The Conduit - Test
Nehmt das, ihr Aliens!
Immer dieselbe Leier
Das wäre jedoch gar nicht mal so schlimm, immerhin gibt es mittlerweile mehrere Dutzend Shooter, die auf eine Story weitestgehend pfeifen und dennoch Spaß machen. Allerdings patzt The Conduit auch bei einer anderen Genre-Disziplin, die teilweise ebenfalls für die Atmosphäre zuständig ist – das Leveldesign. Anfangs macht alles noch einen recht guten Eindruck. Ihr kämpft euch durch von Aliens verseuchte Kanalisationen, säubert die Hallen eines Flughafens und dringt sogar bis zum Weißen Haus vor. Klingt toll, ist es aber nicht. Denn zum einen sind die besagten Abschnitte allesamt sehr ähnlich aufgebaut, so dass ihr schnell das Gefühl bekommt, euch durch ewig gleiche Levels zu bewegen – lediglich mit anderen Texturen beklebt. Zudem ist der Aufbau recht linear, so dass es kaum Möglichkeiten für Erkundungstouren oder Überraschungsmomente gibt.
Als wäre das nicht schon genug, kommt ein weiterer Kritikpunkt oben drauf: Sieht man von den gelungenen Bosskämpfen und einigen wenigen Ausnahmen ab, ist das Missionsdesign von The Conduit extrem öde. Stets beseitigt ihr eine Gegnerwelle nach der anderen, schaltet die für den Nachschub verantwortlichen Portale ab und dringt in den angrenzenden Bereich vor – der zuvor natürlich unzugänglich war. Sicher, es mag Shooter geben, die ein ähnliches Prinzip verfolgen. Doch selbst da gibt es mehr Abwechslung. Und selbst da schwanken KI und Schwierigkeitsgrad nicht so stark wie in The Conduit, was mitunter zu viel Frust führen kann. Nicht selten werdet ihr Aliens in Wände stecken sehen oder sie greifen euch durch selbige an, ohne dass ihr euch wehren könnt. Unnötige und peinliche Schnitzer.
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Driman
29.07.2009, 10:43 Uhr