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Test zum Spiel: Sudden Strike 3 Spiel-Test

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Plattformen:
PC
Release:
PC: 07. Dezember 2007
Status:
keine Angabe
Publisher:
Fireglow
Entwickler:
Fireglow
Genre:
Strategiespiel
USK:
Alle Altersstufen
Offizielle Seite:
suddenstrike.com
Fanseite:
keine Angabe

DISKUSSIONEN zum SPIEL

News
Kostenloses Addon veröffentlicht 1
Neuste: 04.07.2008 11:38
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Sven 'cobra79' Hollunder | 08.01.2008, 13:12 Uhr

Sudden Strike 3 - Test
Strategie ohne Schnörkel

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Fast sechs Jahre sind vergangen seit Sudden Strike 2 angehenden Hobbystrategen einiges abverlangt hat. Der knackige Schwierigkeitsgrad und fummeliges Micro-Management stießen nicht überall auf Gegenliebe. Wie man bei Fireglow die Zeit genutzt und ob sich mit Sudden Strike 3: Arms for Victory etwas am Spielprinzip geändert hat, erfahrt ihr im Review.
Die kurze und bündige Antwort ist: Nein, es hat sich bis auf die Umstellung auf 3D nichts geändert und Sudden Strike wird auch im dritten Aufguss nur eine Minderheit echter Fans in seinen Bann ziehen können. Damit wäre ja wohl alles gesagt - vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Inszenierung: mangelhaft
Klar, so einfach machen wir uns die Sache dann doch nicht. Die Einleitung passt jedoch in zweierlei Hinsicht wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Zum einen trifft sie den Kern der Sache und kann gut und gerne als Fazit durchgehen und zum anderen veranschaulicht sie, wie in Arms for Victory mit euch umgegangen wird - schnell, direkt, lieblos. Kaum ist das Spiel gestartet, soll ich in der ersten Mission der ersten Kampagne die Normandie erstürmen. Zwanzig Minuten lang schaue ich mir also an, wie meine Mannen gegen die deutschen Befestigungsanlagen laufen und versuche irgendwie Ordnung in das Chaos zu bringen - aussichtslos.

Die Missionsbeschreibung ist "rustikal" und nichts für Strategieneulinge.

Was soll's? Ich hab das Intro eh irgendwie verpasst, also starte ich einfach noch mal von vorne. Aber siehe da, es gibt gar kein Intro. Auch die Missionsbeschreibungen könnten spartanischer nicht sein. Euch wird eine simple Karte mit roten und blauen Pfeilen vorgesetzt und eine Stimme liest im Befehlston die Primär- und Sekundärziele vor. Wo ist das Rendervideo, wo die Ingame-Cut-Scene? Wenigstens ein paar Objektfotos hätten es doch sein dürfen. Dazu kommt, dass ihr auf eine Story komplett verzichten müsst. Offensichtlich geht man bei Fireglow davon aus, den 2. Weltkrieg zu gewinnen sei Motivation genug. Habt ihr erst einmal akzeptiert, dass euch neben dem eigentlichen Spiel nichts geboten wird, könnt ihr euch auf 15 Missionen, verteilt auf vier Kampagnen, stürzen. Dabei ist es möglich, für die Allierten, die Japaner, die Sowjets oder die Deutschen ins Feld zu ziehen - und zwar von Anfang an - eine Seite freispielen müsst ihr nicht. Natürlich darf auch der Multiplayer-Modus nicht fehlen, der es euch ermöglicht, eure Fähigkeiten mit bis zu sieben anderen Spielern zu messen. Zusätzlich gibt es noch zwei weitere Karten, die ein wenig versteckt unter "eigene Missionen" zu finden sind - eine davon ist das Tutorial.

Dieses sollte man sich als Einsteiger auch keinesfalls entgehen lassen, denn man lernt, worauf ein Kommandeur in Sudden Strike 3 alles zu achten hat - und das ist mehr als den Meisten lieb sein dürfte. Ihr werdet mit so einer Fülle an Informationen versorgt, dass die Übersicht schnell flöten geht. So hat z.B. jeder einzelne eurer Infanteristen drei Statusbalken: für Gesundheit, Munition und sekundäre Munition. Für eure Panzer spielen noch mehr Parameter eine Rolle. So müsst ihr Mechaniker oder spezielle Fahrzeugtrupps aufsitzen lassen und zusätzlich für Treibstoff sorgen, ehe ihr die stählernen Kolosse in die Schlacht werfen könnt. Hat ein Panzer zu wenig Besatzung, schießt er langsamer - gibt es gar nur einen Fahrer, dann verlässt kein Geschoss das Rohr. Eine detaillierte Schadensanzeige verdeutlicht euch darüber hinaus den Zustand einzelner Systeme wie Motor oder Waffen, die sich ebenfalls auf die Einsatzbereitschaft des Fahrzeugs auswirken. Hier geht die Realitätsnähe eindeutig auf Kosten der Spielbarkeit.

Auch große Kaliber könnt ihr einsetzen. Hier ein Eisenbahngeschütz der Wehrmacht.

Massenschlachten mit vielen Opfern
Neben all den Informationen stellt auch die Vielzahl der Einheiten eine Herausforderung dar. So gibt es neben den elf Infanterie-Einheiten zahllose Panzer, Feldkanonen, Mörser, Haubitzen, Raketenwerfer, Jeeps, Motorräder, Tankwagen, Flugzeuge, Schlacht- und Transportschiffe und und und. Selbst Flugzeugträger und riesige Eisenbahngeschütze sind mit von der Partie. Dieses tödliche Orchester dirigieren zu wollen, wird durch die teilweise unpräzise Steuerung auch noch unnötig erschwert. Vor allem das Anvisieren feindlicher Truppen in Schützengräben gerät zur Geduldsprobe. Andererseits ist es genau dieses unbeherrschbar wirkende Gewusel, in dem ihr euch immer nur um einen Teilaspekt kümmern könnt, das für Weltkriegsfeeling sorgt. Massenschlachten auf riesigen Karten sind angesagt - keine begrenzten Operationen von Eliteeinheiten. Dementsprechend ist auch das Sterben allgegenwärtig, das leider auch noch durch die Tatsache begünstigt wird, dass eure Soldaten nicht die Hellsten sind. Da seht ihr z.B. gerade noch, wie zehn Mann übers freie Feld laufen, um mit Karabinern einen Panzer anzugreifen, ehe sie gnadenlos von feindlichen MG-Nestern niedergestreckt werden. Damit so etwas nicht passiert und eure Einheiten einfach machen, was sie sollen, müsst ihr die Computersteuerung umständlich für jede einzelne ausschalten.

Die Grafik ist eher durchschnittlich. Es gibt zwar viele erfreuliche Details wie Kettenspuren, Explosionskrater, einstürzende Brücken und Häuser sowie Bäume, die sich im Wind wiegen und sich genauso wie die Strommasten umfahren lassen. Aber wo Licht ist, da fällt auch Schatten. Eure Soldaten sehen aus wie kleine Strichmännchen und sind selbst bei maximalem Zoom kaum voneinander zu unterscheiden. Viel schlimmer jedoch ist der Hardwarehunger des Spiels. Jedes Mal, wenn sich ein paar Pixelkrieger zuviel auf dem Schlachtfeld tummeln, fängt es an zu ruckeln. An der Tonfront hingegen gibt es nur wenig zu meckern. Die Explosionen sind wuchtig, die Panzer brummen und quietschen und die Raketenwerfer heulen unheilvoll auf, wenn sie ihre tödliche Fracht in den Himmel schießen. Dazu gibt es ein paar obligatorische Meldungen eurer Einheiten. Auf Musik müsst ihr während einer Mission verzichten, was jedoch keineswegs stört, sondern der Atmosphäre sehr zugute kommt. Den Mix aus Streichinstrumenten und Bässen kann man sich nämlich nur im Menü anhören - muss man aber nicht, denn obwohl das Stück thematisch passt, ist es wenig einprägsam. Dass es nur einen Track gibt, kann man also fast verschmerzen.

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