Supreme Commander 2 - Test
Alles bleibt anders
Das soll aber nicht heißen, dass auf einmal alle Komplexität aus Supreme Commander 2 gewichen wäre, denn dem ist nicht so. Stattdessen hat man konsequent daran gearbeitet, das beliebte Nischenspiel massentauglich zu machen. So könnt ihr gegen jeglichen Trend auch weiterhin eure Basis aufbauen, euch hinter Geschütz- und Flugabwehrtürmen verschanzen, um mit der in der Zwischenzeit aus dem Boden gestampften Armee zum vernichtenden und finalen Schlag anzusetzen. Dass dabei mittlerweile deutlich weniger Einheitentypen produziert werden können, merken nur Spieler des Vorgängers, denn das Kriegsgerätangebot ist weiterhin reichhaltig.
Zu Land, zu Wasser und in der Luft schlagt ihr eure Gefechte und produziert dabei vom kleinen Panzern über mobile Luftüberlegenheitsjäger bis hin zum schweren Schlachtschiff alles, was Raketen und Projektile abfeuern kann. Dazu lassen sich ein paar Sondereinheiten wie z.B. mobile Schildtransmitter bauen, die die Verteidigung der Truppen deutlich stärken. Die mächtigsten Einheiten auf dem Schlachtfeld sind wiedermal die Prototypen, die zwar immer noch eine Menge Ressourcen verschlingen und sehr beeindruckend die Kräfteverhältnisse verschieben, aber im Gegensatz zu früher ihre herausragende Stellung verloren haben. Statt schier unbezwingbarer Opponenten, die mit normalen Truppen praktisch gar nicht zu zerstören sind, erwarten euch nun große, teure Einheiten, die unvorbereitete Kommandeure zwar hart treffen aber dennoch handhabbar geworden sind. Auf der anderen Seite schmerzt ihr Verlust, ist aber keineswegs kriegsbestimmend.
Entscheidenden Einfluss auf den Ausgang einer Schlacht hat vielmehr das richtige Ressourcenmanagement. Wobei man das auch ohne Studium schnell begreift, denn die Devise lautet: „Mehr von allem!“ So setzt man mit der eigenen ACU, eine den Spieler repräsentierende und an einen Transformer erinnernde Mischung aus Kampf- und Bauroboter, Masseextraktoren auf in Reichweite befindliche, vorherbestimmte Standorte und fährt im gleichen Atemzug die Energieproduktion mittels Kraftwerken hoch. Da die Gebäude auch keine laufenden Energiekosten mehr besitzen und auch keine Lager für die Ressourcen mehr gebraucht werden, ist das schnell erledigt. Die gewonnene Zeit investiert man in den Aufbau von Forschungslaboren, die neben Masse und Energie die dritte wertvolle Ressource bereitstellen – Technikpunkte.
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