Tatsunoko vs. Capcom: Ultimate All-Stars - Test
Gelungene Schlägerparade
Zumindest die Charakterbesetzung klingt bekannt und weckt Erinnerungen an längst vergangene Spielabende. Zu signifikant ist der leicht blutige Nachgeschmack, den die blauen Energiestrahlen von Ryu und die Wirbelwindattacken von Chun-Li erzeugen. Harte Gefecht wurden so entschieden und so mancher Gamepad musste bei einer Niederlage einen kurzen Flug durchs Wohnzimmer auf sich nehmen. Neben diesen beiden Gesichtern gesellt sich eine illustre Reihe weiterer, bekannter Spielfiguren. Da wären unter anderem Alex aus Street Fighter III – New Generation, Morrigan aus Darkstalkers - The Night Warriors oder PTX-40A, der gigantische Mech aus Lost Planet – Extreme Condition. Tatsunoko, ein in Japan bekanntes Studio für Animationsfilme, steuert hingegen die in Europa wohl nur hinlänglich bekannten Figuren bei. Hier sind Ken the Eagle und Jun the Swan aus der Serie Gatchaman sowie Doronjo und Yatterman aus der gleichnamigen Serie zu nennen. Ähnlich den vorherigen Capcom vs.-Titeln gibt es keine festen Fraktionen, d.h. man kann sein Spielduo frei jeglicher Herkunft zusammenstellen. Insgesamt verfügt das Spiel über mehr als zwanzig Kämpfer, die gegeneinander im Einzelspielmodus, im direkten Vergleich mit einem Mitspieler sowie über Wi-Fi-Connection ihre Kräfte messen können.
Zunächst gebe ich mich der Aufgabe hin, über den Arcade-Modus die Storyline einzelner Figuren frei zu spielen. Im ersten Anlauf soll daher eine Kombination bekannter Spielfiguren, sprich Ryu und Chun-Li, ihre Fähigkeiten im Gefecht beweisen. Bereits auf dem ersten Blick wird klar, dass es den Entwicklern gelingt, die technischen Möglichkeiten der Wii voll auszureizen. Der 3D-Hintergrund wirkt lebendig und atmosphärisch äußerst kompakt. Hier nur ein paar Beispiele: Da jagen Polizeiwagen durch die Straßen, fallen Blätter von den Bäumen und laufen Personen umher, die das Kampfgeschehen begutachten. Doch auch die Optik der Spielfiguren sowie die einzelnen Bewegungsabläufe und Animation der Specialmoves und Hyper Combos wissen zu gefallen. Jegliche Bedenken bezüglich der Steuerung verflüchtigen sich umgehend. Empfehlenswert ist zwar die Nutzung von Wiimote inklusive Nunchuk, jedoch auch ohne Nunchuk führt die Vier-Button-Steuerung selbst bei längerem Konsum zu keiner dauerhaften Fehlhaltung der Finger. Unabhängig davon ist die Steuerung derart einsteigerfreundlich, dass selbst blutige Anfänger umgehend ihre Erfolge in Form von sehenswerten Kombinationen feiern dürften.
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