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Plattformen:
PC, PS3, XBox 360
Release:
PC: 02. November 2007
Playstation 3: 07. Dezember 2007
XBox 360: 02. November 2007
Status:
Released
Publisher:
Vivendi Universal
Entwickler:
Saber Interactive
Genre:
Shooter
USK:
Keine Jugendfreigabe
Offizielle Seite:
atari.com
Fanseite:
keine Angabe
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Dirk Weyel | 02.11.2007, 18:56 Uhr

TimeShift - Test
Zeitspiel prägt Spielzeit

1 Wertung

Wie gut ist das Spiel mit der Zeit? Wir haben uns in einen schicken Anzug gezwängt und uns an drei erfrischenden Zeit-Modi ergötzt.
Spätestens seit Max Payne greift die Spieleindustrie immer wieder zur Bullet-Time. Warum auch nicht? Immerhin könnte man mittlerweile schon fast meinen, dass sich Zeit genauso gut wie Sex verkaufen lässt. Und so haben sich auch die Mannen von Saber Interactive zu einem Shooter mit Zeit-Funktion hinreißen lassen. Zugute halten muss man ihnen allerdings, dass sie die Slow-Motion eines Max Payne nicht einfach kopieren, sondern gekonnt weiterentwickeln.

Auch wenn die Story etwas mau daherkommt und man in der futuristischen Stadt Alpha District mit dem namenlosen Helden für Recht und Ordnung sorgen muss, weckt der coole Zeitreise-Anzug sofort Interesse - Erinnerungen an den Nano-Suite aus Crysis inklusive. Konnte man als kaltschnäuziger Max Payne nur durch die Bullet-Time seinen Widersachern trotzen, hat das wertvolle Kleidungsstück in TimeShift gleich drei Varianten inne: Neben einer Slow-Motion kann die Zeit auch schlicht angehalten oder gar zurückgespult werden. Klingt komisch? Ist es auch, denn versperrt eine eingerissene Wand mal den Durchgang, genügt ein Knopfdruck, um die Explosion der Fassade rückgängig zu machen. Das sieht nicht nur ziemlich imposant aus, sondern sorgt auch für einen Weg ins Freie. Großartig Spielraum für das Weiterkommen hat man nicht. Die Laufwege sind alle ziemlich linear gehalten und bieten keinen Platz für Ausflüge durch die Stadt.

Das Waffenarsenal bedient sich der Grundregeln für einen waschechten Shooter: Granaten, Maschinen- und Scharfschützengewehre stehen zum Ballern bereit. Ein bisschen mehr Abwechslung wäre schon wünschenswert gewesen. Hier und da kann man sich zwar hinter eine festmontierte Wumme klemmen und ordentlich Salven verteilen, der Reiz geht aber spätestens beim dritten Geschütz flöten. Etwas Einfallsreichtum mehr hätte es auch beim Design der Charaktere sein dürfen. Im Prinzip gibt es nur zwei Outfits: Eins für die Kollegen und eins für die bösen Buben. So lassen sich Widersacher und Kollegen zwar wunderbar unterscheiden, dem Gesamteindruck tut die monotone Darstellung aber nicht gut. Das eher durchschnittliche Gameplay erfährt nur durch die tollen Zeit-Spielereien des Anzugs - der übrigens automatisch eine der drei Zeitvarianten auswählt - eine große Aufwertung.

Der Regen sieht richtig klasse aus, leider gibt es auch hier und da unschöne Flecken im etwas kargen Leveldesign.

Lauert man zum Beispiel wieder mal hinter einem Felsvorsprung, aktiviert man die Zeit-Funktion und der Spielspaß steigt ins Unermessliche: Schnell hervorsprinten, dem Gegner in Slow-Mow ordentlich das Gewehr an die Kinnlade hauen, freudig zuschauen, wie der Helm des Gegenübers wegfliegt und der Kopf nach hinten knallt. Ja, so macht das Leben Spaß. Und gerade weil ab und zu auch ein bisschen Grips vonnöten ist, um voran zu kommen, kann TimeShift überzeugen.

1 Wertung




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