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Plattformen:
NDS
Release:
Nintendo DS: 24. Mai 2006
Status:
keine Angabe
Publisher:
Nintendo
Entwickler:
Nintendo
Genre:
Jump 'n Run
USK:
Alle Altersstufen
Offizielle Seite:
keine Angabe
Fanseite:
keine Angabe
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Dennis 'Leschni' Leschnikowski | 03.08.2006, 22:27 Uhr

Super Princess Peach - Test
Mario für Mädels?

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Nach Mario und Luigi erhält nun auch Prinzessin Peach einen eigenen Titel. Ob er qualitativ überzeugen kann, erfahrt Ihr in unserem Test.
Die ältere Generation der Spieler wird sicherlich ein wenig wehmütig an die neunziger Jahre zurückdenken, als das Super Nintendo und der Mega Drive aus dem Hause Sega den Konsolenmarkt beherrschten und mit zahlreichen frischen Spielprinzipen aufwarten konnten. Besonders beliebt waren damals die Abenteuer des kleinen Klempners Mario, sowie des blauen Igels Sonic, die in gelungenen 2D Jump´n Runs auf sich aufmerksam machen konnten und die Spieler für lange Zeit an den Controller fesselten. Mit dem Start der PlayStation und der damit verbunden 3D-Ära verloren klassische zweidimensionale Spiele leider immer mehr an Bedeutung, wodurch Fans von 2D Titeln immer mehr in die Röhre schauten. Erfreulicherweise entschieden sich die Entwickler dazu, das Genre der 2D Jump´n Runs auf dem Nintendo DS wiederzubeleben und lieferten mit Sonic Rush und New Mario Bros. bereits zwei gelungene Genrevertreter ab. Mit Super Princess Peach ordnet sich nun ein dritter Titel in die elitäre Runde ein und beweist eindrucksvoll, dass eine bunte Aufmachung nicht zwangsweise für ein Mädchenspiel stehen muss.

Grund zur Trauer besteht bei diesem Titel glücklicherweise nicht. Spielerisch machte man nämlich alles richtig.

Die Geschichte von Super Princess Peach orientiert sich dabei an denen der alten Mario-Titel und ist schnell beschrieben. Der niederträchtige Bowser schmiedet wieder einmal düstere Pläne und möchte seine Kontrahenten dieses Mal mit einem magischen Stab aus dem Weg räumen, mit welchem man die Gefühle seines Gegners beeinflussen kann. Dies führt dazu, dass im sonst so beschaulichen Palast des Pilzkönigreichs ein heilloses Chaos ausbricht, wodurch Mario und Luigi in Gefangenschaft der Koopas geraten. Genau an dieser Stelle erscheint die mutige Prinzessin auf der Bildfläche und möchte sich scheinbar für Marios Hilfe in der Vergangenheit revanchieren. Ohne groß zu überlegen macht sie sich nämlich mit einem magischen Schirm, der zum Leidwesen des Spielers leider mehr als gesprächig ausgefallen ist, auf den Weg um ihren Liebsten aus seiner Misere zu retten.

Hat man das Intro hinter sich gebracht, startet das Abenteuer auch schon und der Spieler dirigiert die mutige Prinzessin in bekannter Manier durch die einzelnen Areale. Dies bedeutet im Endeffekt, dass sich Peach von links nach rechts durch die Level bewegt und diversen Hindernissen ausweicht, indem sie ihre enorme Sprungkraft unter Beweis stellt. Sollten sich ihr dabei gegnerische Schergen in den Weg stellen, präsentiert sich das, ansonsten so naive, Blondchen von ihrer wehrhaften Seite. Ob der Bösewicht nun mit einem Sprung auf den Kopf ausgeschaltet, mit dem eigenen Schirm geschlagen oder mit einem gezielten Manöver umgangen wird, wenn es darum geht die eigene Haut zu retten, stehen Peach zahlreiche effektive Manöver zur Verfügung.

Was Super Princess Peach jedoch angenehm von bisherigen Genrevertretern abhebt, sind ihre verschiedenen Gemütslagen, von denen sie insgesamt vier besitzt. Diese lassen sich mit einem Druck auf den Touchscreen anwählen und aktivieren die speziellen Fähigkeiten der Prinzessin, mit denen sie diverse Aufgaben meistern kann. Sollte der Spieler beispielsweise vor einer hohen Mauer stehen, die mit einem normalen Sprung nicht überwindbar ist, aktiviert man die Fähigkeit "Freude". Diese sorgt dafür, dass sich Peach unheimlich leicht fühlt und deutlich höher springen kann, als es in normaler Verfassung der Fall ist. Das genaue Gegenteil dieser Fähigkeit ist die "Rage", welche die Protagonistin regelrecht zum Brennen bringt. Versperren also einmal hölzerne Gegenstände oder Eisberge den Weg, kommt diese Fähigkeit wie gerufen. Ebenfalls von essentieller Bedeutung ist die "Trauer", welche die unfreiwillige Heldin dazu bringt, wahre Sturzbäche zu weinen. Mit den adeligen Tränen können Feuer gelöscht oder Sprösslinge diverser Pflanzen zum Wachsen gebracht werden. Neigt sich die eigene Energie einmal zu neige und sind partout keine heilenden Herzen zu finden, wird sich der Spieler über die Fähigkeit "Sanftmut" freuen. Ist diese aktiviert, regeneriert sich die eigene Energie langsam und rettet den Spieler vor dem sicheren Ableben.

Das gelungene Zusammenspiel dieser Fähigkeiten hebt Super Princess Peach angenehm von bisherigen Genrevertretern ab und belegt eindrucksvoll, dass die Gerüchte im Vorfeld des Verkaufsstarts im Großen und Ganzen unbegründet waren. Da man stets überlegen muss, welche Fähigkeit denn nun benötigt wird, wird vorbildlich verhindert, dass so etwas wie Routine oder Langeweile aufkommt. Diese Tatsache wird von den zahlreichen versteckten Extras und der präzisen Steuerung noch verstärkt, wodurch das Modul immer wieder in den eigenen Nintendo DS wandern wird.

Das Hauptmenü ist logisch aufgebaut und bietet dem Spieler diverse interessante Möglichkeiten.

Neben dem spielerischen Part weiß der Titel auch technisch rundum zu überzeugen. Die quietschbunte Optik mag zwar nicht jedem zusagen und wird vor allem Grafikfetischisten sauer aufstoßen, dennoch passt dieser Grafikstil vorbildlich zum Abenteuer der mutigen Prinzessin. Viele kleine Details in den einzelnen Arealen und die liebevolle Darstellung der einzelnen Emotionen unterstreichen die fröhliche Atmosphäre des Spiels vorbildlich und auch die abwechslungsreichen Levels wissen zu gefallen.

Selbiges gilt im Großen und Ganzen für den Sound, der mit witzigen Soundeffekten und ohrwurmverdächtigen Melodien daherkommt, welche das Setting des Spiels angenehm unterstützen.

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