The Eye of Judgement: Legends - Test
Rette die Welt in wenigen Zügen
Um The Eye of Jugdement: Legends auf den mobilen Gebrauch zuzuschneiden, peppte man vor allem die Kampagne für Einzelspieler gehörig auf, in der ihr in die Rolle eines jungen Magiers schlüpft, der sich – wie könnte es auch anders sein? - nicht weniger als die Rettung der Welt auf die Fahne geschrieben hat. In einer fantastischen Welt wie der von The Eye of Jugdement eigentlich an der Tagesordnung. Der Haussegen wird von einem finsteren Magier bedroht, der, von grenzenlosem Größenwahn heimgesucht, die gesamte Welt unterjochen will. Scion, so der Name des unangenehmen Zeitgenossen, setzt dabei auf die Hilfe seiner Maschinenuntertanen, die in die vier Reiche der Elemente einfallen und ihre Bewohner in Angst und Schrecken versetzen. Doch wo sich ein Bösewicht austobt, da ist ein ausgewählter Held in der Regel nicht weit und so macht man sich als junger Magier auf, sich den Armeen des Bösen entgegenzustellen und diese in zahlreichen Scharmützeln in ihre Schranken zu weisen. Sicherlich gewinnt die Rahmenhandlung keinen Preis für besondere Originalität oder packende Wendung, versprüht dank der optisch ansprechenden Aufmachung sowie der hochwertigen Artworks jedoch ihren ganz eigenen Reiz und wird zumindest zu keinem Zeitpunkt langweilig.
Wer bereits auf der PlayStation 3 mit der Serie in Verbindung kam, wird sich auch auf dem Handheld umgehend heimisch fühlen. Alle anderen werden zu Beginn des Abenteuers mit einem umfangreichen Tutorial bedacht, das akribisch auf die diversen Einzelheiten der Spielmechanik eingeht und im Grunde keine Fragen offen lässt. Für alle Neulinge sei das Prinzip an dieser Stelle kurz umrissen. Gespielt wird auf einem drei mal drei Felder großen Schlachtfeld, wobei die Siegbedingungen denkbar simpel ausfallen: Bringt fünf Felder mit Karten unter eure Kontrolle und schon geht die Runde an euch. So einfach bleibt es in der Praxis natürlich nicht, was an verschiedenen Begebenheiten der Spielmechanik liegt, die vor allem auf eine ausgefeilte Taktik zielt. So kommen in Eye of Jugdment beispielsweise vier verschiedene Elemente, namentlich Wald, Erde, Feuer sowie Wasser zum Einsatz, die jeweils zwei Felder des Rasters ausmachen. Komplettiert wird dieses von einem neutralen Biolith-Feld. Da auch eure Monsterkarten auf den Elementen, die sich gegenseitig beeinflussen, basieren, solltet ihr bereits beim Platzieren der Karten ein offenes Auge haben. Verfrachtet ihr beispielsweise ein Feuerwesen auf ein Wasserfeld, werden diesem automatisch zwei Lebenspunkte abgezogen. Gegenteilig verhält es sich in Momenten, in denen es gelingt, eine Karte auf einem Feld des gleichen Elements zu platzieren. Hier wandern zwei zusätzliche Lebenspunkt auf das Konto der Kreatur. Angesichts der Tatsache, dass die Streiter in der Regel gerade einmal über sechs Lebenspunkt verfügen, sollte man es sich also wenn möglich zwei Mal überlegen, wo man seine Karten einsetzt.
Erschwerend kommt hinzu, dass euch in jeder Runde gerade einmal zwei Manapunkte gutgeschrieben werden. Diese werden genutzt, um Monster beschwören oder Zauber wirken zu können. Da mächtige Wesen durchaus mit vier oder mehr Manapunkten zu Buche schlagen können, ist auch hier eine gezielte Vorgehensweise gefragt. Verzichte ich in Runde Eins auf eine Beschwörung und pumpe die Manapunkte in der nächsten Runde in eine mächtige Karte? Oder laufe ich so Gefahr, dass sich mein Kontrahent schon zu Beginn die für ihn wichtigsten Felder sichert?





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