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Plattformen:
MMOG, PS3
Release:
keine Angabe
Status:
Canceled
Publisher:
Sony Online Entertainment
Entwickler:
Sony Online Entertainment
Genre:
Onlinespiel
USK:
keine Angabe
Offizielle Seite:
theagency.station.sony.com
Fanseite:
keine Angabe

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Julius "Amrac" Kuschke | 28.08.2008, 11:28 Uhr

The Agency - Preview
Kleider machen Agenten

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Kaum ein MMOG hat sich bisher aus den altbewährten Gefilden des Fantasy- oder SciFi-Genres herausgewagt. Mit The Agency geht Sony Online Entertainment diesen mutigen Schritt und entwickelt das erste Geheimagenten-MMOG. Auf der Games Convention konnten wir uns einen Eindruck vom aktuellen Stand machen.
Ihr könnt Orks und Elfen langsam echt nicht mehr sehen? Raumschiffe und Außerirdische langweilen euch genauso? Dann könnte The Agency genau die richtige Alternative sein, denn hier geht es ausnahmsweise mal nicht in strahlend bunte Fantasywelten oder abgedrehte SciFi-Szenarios. Unsere reale Welt hat doch schließlich auch einiges an Aufregung, Action und Abenteuer zu bieten. Na ja, jedenfalls wenn man Filme à la James Bond für bare Münze nimmt. Und genau solche Streifen dienen den Entwicklern für The Agency als Vorlage.

Die Charaktererstellung fängt demnach logischerweise nicht mit der Wahl einer Rasse an, sondern mit der Frage: ParaGon oder U.N.I.T.E.? ParaGon ist eine weltweit operierende paramilitärische Söldner-Einheit. Hier trifft man eher auf Rambo als auf einen charmanten und eleganten britischen Geheimdienst-Mitarbeiter. Dicke Wummen, unkonventionelle Mittel und wenig Skrupel zeichnen die Mitglieder dieser Organisation aus. Wer also lieber seine Waffen für sich sprechen lässt, ist hier bestens aufgehoben. U.N.I.T.E. dagegen beherbergt Agenten, die weniger die Muskeln spielen lassen, sondern viel mehr Wert auf Seriosität und Subtilität legen. Auch wenn sich beide Fraktionen nicht sonderlich freundlich gegenüberstehen, soll es laut den Entwicklern ein paar Missionen geben, in denen sie ihre Spannungen für kurze Zeit über Bord werfen und gemeinsam Jagd auf die Bösewichte machen.

In The Agency durchstreift ihr keine Fantasywelten, sondern Schauplätze, die allesamt realen Orten nachempfunden sind.

In der Vorführung bekamen wir die geheime Basis der U.N.I.T.E. zu sehen, deren Zugang sich in einem von außen absolut unscheinbaren Blumenladen befindet. Darunter aber gibt es alles, was sich ein 007-Anwärter nur wünschen kann. Eine Bar für die Martinis, Terminals mit Informationen zu Schurken und Verbrechern sowie ein Labor für all die schönen Wunderwerke der Technik, die einen jede noch so aussichtslose Situation meistern lassen. Gerade das Labor wird sehr schön in Szene gesetzt, und einige NPCs sorgen mit verrückten Testversuchen garantiert für den einen oder anderen Lacher. In einer Agentenbasis darf aber selbstverständlich auch die Möglichkeit auf ein kleines Spielchen nicht fehlen. Dafür gibt es zahlreiche Automaten und Tische, die per Klick ein kurzweiliges Mini-Game starten; unter anderem lässt sich hier Q-Bert oder eine Runde Poker spielen. Mini-Games sollen aber auch beim Entschärfen von Bomben oder Knacken verschlossener Türen zum Einsatz kommen.

Neue Missionen bekommt man von den eigenen Kontaktleuten. Und die damit verbundene Kontaktliste wächst im Laufe des Spiels automatisch, je mehr NPCs man kennenlernt. Generell spielen die vom Computer gesteuerten Charaktere in The Agency eine wichtigere Rolle als in manch anderem MMOG. So kann man bis zu hundert verschiedene NPC-Agenten "sammeln", die einem in bestimmten Situationen weiterhelfen können. Oder man lässt seine Spione nach einer geheimen Verbrecherbasis suchen, und einige Tage später winkt dadurch schließlich eine neue Mission.

Nach der Entscheidung für ParaGon oder U.N.I.T.E. würde der gemeine MMOG'ler als nächstes wohl die Wahl der Klasse vermuten. Aber auch hier geht The Agency einen anderen Weg - ganz nach dem Motto: "Du bist, was du trägst!". Das bedeutet, dass allein die Wahl der Ausrüstung über die Fähigkeiten des eigenen Charakters entscheidet. Man sollte sich beim Abwägen vor dem Kleiderschrank also nicht nach dem Wetter richten, sondern vielmehr danach, welche Herausforderungen die nächste Mission vermutlich mit sich bringen wird und für welche Ausrüstung sich die Gruppenmitglieder entschieden haben. Kugelsichere Weste oder doch lieber den Tarnanzug? Die Entscheidung liegt ganz bei euch. Ein interessanter Ansatz, denn so ist niemand an eine vorgefertigte Klasse gebunden und kann seine Rolle innerhalb des Spiels jederzeit anpassen oder gegen eine gänzlich andere tauschen. Eine Gruppe kann momentan aus bis zu vier Spielern bestehen. An dieser Zahl könnte sich bis zum Release allerdings auch noch etwas ändern.

Das Kampfsystem ähnelt stark einem herkömmlichen Shooter. Das Zielen wird dem Spieler hier nicht abgenommen.

Die Mission, die wir in Leipzig präsentiert bekamen, führte uns in den Keller der Deutschen Botschaft, nachdem wir einen Verdächtigen unauffällig beschattet hatten. Blöd nur, dass dort Terroristen einen Anschlag planen. Unsere Aufgabe: Die Bomben entschärfen oder zerstören, ehe die Terroristen sie an vier Säulen platzieren können und so die ganze Botschaft in die Luft jagen. In Kämpfen spielt sich The Agency fast wie ein herkömmlicher Shooter - ob First- oder Third-Person-Ansicht, ist dabei ganz euch überlassen. Das sorgt für reichlich Action, und die drei Agenten der Gruppe haben alle Hände voll zu tun, sämtliche Terroristen von den Säulen fernzuhalten. Wer es schafft, mit einem präzisen Schuss die Bombe auf dem Rücken der Angreifer zu treffen, kann durch die anschließende Explosion gleich mehrere Kerle auf einmal ausschalten. Die Entwickler erklären, dass diese Mission auch allein schaffbar ist. Dann jedoch wird man wohl maximal eine der vier Säulen schützen können. Der Auftrag gilt dann zwar nicht als gescheitert, aber man erhält lediglich eine Bronze-Medaille für die Leistung. Schafft man es dagegen, in einer Gruppe mehrere oder alle vier Säulen zu schützen, winken Silber oder gar Gold als Belohnung.

Sind die Angriffswellen der Terroristen abgewehrt, taucht ein rotierendes Symbol auf. Der Spieler, der es als erstes erreicht, löst den so genannten "Agency-Moment" aus. Der ist im Prinzip nichts weiter als eine kurze abschließende Cutscene, in der der Spieler eine entscheidende Rolle einnimmt, der das Symbol zuerst erreicht hat. In unserem Fall hechtet er z.B. spektakulär auf einen flüchtenden Lieferwagen der Terroristen und sorgt dafür, dass dieser in einer ordentlichen Explosion in die Luft geht. Auf jeden Fall ein Missionsende, das bedeutend spektakulärer in Szene gesetzt ist als man es sonst aus MMOGs gewohnt ist.

In Gruppen von maximal vier Agenten geht's in The Agency auf Verbrecherjagd.

Eine weitere Besonderheit ist, dass das Agenten-Leben auch offline und fernab des PCs weitergeht. Wer sich für einen entsprechenden Zusatz-Service anmeldet, könnte so z.B. mitten beim Einkaufen im Supermarkt plötzlich eine SMS aufs Handy bekommen, in der es um Kidnapping und Lösegeld geht. Absender: The Agency. Wer will, kann auch direkt per SMS Anweisungen geben und im Falle unseres Beispiels entweder das Lösegeld zahlen oder nicht. Wer darauf keine Lust hat, kann diesen Service auch einfach deaktivieren. In dem Fall erhält man dieselbe Nachricht - aber eben erst dann, wenn man sich das nächste Mal ins Spiel einloggt. Einen Nachteil soll man dadurch nicht bekommen.



An neuen Ideen mangelt es den Entwicklern von The Agency offensichtlich nicht. Es ist zudem schön zu sehen, dass jemand das Risiko wagt und ein MMOG in einem gänzlich unverbrauchten Setting angeht. Im Gegensatz zu Tabula Rasa dürfte Sonys Herangehensweise auch deutlich mehr Shooter-Fans anlocken, da es kein automatisches Zielen gibt und die Kämpfe sich daher wie in einem typischen FPS spielen. Zum Rest lässt sich nach der relativ kurzen Präsentation leider noch kaum etwas sagen. Auch wenn The Agency sicher kein WoW-Killer wird, könnte das Agenten-MMO von SOE nicht nur dank fehlender Konkurrenz eine durchaus rentable Nische im Online-Genre besetzten. James Bond-Fans gibt es schließlich mehr als genug.

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Kleider machen Agenten Kommentare (3)

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aRGh

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Friendinvite

28.08.2008, 18:02 Uhr

gute Antwort :) ... danke :)

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Amrac

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Friendinvite

28.08.2008, 12:54 Uhr

"Gut" deshalb, weil das Gezeigte zwar durchaus nett aussah, aber die Präsentation insgesamt sehr kurz war und die meisten Nachfragen mit "steht noch nicht fest" beantwortet wurden. Das macht es leider ziemlich schwer, das Spiel momentan überhaupt einzuschätzen. Gerade die wichtigen MMOG-Aspekte wie Crafting, Raids usw. blieben noch komplett im Dunkeln.

Und gut ist ja alles andere als schlecht, auch wenn unser netter OW-Kopf da leider immer ziemlich grimmig guckt. ;)
Es wäre einfach verfrüht bei The Agency schon jetzt von einem potentiellen Hit zu sprechen. Aber was nicht ist, kann ja noch kommen. :)

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aRGh

PM schreiben
Friendinvite

28.08.2008, 12:26 Uhr

bin ich mal gespannt, danke für den Beitrag.

Was mich noch interessiert, warum nur Ersteindruck: gut ? konnte im Beitrag keine Negativ Aspekte finden ? Gibts da was zu berichten ?

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