StarCraft 2 - Special
StarCraft 2 – Alles bleibt anders?!
Die Präsentation am vergangenen Samstag war gewohnt professionell und mindestens ebenso reißerisch inszeniert. Das geniale Rendervideo mit dem Space Marine aus StarCraft 2 überflutete wenige Minuten nach dem Event bereits die Server dieser Welt und brachte die Leitungen zum Glühen. Kaum liefen die ersten Spielszenen über die große Leinwand, war der Bann bei den größten Zweiflern gebrochen. Terranische Marines liefern sich ebenso heftige wie blutige Feuergefechte mit den Protoss. Aus dem Hintergrund fliegen schwere Kreuzer heran, während die Protoss riesige Kampfläufer an die Front schicken. Wenig später haben auch die Zerg einen kurzen Auftritt. Man fühlte sich sofort ins Jahr 1997 zurückversetzt - damals feierte StarCraft seine Premiere.
StarCraft 2 ist beschlossene Sache und eigentlich müssten die Fans jetzt im siebten Himmel schweben. Denkste! Kaum hatte sich der Staub der Präsentation etwas gelegt, wurden in den Foren dieser Welt die ersten kritischen Stimmen laut. Schnell kamen Vorwürfe auf. Das Spiel sähe ja aus wie der erste Teil nur in 3D; Blizzard wäre faul, denn immerhin gibt es keine vierte Rasse; Interface und Kontrollschemata wären veraltet und Blizzard würde lediglich ein aufpoliertes Remake von StarCraft 1 abliefern. Diese Aussagen wurden wohlgemerkt lediglich aufgrund der bisher veröffentlichten Screenshots und (gestellten) Videos getroffen; zu denen Blizzard noch während der Präsentation erklärt hat, dass sie sich in einem sehr frühen Stadium befinden.
Schon die ersten Artworks zeigen, dass Blizzard die Einheiten aus Teil 1 beibehält, aber dafür erweitern bzw. optisch aufpolieren will.
Bei all dieser Kritik, sofern es denn wirklich eine solche sein sollte, muss man jedoch etwas genauer hinschauen: Blizzard war niemals als Innovationsschmiede bekannt. Vielmehr haben es die Kalifornier in der Vergangenheit auf ebenso geschickte wie grandiose Art und Weise verstanden, bereits bekannte Spielmechanismen aufzugreifen und diese zu perfektionieren. Nehmen wir WarCraft: Das grundlegende Prinzip der Echtzeitstrategie mit verschiedenen Völkern war spätestens seit Dune 2 bekannt. Blizzard verpackte diese Aspekte jedoch in eine mitreißende Story samt aufwändiger Rendervideos und glänzte zudem mit einem abwechslungsreichen Missionsdesign. Diablo war ebenfalls keine Ausgeburt an Innovation, sondern bestach vielmehr durch intensive Atmosphäre und leichte Zugänglichkeit. Naja, und über World of WarCraft brauchen wir an dieser Stelle wohl gar nicht erst zu reden, oder? Durch all diese Spiele zieht sich die Arbeitsweise von Blizzard Entertainment wie ein roter Faden: Man nehme bewährte Spielelemente, verfeinere diese und verpacke sie in ein mit Perfektionismus gezimmertes Gewand aus Atmosphäre und Spielspaß. Genau dafür lieben wir sie - allen Kritiken zum Trotz - letztendlich irgendwie doch - Blizzard Entertainment.
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rts fanatiker
29.05.2007, 10:02 Uhr
oh gott
27.05.2007, 11:00 Uhr
Autsch
27.05.2007, 01:22 Uhr
"Denkste! Kaum hatte sich der Staub der Präsentation etwas gelegt, wurden in den Foren dieser Welt die ersten kritischen Stimmen laut. Schnell kamen Vorwürfe auf. Das Spiel sähe ja aus wie der erste Teil nur in 3D; Blizzard wäre faul, denn immerhin gibt es keine vierte Rasse; Interface und Kontrollschemata wären veraltet und Blizzard würde lediglich ein aufpoliertes Remake von StarCraft 1 abliefern."
Sogut wie die gesamte Broodwar Community hat sich genau so ein Starcraft2 gewünscht. Und um den E-Sport, gerade in Korea, nicht zu gefährden, wird sicht natürlich weitestgehen an den Vorgänger gehalten. Was bei Starcraft schon immer im Vordergrund stand, war das Balancing, der Speed, die taktsche Finesse. Blizzard formt das Spiel nach den Wünschen der Fans. Und das ist auch gut so.
Agent
26.05.2007, 19:46 Uhr
Rofl, das meint der werte Herr Author doch nicht ernsthaft, oder?
DirectX 10-Effekte für ein RTS? Und seit wann war Starcraft 1 zu seiner Releasezeit ein Augenschmaus? Das war damals schon vergleichsweise veraltet und grafisch nicht Top.
Über "Innovation" kann man sich streiten. Das ist alles Interpretationssache ob etwas innovativ ist oder nicht.