TNA Impact! - Special
Düstere Gassen und fiese Wrestler
Diese beiden Damen zeigten, dass sie nicht nur als schmückendes Beiwerk beim Event waren: Sie zeigten auch spielerisches Können.
Kaum in London gelandet, starten wir mit der U-Bahn auch schon in Richtung Innenstadt. In einem japanischen Szenelokal sollen wir auf drei der besten TNA-Impact-Wrestler treffen und natürlich auch das Spiel auf Herz und Nieren testen. Als wir den düsteren Gang in die Lokalität betreten, können wir die Umgebung aus Mangel an Licht zunächst nur schemenhaft wahrnehmen. Die Blicke schweifen durch den Raum. Und auf einmal steht er vor uns: Samoa Joe. Ein 1,88m großer Riese mit geschätzten 130 kg Kampfgewicht. Ihm möchte man nun wirklich nicht im Dunkeln begegnen. Wir suchen schon Deckung und sind ein wenig überrascht, als er nicht sofort einen Klappstuhl hervorzaubert und ihn stilecht auf unseren Rücken zerkloppt. Vielmehr lächelt er freundlich und scheint sich auf die Präsentation des Spiels wirklich zu freuen. Sind Wrestler doch nicht diese willenlosen Kampfmaschinen, die man zu kennen glaubt? Später erfahren wir von ihm, dass er Videospiele seit seiner frühesten Kindheit über alles liebt. Erst kürzlich habe er seinen alten NES mitsamt Spielen wieder gefunden, erzählt er uns mit einem kindlichen Lächeln auf dem derben Gesicht. Schon immer habe er Wrestling geliebt, die Spiele auf nahezu allen Systemen verschlungen und davon geträumt, endlich selbst mal in digitalisierter Form aufzutreten. Selbstbewusst fügt er hinzu, dass es schlichtweg logisch sei, ihn als besten Wrestler überhaupt in einem Videospiel zu feiern. An Selbstbewusstsein scheint es dem Hünen wirklich nicht zu mangeln. Auf die Nachfrage hin, wie er bei einer virtuellen Niederlage mit seinem Charakter gegen Freunde reagieren werde, lässt er keine Zweifel über seinen Siegeswillen aufkommen. Mit knappen Worten sorgt er für Klarheit: Er siegt immer. Punkt. Sei es nur virtuell oder im tatsächlichen Ring - er habe die Kraft, immer zu gewinnen. Seine Erfolge sprechen dabei für sich. Lange Zeit erfolgreicher Wrestler in "Ring of Honor" und amtierender TNA-Schwergewichtsweltmeister sind nur Auszüge aus dem Erfolgsportfolio. Perfekt ist er mit seinem Mix aus Erfahrungen vor allem auch für die Entwickler. Er weiß, wovon er spricht, wenn es um die Bewegungen im Ring geht. Oder darum, welche Features das Spiel beinhalten soll. Er lobte uns gegenüber vor allem die gute Zusammenarbeit mit Midway. Man habe gemeinsam an dem Spiel arbeiten können und viele Ideen im Team entwickelt. Allerdings habe man auch noch viele Pläne, die in einem zweiten Spiel umgesetzt werden könnten. Oder mit möglichem Zusatz-Content. Schließlich sollte man das ganze Können nicht sofort verballern.
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Tuca
06.07.2008, 22:17 Uhr