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Tobias Ritter | 01.02.2012, 13:15 Uhr

THQ
Aktie im Sinkflug, Börse droht mit Ausschluss, zahlreiche Mitarbeiter entlassen

Harte Zeiten für Publisher und Spielentwickler THQ: Nachdem erst kürzlich Pleitegerüchte um das Unternehmen die Runde machten, man anschließend eine Neuausrichtung hin zu mehr Core-Games-Titeln und weniger Familienspielen ankündigte, und im Zuge der Umstrukturierung zahlreichen Mitarbeitern eine Kündigung in Aussicht stellte, droht nun auch noch Ärger mit der 'National Association of Securities Dealers Automated Quotations' (kurz: NASDAQ), der größten elektronischen Börse in den USA, gemessen an der Zahl der gelisteten Unternehmen.

Wie kürzlich nämlich bekannt wurde, liegt der Aktienkurs von THQ seit nunmehr 30 Tagen in Folge bei einem Wert von unter einem US-Dollar. Um durch NASDAQ gelistet zu werden ist jedoch ein beständiger Kurs von über einem US-Dollar notwendig. Die nur logische Konsequenz: Die elektronische Börse drohte dem Videospielunternehmen nun mit einem Ausschluss vom Listing, sollte sich der Kurs nicht schnellstmöglich erholen.

THQ hat ab sofort 180 Tage Zeit, den Aktienpreis auf einen Wert von über einem US-Dollar ansteigen zu lassen, und zwar für zehn Tage in Folge. Sollte das nicht gelingen, wird das Unternehmen am 23. Juli 2012 von der Liste gestrichen.

Auch an der Mitarbeiterfront sieht es indes düster aus: Aktuell kursierenden Berichten zufolge müssen 170 Angestellte bei THQ ihren Hut nehmen.



Aktie im Sinkflug, Börse droht mit Ausschluss, zahlreiche Mitarbeiter entlassen Kommentare (3)

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Lord Vivec

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01.02.2012, 15:19 Uhr

Ich glaube, dass entweder ein größerer privater Investor einsteigen wird oder sie von einem anderen Publisher, Bethesda könnte wieder eine kleine Einkaufstour unternehmen, geschluckt werden. THQ hatte leider kein Glück mit seinem Managment, das offensichtlich mit Geld umgehen kann. Zum einem hat man in New York in bester Wohnlage ein riesiges Bürogebäude gemietet, wo Homefront entwicklet worden war. Ganze Etagen blieben dabei aber unbenutzt und so wurden Tausende von $ monatlich für nichts ausgegeben, während diese Mittel für kompetentere Mitarbeiter vielleicht nötig waren. Und jetzt auch der fantastische Einfall, die Casualsparte abzustoßen. WTF, warum ausgerechnet den gesunden Teil der Firma?

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Arsat

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01.02.2012, 14:40 Uhr

Das solche Aktionen nicht gut für den Börsenkurs sind hätte aber der dümmste wissen müssen.

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Another45

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01.02.2012, 14:14 Uhr

Und da geht wieder ein großer und guter Publisher dahin... In 20 Jahren gibs nur noch Facebook Games,Call of Duty und WoW...

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