Bud Spencer und Terrence Hill, Asterix und Obelix oder Dick und Doof – viele Duos sind gemeinsam unschlagbar. In der Fortsetzung des Adventure-Hits The Book of Unwritten Tales beweist Entwickler King Art, dass auch Nate und das Vieh zusammengehören wie Pech und Schwefel. Die Männerfreundschaft wird aus der Not geboren und fasziniert durch die Gegensätzlichkeit der Charaktere.
Nathaniel „Nate“ Bonnet verkörpert in dem Gespann den flapsige Draufgänger, der auch in Problemsituationen einen kühlen Kopf bewahrt und sich seinen Humor nicht nehmen lässt. Gut für ihn, denn wie es der Zufall will, steckt er bis über beide Ohren in Schwierigkeiten. Die kommen nicht von ungefähr, schließlich hat unser Alter Ego einem gefürchteten Piraten das Luftschiff geklaut. An Bord der Mary segelt der Freigeist nun arglos dem Horizont entgegen, unwissend ob der Gefahr, die auf ihn lauert.
Begleitet von euphorischer Musik ist demnach im Intro von
Die Vieh-Chroniken die Welt noch in Ordnung, doch der Schmalspurkapitän wird schneller als erwartet wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Kopfgeldjägerin Ma’Zaz ist nämlich fest entschlossen, die ausgelobte Summe für Nates Ergreifung zu kassieren und hat keinen Faible für Witz und Charme des vorlauten Hasardeurs. Dabei ist der unerschütterliche Optimist durchaus komisch, wenn er z.B. mit Konfetti oder einem Wattebäuschchen auf die grüne Orkdame schießt, nur um sich zu wundern, warum die erhoffte Wirkung ausbleibt. Richtig witzig wird es aber erst, wenn des Spielers Pläne kommentiert werden. Auf die Aufforderung hin, heiße Kohlen anzufassen, bemerkt er z.B. scharfsinnig, dass dies keine gute Idee sei, wie ihn die Erfahrung (mehrfach) lehrte.
Zu Beginn ist die Welt noch in Ordnung. Nate segelt mit seinem neuen Luftschiff der Freiheit entgegen, ohne zu ahnen, welche Abenteuer vor ihm liegen.
Das drollig, amüsante Flair können sich die Vieh-Chroniken zum Glück auch über das gesamte Spiel hinweg bewahren, ohne verzweifelt auf die jeweilige Pointe hinarbeiten zu müssen. Stattdessen erlebt ihr im Verlauf der ca. 10-12 Stunden Spielzeit ein gefälliges Abenteuer, das einen vergnüglichen Grundtenor besitzt und Slapstick mit Wortwitz kombiniert. Dazu gesellen sich jede Menge Anspielungen, die Zeitgeist und Kultur auf die Schippe nehmen.
Der unbeschwerte Ausritt endet jäh, als Kopfgeldjägerin Ma'Zaz das Schiff entert.
Apropos Slapstick: Den Star der Vieh-Chroniken habe ich euch bisher vorenthalten. Das unartikulierte, rosa Fellknäuel mit den riesigen Glubschaugen trefft ihr ab Kapitel 2. Der tollpatschige Antiheld kann sich zwar nicht sinnvoll mit euch unterhalten, doch seine Aktionen sprechen ohnehin für sich. Wollt ihr z.B. mit einem Messer ein unter Spannung stehendes Kabel zerschneiden, folgt der unausweichliche Stromschlag. Ist die erste Paralyse überwunden, kann es das Vieh aber nicht lassen und versucht es unaufgefordert gleich noch einmal – mit gleichem Ergebnis. Köstlich. Oder ihr müsst mit einem Laufband einen Generator antreiben, doch die Kreatur zeigt deutlich, dass sie keine Lust auf Laufen hat. Für so etwas gibt es schließlich Pinguine, die auch sicher nicht zufällig an die Vögel aus dem Film Madagascar erinnern.
Driman
22.09.2011, 23:45 Uhr
Der 2 ist viel viel besser und der 3 soll nächsten monat kommen :D
Hatte gleich das ganze Bündel für 14 Euro gekauft weil ich Chapter 1 und den Stil so sau gut finde.
Hoffe es bekommt einen Publisher, dann würde ich es sogar noch mal mit Box kaufen :D
Jikan Zanguin
22.09.2011, 23:06 Uhr
CoolKakashi
22.09.2011, 14:18 Uhr
Mag P&C auch sehr! :D Hab dank dir grad mal The Dream Machine angespielt. Ist echt nice aber auch creepy :) Allein wie die Gesichter der Figuren aussehen. Kam aber nachdem ich das Gerät unterm Boden zerstört hab, also die Sicherung rausgesprungen ist nicht mehr weiter. Aber kann dir auch Spiele wie Harveys neue Augen empfehlen, dort taucht Edna auch auf usw :) Gibt viele gute P&C.
Driman
22.09.2011, 10:00 Uhr
andere die nichts besonderes für das Auge bieten wie zb dieses hier, machen mir (warum auch immer) kein Fun.