Street Fighter IV - Auch ohne Blut richtig gut

Prügelspiele sind was für Konsolen. So zumindest lautet die landläufige Meinung. Dass man sich auch auf dem PC so richtig klasse verkloppen kann und sich die Plattform auch für Arcade-Titel eignet, zeigt Capcom mit dem Revival seiner Beat'em Up-Ikone Street Fighter.

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Hadoken, Shoryuken, Yoga-Fire und Sonic Boom – die Kampfschreie der Street Fighter II-Heldenriege auf dem SNES klingen noch in meinen Ohren. Schier endlose Stunden habe ich als Nicht-Konsolero bei Freunden verbracht, um die Moves und Techniken der Recken zu meistern. Als eingefleischter PC-Jünger waren dies die wenigen Momente, in denen ich mir doch eine Konsole gewünscht habe. Wieso es das Beat’Em-Up-Vergnügen nicht auch für den Computer gab, war mir eh unklar – zumindest bis ich dann etliche Zeit später die DOS-Portierung zu Gesicht bekam. Furchtbar.

Aufgrund des grottigen Kinofilms, in dem Jean-Claude van Damme, der Held meiner Jugend, schon für damalige Verhältnisse so richtig Scheiße aussah und wegen der noch schlechteren Anime-Serie, die sich kein Street-Fighter-Fan jemals antun sollte, verschwand die Begeisterung für die Reihe allmählich. Mit der morbiden und blutigen Effekthascherei eines Mortal Kombats konnte das Urgestein eh nicht mithalten – egal ob mit Zusätzen wie Turbo, Zero, EX, Alpha, Ultra oder weiß der Geier um Aufmerksamkeit gebuhlt wurde.


Wer nicht wenigstens die Standardfeuerbälle hinbekommt, ist kein echter Street Fighter.

Aber all die Enttäuschungen sind vergeben und vergessen. Street Fighter IV für den PC ist so genial geworden, wie Capcom es versprochen hat und wie man sich das nur wünschen konnte. Bereits auf X360 und PS3 wurde vor einem halben Jahr deutlich, dass den Japanern der ganz große Wurf gelungen ist. Eine 90%-Wertung plus Spielspaß-Award gab es von uns und zwar zu Recht. Da sich die Windows-Fassung absolut identisch spielt und dank höherer Auflösung sogar einen Tick besser aussieht, bleibt die Wertung bestehen. (Ihr seid herzlich eingeladen, euch das Review noch einmal durchzulesen, denn alle dort angesprochenen Punkte treffen auch auf die vorliegende PC-Version zu.)

Um uns nicht zu wiederholen oder euch zu langweilen, sollen an dieser Stelle auch nur die Besonderheiten für die Heim-PC-Ausgabe erörtert werden. Zunächst fällt auf, dass einige zusätzliche Grafikoptionen zur Auswahl stehen. Die Modi „Tusche“, „Wasserfarben“ und „Poster“ sind nette, exklusive Spielereien, die man gerne ausprobieren kann, aber letztendlich bringen sie kaum einen Mehrwert. Lediglich die Schattierungen der Kämpfer sehen ein wenig anders aus.


Die Effekte sind bombastisch und die Animationen geschmeidig.

Dass man die Auflösung verändern kann, ist auch kein echtes Highlight, fördert aber einen angenehmen Positiv-Aspekt zu Tage: Street Fighter IV gibt sich auch in hohen Auflösungen in puncto Hardware-Anforderung bescheiden. Selbst auf älteren Maschinen kann man das wunderschöne Spektakel mit seinen fantastischen Effekten auf hoher Detailstufe genießen. Selbst wenn ihr einen Rechenknecht-Dinosaurier euer Eigen nennt, stehen die Chancen gut, dass ihr auf das beste Prügelspiel, das es für den PC derzeit gibt, nicht verzichten müsst. Da sich der Hintergrund komplett abschalten lässt, sollten sogar betagte Notebooks noch ordentliche Ergebnisse liefern. Sollte der Rechner dennoch überfordert sein, ruckelt das Spiel nicht einmal, sondern wird einfach langsamer.

Alles andere als langsam bzw. lang sind übrigens die Ladezeiten. Die langwierige Installation macht sich bezahlt - binnen weniger Augenblicke hat man den Kontrahenten vor Augen und ein eingeflogenes FIGHT markiert den Startschuss für die Action. Steuerungstechnisch könnt ihr zur Tastatur greifen oder ein entsprechendes Gamepad einstöpseln. Obwohl Puristen die Nase rümpfen werden und zugegebenermaßen ein wenig Übung erforderlich ist, lassen sich die Charaktere auch über die Tasten präzise steuern.


Bison in voller Aktion zeigt Sagat wo der Hammer hängt.

Wer die Moves erstmal verinnerlicht hat, bzw. sich wieder ins Gedächtnis ruft, kann eine Kombo nach der anderen anbringen und mit den Joypad-Kollegen locker mithalten. Das ist halt Skill, Baby. Wer seine Fähigkeiten mit anderen messen möchte, der kann dies online über einen LIVE-Account tun. Auch das Speichern von Spielständen ist nur mit Account möglich.

Einziger Wermutstropfen bei all dem Lob ist der ziemlich intrusive Kopierschutz, denn Capcom setzt leider auf SecureROM. Wer dieser Sicherung skeptisch gegenüber steht und sich die Gameplay-Perle dennoch nicht entgehen lassen will, der holt sich das Spiel über Steam und verzichtet damit auf die nette Box und ein 50-Seiten Handbuch in Schwarz-Weiß.

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KOMMENTARE

  

Nestro

09.07.2009, 23:07 Uhr

Zitat von Sithis

Sithis schrieb:

Hab meinen Xbox controller am PC dran ;)



Könnte daran liegen XD
Ich finde auch, daß es nicht leicht ist, wegen den ganzen Cancel-Techniken. Aber Übung macht halt den meister. Versuch doch mal das Precision-Pad von Logitech. Vielleicht wirst du dann auch wie ich festellen, daß es nicht immer nur an den eigenen Unfähigkeiten liegt :)

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Sithis

09.07.2009, 19:11 Uhr

Also ich muss sagen ich bin ein Street Fighter Fan und habe Street Fighter von Super Nintendo bist zur PS2 gezockt und muss sagen, mir kommt dieser Street Fighter Teil total schwer vor.
Hab meinen Xbox controller am PC dran ;)

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Nestro

08.07.2009, 21:02 Uhr

Das Spiel ist der absolute Oberhammer! Ich spiele Beat'm'Ups schon so lange wie ich ein JoyPad halten kann, und das hier ist ein einziges Meisterwerk.

Tip: Auch für sehr wenig Geld gibts gute Pads, z.B. Logitech Precision (ca. 12€) [habe ein paar am Rechner ausprobiert und hier ist die Leistung/Preis am besten, insb. das Steuerkreuz]

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Z!M

07.07.2009, 13:44 Uhr

ja scheisse nur das der 'noch sehr humane' disk-check mit meinem dvd laufwerk erst nach ca 20 mal rausnehmen/reinlegen der dvd funktioniert ....
also ich find schon das das nen absolutes ko kriterium für die dvd fassung darstellt, hab mir ein securom spiel gekauft, seitdem aber einige titel aussen vor gelassen oder aber später als low buget ramsch gekauft und dann comunity software genutzt, aus schaden und wut wird man klug

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Der Bär

07.07.2009, 02:07 Uhr

Was sind das für dumme contras?
bzw man kann so oft wie man will installieren. securom will lediglich das die dvd immer im laufwerk ist und wer secrom net will kann sichs bei steam holen.

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