Mit The Book of Unwritten Tales feierte das Bremer Entwicklerstudio King Art 2009 den Durchbruch. Das klassische Point’n’Click-Adventure konnte sich dank charmanter Charaktere und unaufdringlichem Humor problemlos in die Herzen abenteuerlustiger Knobelfüchse spielen. Ab Herbst 2011 knüpfen Die Vieh-Chroniken an das Erfolgsrezept an und ergründen die Ursprünge des zotteligen, pinken Glubschauges.
Dass das Spiel nach der Pleite von HMH und den Querelen mit JoWood überhaupt erscheint, haben wir Crimson Cow zu verdanken, die sich die Lizenz sichern konnten und uns nun folgerichtig einen Besuch abstatteten, um von den Fortschritten des Abenteuers zu berichten. Einst als Addon konzipiert, thematisieren Die Vieh-Chroniken, wie es zum Treffen zwischen Nathaniel „Nate“ Bonnet und dem sympathischen Fellknäuel gekommen ist. Da das Prequel aber in sich geschlossen ist, ohne Vorwissen gespielt werden kann und in den zwei Jahren Entwicklungszeit deutlich an Umfang gewonnen hat, wird es nun als eigenständiger Titel erscheinen und ca. 10-12 Stunden Unterhaltung bieten.
Gleich im ersten Kapitel will euch Kopfgeldjägerin Ma'Zaz ans Leder. Sterben könnt ihr aber in dem gesamten Abenteuer nicht.
Übrigens auch für erfahrene Spieler, denn dem größten Kritikpunkt des Vorgängers begegnet man jetzt mit einem wählbaren Schwierigkeitsgrad, der zwischen normal und schwer unterscheidet. Auf der einfacheren der beiden Stufen findet man sich dank aktivierter Hotspot-Hilfe schnell zurecht; interessante Gegenstände oder Interaktionsmöglichkeiten werden einfach per Leertaste in den Fokus gerückt. Der schwere Modus zieht jedoch mehr Veränderungen nach sich, als nur die Hintergründe nun mit der Maus absuchen zu müssen. So behält Nate einige Gedanken für sich und gibt euch folglich weniger Hinweise. Selbst die Rätselketten werden länger und statt z.B. fertig gemischtes Schwarzpulver in einem Fass zu finden, müsst ihr dieses aus Salpeter, Holzkohle und Schwefel selbst herstellen.
Die hochauflösenden Hintergründe sind ein echter Hingucker. Im Bild zu sehen: Der Magierturm zu Seefels.
Anhand der Erfahrungen, die wir im ersten und vierten der insgesamt fünf Kapitel sammeln konnten, lässt sich auch schon festhalten, dass die Rätsel zum einen wieder logisch aufgebaut sind und zum anderen offenbar gegen Ende des Spiels komplexer werden. Während man anfangs auf dem Luftschiff Mary noch recht geradlinig knobelt, stellen sich im Turm des Erzmagiers verschiedene Probleme auf einmal, die man nicht zwangsläufig in einer vorgegebenen Reihenfolge lösen muss. Das Setting ist auch deutlich abstrakter und verwirrt zunächst durch unmögliche Raumperspektiven. Zum Glück habt ihr in diesem Kapitel die freie Wahl zwischen Nate und dem Vieh und könnt die beiden so koordinieren, dass ein Weiterkommen möglich wird.
TBouT ist echt das beste Adventure was ich in den letzten Jahren gespielt habe. Der 2te Teil wird alsio auf JEDEN gekauft. Ich kann nur jedem Adventure Fan empfehlen, sich die Spiele anzusehen.
Dritoku
27.07.2011, 18:01 Uhr
Zum glück ist JoWooD tot sonst müsste man sie als Publisher ertragen.
formular
27.07.2011, 15:15 Uhr
Cool
der erste Teil war schon witzig
Mehr zu The Book of Unwritten Tales: Die Vieh-Chroniken:
xdave78
29.07.2011, 08:59 Uhr
Dritoku
27.07.2011, 18:01 Uhr
formular
27.07.2011, 15:15 Uhr
der erste Teil war schon witzig