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The Amazing Spider-Man - Das Spiel zum Film - The Amazing Spider-Man im Test

Batman versus Spider-Man - wer würde den Kampf gewinnen? Zumindest Videospielfans können diese Frage leicht beantworten, denn während der dunkle Ritter in schwindelerregenden Wertungsregionen einen Preis nach dem anderen abräumt, sind die Spidey-Titel allenfalls solide. Um das zu ändern, hat Activision einen namhaften Autor ins Boot geholt und das Spielkonzept grundlegend überarbeitet.

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Herausgekommen ist ein rasantes Open-World-Abenteuer, das augenzwinkernd vom Flattermann abkupfert und so endlich wieder zu alter Stärke findet.

Zugegeben: Davon merken wir zu Beginn von The Amazing Spider-Man noch nichts. Statt in unser Strumpfhosenkostüm zu schlüpfen, über Dächer zu turnen und ein paar fiese Comicbösewichte zu verprügeln, werden wir in den ersten Minuten in Egoperspektive durch einen Forschungskomplex geführt, während eine junge Wissenschaftlerin unaufhörlich auf uns einplappert. Doch plötzlich geht etwas schief. Die echsenartigen Kreaturen, an denen hier geforscht wird, scheinen irgendwie auf uns zu reagieren - und brechen aus. Peter Parker fackelt nicht lange und streift sich die Maske über. Im Handumdrehen ist der Brillenträger kein Foto-knipsender Reporter mehr, sondern ein waschechter Superheld. Endlich gibt‘s auf die Mütze!

Flotte Action war schon immer ein Grundpfeiler vergangener Spidey-Spiele: Über Laternen turnen, auf Hochhäuser kraxeln, sich in rasantem Tempo durch Häuserschluchten schwingen - das ist es, was Spider-Man ausmacht. Oder besser: ausmachte. Denn in seinem letzten Auftritt seilte sich der Netzschwinger nur durch öde Fabrikhallen und viel zu enge Büroräume. Die serientypische Freiheit blieb somit weitestgehend auf der Strecke. Umso erfreulicher, dass wir in The Amazing Spider-Man wieder an der frischen Luft unterwegs sind. Wenn wir uns auf Knopfdruck von einer Fassade zur nächsten hangeln, über reißzweckengroße Menschen schweben und wie ein Geschoss gen Boden donnern, ist das einfach ein unglaubliches Gefühl, das wir so seit Prototype 2 nicht mehr verspürten. Da verschmerzen wir auch die leicht matschige Grafik sowie die nicht lippensynchronen Dialoge.

Als Schauplatz dient natürlich Manhattan, das schön abwechslungsreich gestaltet wurde und uns wie ein Open-World-Sandkasten genügend Möglichkeiten zur Entdeckung bietet. Da wären zum Beispiel Verfolgungsjagden, die wir für die örtliche Polizei erledigen, Sprint- und Reaktionsherausforderungen, die wir von einem über die Stadt treibenden Zeppelinpiloten erhalten, oder aus der Klapsmühle ausgebüxte Patienten, die wir wieder zurück ins Hauptquartier lotsen. Außerdem können wir überall in der Stadt verstreute Comicseiten einsammeln und mit der Kamera verschiedene Motive schießen, um etwa ein Verbrechen aufzuklären. Diese Art des Zeitvertreibs ist jedoch immer gleich gestrickt und als eher nett gemeinte Dreingabe zu verstehen. Letztendlich erledigt man den Kram auch nur, weil man dadurch neue Outfits, Konzeptgrafiken und andere Extras freischalten kann.


The Amazing Spider Man - Game

In The Amazing Spider-Man dürfen wir endlich wieder durch Manhattan schwingen.

Spannender sind da schon die Hauptmissionen geraten. Was es mit den verkorksten Mutanten auf sich hat, erfahren wir in zahlreichen, meist recht langen Auftragsketten. Als wir beispielsweise das SCORP-Labor vom Anfang des Spiels infiltrieren und die Forschungsergebnisse stehlen, retten wir auch die junge Wissenschaftlerin namens Gwen, die uns fortan zur Seite steht und bei künftigen Missionen unterstützt. Blöderweise sind auch die Versuchsexemplare entkommen und infizieren die halbe Stadtbevölkerung mit einem tödlichen Virus. Die Geschichte aus der Feder von Hollywood-Autor Seamus Kevin Fahey (Spartacus: Gods of the Arena, Battlestar Galactica) spielt kurz nach den Ereignissen des neuen Kinofilms und wird in gut gemachten Videosequenzen erzählt. Zudem können wir im Ladebildschirm durch zum Teil kreischend komische Twitter-Nachrichten der verängstigten Bewohner scrollen - eine witzige Idee.

Schade indes: Während der rund acht bis zehn Stunden langen Kampagne erledigen wir Missionen fast ausschließlich in überdachten Bauten, wo unsere Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt ist. Hier kommt auch wieder das Problem der mangelnden Abwechslung zum Vorschein, denn ob wir nun Bahnhofstunnel, Kellergewölbe, Hotelanlagen oder eine Kanalisation unsicher machen, spielt kaum eine Rolle. Generell kommen Aha-Momente viel zu selten vor. Ein Beispiel: Im Abwasserwerk verfolgen wir eine Mischung aus Echse und Nashorn, der wir für das Virusgegenmittel eine Blutprobe abnehmen sollen.

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