt sich dieses theoretisch in wenigen Worten zusammenfassen. In den zweidimensionalen Arealen muss eine vorgegebene Anzahl an Eiern gefunden werden, um den Weg fortzusetzen. Was sich trotz der diversen Hindernisse nach einer simplen Aufgabe anhören mag, wird durch eine Design-Entscheidung der Entwickler deutlich erschwert. Toki Tori kann nämlich nicht springen, weshalb Wege und Routen mit logischem Sachverstand erschlossen werden müssen. Was in den ersten Welten noch ohne weiteres von der Hand geht, entpuppt sich nach wenigen Stunden als eine Kopfnuss der besonderen Art. Wohl auch, weil zahlreiche kleine Gemeinheiten in den Arealen platziert wurden, die euch das Leben schwer machen. Diese reichen von Steinen und ähnlichen Hindernissen, über Teleporter bis hin zu hartnäckigen Gegnern, die das kleine Küken nur zu gerne rupfen würden. Um dem Ganzen nicht wehrlos gegenüberzustehen, kann der Piepmatz auf verschiedene Gadgets zurückgreifen, mit denen Steine verschoben, Hindernisse überwunden, Gegner eingefroren oder Brücken gebaut werden können.





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